Auf der Suche nach meinem Selbstwertgefühl

Auf der Suche nach meinem Selbstwertgefühl

Auf der Suche nach meinem Selbstwertgefühl

Vorwort

Jeder Mensch wird mit der Lust am eigenen Entdecken und Gestalten geboren. Ich denke, da sind wir Eltern uns sicherlich alle einig, dass es kein Kind gibt, welches diese Lust nicht mitbringt. Doch leider passiert es in unserer Gesellschaft über kurz oder lang, mit jedem Kind, was wir hier großziehen, dass es diese Erfahrung gebrochen bekommt. Es kommt der Augenblick im Leben eines Kindes, indem es plötzlich erlebt, dass es, so wie es ist, nicht richtig ist, dass es anders sein soll, dass es mehr tun soll. Es wird zuerst einmal zum Objekt der elterlichen Erwartungen und der elterlichen Erziehungsmaßnahmen, der elterlichen Hoffnungen, Wünsche und Bewertungen. Ebenso, im weiteren Verlauf seines Lebens, zum Objekt der Erwartungen seiner Erzieher und Lehrer usw. Und das tut weh.

Wenn man aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen wird, werden lt. Hirnforscher Gerald Hüther die gleichen Netzwerke aktiviert, die auch dann aktiviert werden, wenn man dem Kind körperliche Schmerzen zufügt. Das ist selbst bei Erwachsenen noch so. Hüther erklärt: „Ein Kind, dass das erste Mal erlebt, dass es so wie es ist nicht richtig ist, hat ein riesiges Problem: Es wird als Objekt behandelt. Das kann es so noch nicht formulieren, aber es erlebt es so. Und in dem Augenblick, wo das passiert, schrumpft seine gesamte Wahrnehmung der Welt zusammen, auf die Notwendigkeit der Behebung des Problems, nämlich auf die Frage: „Wie komme ich hier raus?“

Gerad Hüther beschreibt zwei mögliche Lösungen:

„Die einfachere ist, ich mach einfach den Anderen auch zum Objekt meiner Bewertung z.B. „Blöde Mama, blöder Papa.“ Dann ist das Kind in unserer Beziehungskultur angekommen. Das ist nicht angeboren! Das erwirbt ein Kind, indem es diese Erfahrung macht und dann diese Lösung findet und sich in unserer Welt auch bestätigt fühlt, weil es alle anderen ja auch so machen. Und dann gibt es Kinder die tatsächlich immer besser werden in der Manipulation anderer und DAS ist die wesentliche Lernerfahrung die sie machen.

Die anderen Kinder sind noch schlechter dran. Die können das aus irgendwelchen Gründen nicht – andere zum Objekt zu machen und machen es mit sich selbst. Die sagen dann „Ich bin zu doof. Ich bin zu blöd. Ich kann kein Mathe. Ich bin nicht liebenswert. Ich bin nicht schön genug.“ Indem sie sich dann selbst zum Objekt machen, sind sie auch aus der Nummer raus, denn jetzt werden sie selbst zum Objekt gemacht, bzw. haben es ja selbst sozusagen angenommen. Wenn also nun der Lehrer sagt: „Du kannst kein Mathe.“, dann hat sich das Kind damit abgefunden, dass es zu blöd für Mathe ist.“

Wie ich mich zum Objekt meiner eigenen Bewertung machte

Ich war ein eher schüchternes Mädchen, nah am Wasser gebaut und leider mit keinem sehr starken Selbstwertgefühl gesegnet. Seit der Einschulung spürte ich, wie mein Selbstwertgefühl durch Hänseleien zunehmend schwächer wurde. Ich hatte einen dicken, runden Kopf (da hat sich auch heute nicht viel dran geändert) und trug eine dicke, bunte Brille. Ich fand sie schön, schließlich habe ich sie mir selbst ausgesucht und sicherlich war es mit eine der schönesten Kinderbrillenmodelle, die man zur damaligen Zeit beim Optiker finden konnte. Doch für manche Schüler war diese Brille schon Anlass genug, um mich als „hässliche Brillenschlange“ zu bezeichnen. Dennoch hatte ich wenigstens ein paar Freunde, die mich so mochten, wie ich bin. Daher war die Grundschulzeit noch ertragbar für mich. Ich kannte einige, denen es schlechter erging als mir.

Ich hatte eine nette Lehrerin und war stolz darauf, als sie mir einmal sagte, dass sie fände, dass ich eine blühende Fantasie hätte und wunderschöne Geschichten schreiben würde. Mein größter Wunsch war es, Kinderbuchautorin zu werden. Dennoch empfand sie, dass ich an meinem Schriftbild zu arbeiten hätte, da ich etwas zu künstlerisch schreiben würde, sodass es ihr schwer fiele meine Schrift zu entziffern. So schickte sie mich also in den Schönschreibunterricht, damit ich lernen sollte „richtig“ zu schreiben. Seitdem verlor ich die Lust am Schreiben zunehmend. Und auch mein Schriftbild wurde durch den Schönschreibunterricht nicht viel besser.

 

Als ich dann auf das Gymnasium kam, verabschiedete ich mich von Jahr zu Jahr zunehmend von meinem Selbstwertgefühl. Immer mehr wurde mir bewusst gemacht, wie wenig ich doch kann. War ich vor der Schule und all der Bewertung noch der Überzeugung, sehr gut malen zu können, wurde mir am Gymnasium mit knall harten Noten verdeutlicht, dass ich mich diesbezüglich wohl getäuscht hatte. Immer wieder wurde mir erklärt, wie man (wer auch immer dieser „Mann“ ist) irgendetwas „richtig“ malt oder macht und was ich alles falsch mache.

 

Mein Mathematiklehrer stellte mich gerne vor gesammelter Mannschaft bloß, mit den Worten: „Wenn du das nicht kannst, dann gehörst du auf die Hauptschule und wirst nie etwas im Leben erreichen.“ Ja, und so manifestierte ich die Bewertungen anderer mir gegenüber und machte mich irgendwann zum Objekt meiner eigenen Bewertung. Ich sagte mir: „Ich bin zu blöd um Mathe zu verstehen. Ich bin dumm. Ich werde nie etwas im Leben erreichen.“ Heutzutage habe ich erkannt, wie verdammt überlebenswichtig das Wissen der höheren Mathematik für mein Leben ist. Ihr nutzt sie sicherlich auch immer, während eurer Wochenendeinkäufe.

 

Wie kann man Schülern nur so ein Schwachsinn erzählen und sie seelisch so kaputt machen? Jeder Mensch hat doch unterschiedliche Interessen und Begabungen. Wer später einen mathematischen Beruf erlernen will, dem wird das Erlernen der höhere Mathematik sicherlich ein Leichtes sein und Freude bereiten. Wer Arzt werden will und für das Studium einen NC braucht, wird sich sicher auch in Mathe bemühen. Auch wenn man sicherlich das Meiste nach den Klausuren wieder vergessen wird, weil als Arzt sicherlich andere Voraussetzungen wichtig sind, als ein Ass in Mathe zu sein.

 

Auch in Englisch und Latein kam ich nicht zurrecht. Mein Gott – ich fühlte mich wie ein Versager. Meine Englischlehrerin meinte einmal zu mir: „Du wirst nie Englisch können.“ Damals hätte sie wohl nie damit gerechnet, dass ich Versager jemals Assistentin für Fremdsprachen werde. Wenn wir in Deutsch etwas vorlesen mussten, habe ich mich immer so klein wir möglich gemacht, damit der Lehrer mich bloß nicht aufruft, denn habe ich mich ab und an verlesen, wurde ich sofort ausgelacht, sodass ich nur noch nervöser wurde und total ins Stottern geriet. Ich wünschte, ich hätte damals schon so schön lesen können, wie ich heute meinen Kindern ihre Gute-Nacht-Geschichten vorlese. Dann hätte mich sicher niemand ausgelacht.

 

Mobbing macht krank

Neben den schulischen Bewertungen, trug aber auch die äußerliche Bewertung stark dazu bei, dass mein Selbstwertgefühl immer mehr den Bach runter ging. Wer auf meiner Schule keine Markensachen trug und regelmäßig mit den neusten Modetrends ausgestattet war, war von vornherein OUT, so war zumindest mein persönliches Empfinden. Daher gehörte ich schon mal in die Kategorie „uncool“. Sowohl bei den Schülern, als auch bei den Lehrern genoss man ein höheres Ansehen, wenn man aus einer Familie mit gehobenen finanziellem Status kam. Ich komme aus der normalen Mittelschichtgesellschaft und wurde direkt mit einem Stempel markiert – so fühlte es sich zumindest für mich an. Und es fühlte sich nicht gut an.

 

Nach einem Klassenwechsel in der 8. Klasse, wurde mein Leben durch Mobbing sehr belastet. Es nahm seinen Anfang, als ich mich auf die Seite einer Mitschülerin stellte, die permantent wegen ihres Aussehens und ihrer fettigen Haare gemobbt wurde. Sie schwänzte regelmäßig die Schule – wer geht auch schon gerne freiwillig in die Höhle des Löwens? Es ging soweit, dass sie sich mit Rasierklingen die Arme aufritze. Ein weiterer Grund für die Mitschüler sie fertig zu machen. Kein einziger Lehrer setzte sich für dieses Mädchen ein. Den inneren Hilfeschrei des Mädchens sah niemand und welches Leid sie zu tragen hatte, nachdem sie aus ihrer Familie gerissen und ins Heim gesteckt wurde. Dass ich mich mit ausgerechnet dieser Schülerin angefreundet habe, war der Startschuss, dass ich selbst zum Mobbingopfer wurde. Doch ich würde es immer wieder tun. Wer beim Mobbing einfach nur zuschaut, ist für mich ein Co-Täter. Ganz ehrlich.

Ich wurde mit Müll beschmissen und körperlich drangsaliert. Ich wurde bloßgestellt, indem irgendjemand in meinem Namen einen peinlichen Liebesbrief an einen Mitschüler geschrieben hat, der – gefühlt – durch die ganze Schule gereicht wurde. Man hat mich bespuckt und mir die hässlichsten Wörter an den Kopf geworfen. Mein Selbstwertgefühl war am Boden und ich wollte nur noch eins – WEG!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich begann die Schule zu schwänzen, womit ich mir keinen Gefallen getan hatte, denn dadurch wurde alles nur noch schlimmer, da sich nun auch noch die Lehrer gegen mich stellten. An einem Tag, an dem ich von einem Mitschüler vor den Augen des Lehrerpersonals massiv gemobbt wurde und von letzterem eigentlich erwartet hätte, dass dieser das Mobbing unterbindet, beobachtete besagter Lehrer anstatt dessen nur das für ihn scheinbar amysante Spektakel und bestärkte die Angriffe meines Mitschülers nur lachend mit: „1:0, 2:0,..“ Nachdem ich realisierte, dass ich von meinem Lehrer keine Hilfe erwarten konnte, entschied ich mich dafür, mich selbst zu verteidigen, indem ich meinem Peiniger (und leider auch seinen Sitznachbar – I´m sorryyyyyyyy) mitsamt seines Tisches unsanft auf den Boden beförderte.

 

 

Wow…

war ich da stolz auf mich!

Ich wusste gar nicht, dass ich mit solchen Kräften gesegnet bin. Selbstverständlich wurde ich sofort aus dem Unterrichtsraum verwiesen, worüber ich mich sehr freute und direkt nach Hause marschierte.

„Wenn dich Menschen schlecht machen, dir andauernd ans Bein pissen, dann weißt du eines genau – dass sie dich fürchten, weil du besser bist.“

Neuer Anfang neues Glück?

Nach einem Schulwechsel ging dasselbe Spiel von vorne los. Ich schien wohl die Opferrolle in meinen Gedanken manifestiert zu haben und dementsprechend war auch meine Ausstrahlung auf mein Umfeld. Ich habe gemerkt, dass es keinen Sinn macht, sich optisch der Masse anzupassen, sei es mit Markenklamotten oder, indem ich mir eine „coolere“ Brille mit blau getönten Gläsern kaufte, wie sie die Sängerin Anastasia damals trug (wer aus meiner Generation kommt, kennt sie sicherlich noch).

Tja, Pustekuchen, genau mit dieser Brille habe ich den Schülern auf der neuen Schule direkt den Startschuss zum Hänseln gegeben: „Na du Möchte-Gern-Anastasia.“ Ich war wohl die einzige Schülerin auf dem gesamten Berufskolleg, die in der Pause mit dem Song „I’m outta love“ besungen wurde. Hätte nur noch gefehlt, dass man mir mit Autogrammkarten hinterhergerannt wäre. Ich wünschte, ich hätte es damals auch mit soviel Humor genommen.

Doch ich lernte langsam, damit umzugehen und habe den Anfeindungen meiner Mitschüler keinen Spielraum mehr gelassen, bis in mein Herz vorzudringen. Ich dachte mir: „Naja… es ist alles eine Sache der Perspektive. Ich könnte es ja auch einfach als Kompliment auffassen. Anastasia ist schließlich eine klasse Sängerin. Soll mir doch egal sein, was die anderen über mich denken. Nach der Schule werde ich sie eh nie wiedersehen.“

Selbstvertrauen gewinnt man dadurch, dass man genau das tut, wovor man Angst hat, und auf diese Weise eine Reihe von erfolgreichen Erfahrungen sammelt.“

(Dale Carnegie)

Der erste Schritt zu einer großen Veränderung

Als ich dann meine Ausbildung begonnen habe, ausgerechnet in einem Bereich, wo mich die Lehrer am Gymnasium für unzureichend empfanden – Fremdsprachen, habe ich mich von vornherein neu und klar positioniert. ICH WOLLTE KEIN OPFER MEHR SEIN! Ich bin direkt mit einer starken, selbstsicheren Persönlichkeit aufgetreten, was eine große Herausforderung für mich darstellte, da ich ja eigentlich ein eher schüchterner und ängstlicher Mensch war. Ich musste also einen riesigen Schritt über meinen eigenen Schatten springen.

Und das war der Beginn meiner Selbstheilung. Zum ersten Mal spürte ich, dass ich durch mein selbstbewussteres Auftreten eine riesige Veränderung in meinem Leben erzielt habe. Dazu merkte ich, dass ich sehr wohl sehr sprachbegabt war und mir das Erlernen von sogar drei Fremdsprachen gleichzeitig ein Leichtes war. Warum? Es machte mir auf einmal Spaß. Und ich wollte mir glaube ich auch selbst beweisen, dass ich kann, wenn ich nur will! Zumindest in Bereichen, die ich für mich und mein zukünftiges Leben für nützlich empfand. Ich fühlte mich zum erstem Mal richtig gut. Ich freute mich darüber, Freunde gefunden zu haben, auch außerhalb der Schule, die mich so akzeptierten, wie ich bin. Freunde, für die ich mich nicht verstellen musste, um ihnen zu gefallen.

„Unser Selbstbild entscheidet darüber, wozu wir in der Lage sind. Jeder gelangt dorthin, wo er glaubt, hinkommen zu können.“

(Maxwell Maltz)

Mobbingfolgen und verzerrtes Selbstbild durch Schönheitsideale

Trotzdem waren Narben aus der Schulzeit unterbewusst noch lange in mir verankert. Das hat mein seelisches Wohlbefinden bis ins Erwachsenenalter stark beeinträchtigt. Mein Leben wurde permanent von negativen Glaubenssätzen begleitet, die sich limitierend auf mein Selbstwertgefühl auswirkten, wie bspw. dieser, nicht gut genug zu sein. Zudem haben die Hänseleien der Schulzeit in mir ein gestörtes Selbstbild hervorgerufen. Ich fühlte mich nie richtig hübsch und habe mich in meiner Jugendzeit hinter – gefühlt – kiloweiser Schminke versteckt. Meine Augen konnte ich mit Eyeliner gar nicht groß genug hervorheben, damit sie meiner verkehrten Vorstellung von Schönheit entsprachen.

Die Idole der damaligen Zeit (Britney Spears, Christina Aguliera, Shakira & Co.) haben der Jugend zudem präsentiert, wie eine Frau aussehen „muss“, um der Männerwelt zu gefallen. Heute ist es ja auch nicht besser als damals, wenn ich mir Miley Cyrus & Co. anschaue. In diesem Punkt war mein Selbstwertgefühl noch nicht stark genug, um mich von den vorgegebenen Schönheitsidealen nicht beeinflussen zu lassen. Ich fand meine Haare zu dünn, also habe ich mir Haarteile gekauft, um ihnen mehr Volumen zu verleihen. Teure Make-ups und Puder sollten meine damals pubertäre Haut verdecken. Ja, ohne Schminke ging ich nicht einmal den Müll rausbringen. Es hätte mich ja jemand im „Normalzustand“ sehen können. Katastroooooopheeeeeee!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie das Mamasein meine optische Wahrnehmung veränderte

So ging es, bis mein Erstgeborener das Licht der Welt erblickte. Anfangs bemühte ich mich noch, immer schick auszusehen, mich vor dem Rausgehen stylish zu frisieren und hübsch zu schminken. Ich wollte ja nicht den Eindruck erwecken, dass ich mich als Frau gehen lasse, sobald ich ein Kind auf die Welt gebracht habe. Aber ich merkte doch schnell, dass es für mich angenehmer anfühlte, bequemere Kleidung zu tragen, gerade als Stillmama. Speziell als ich merkte, dass ich mir all die Ausschnitte meiner Lieblingskleider ausgeleiert habe. Was nicht heißt, dass ich, wie die Flodders, nur im Jogginganzug vor die Tür ging, es gibt ja auch schicke, bequeme Kleidung.

Naja… aber auch das mit dem Schminken hat dann irgendwann zunehmend nachgelassen, weil mich mein von Make-up verlaufenes, verschwitztes Gesicht einfach nur noch nervte. Gerade nach langen Spaziergängen. Dazu habe ich mich sehr bemüht, möglichst schnell nach der Schwangerschaft, körperlich wieder in Form zu kommen, um mir selbst wieder besser zu gefallen. Und dann kam auf einmal der Tag, der alles veränderte, und diese riesen Blockade in mir von heute auf morgen löste.

Total verschlafen stapfte ich ins Badezimmer zur Morgenroutine. Ich putze mir die Zähne und starrte lächelnd auf mein, mit Traktorrad großen Augenringen beschwertes Spiegelbild. Plötzlich rutschte ein Satz aus mir heraus, den ich zuvor noch nie in meinem Leben zu mir selbst gesagt habe: „Weischt du eigentlisch, wie hübsch du bischt?“ Ich konnte es selbst kaum glauben. Als ich anschließend dabei war mir mein 80 Euro Make-up ins Gesicht zu schmieren und die Hälfte meines Gesichts bereits zugekleistert war, wie beim Phantom der Opa, bemerkte ich plötzlich: “Ohne Schminke sehe ich ja viel hübscher und jünger aus.“ Ich war so verwundert über meine neue Selbstwahrnehmung und befreite mein Gesicht von der zuvor aufgetragenen Spachtelmasse.

Und, wenn ich mir doch mal etwas herausputze, dann mache ich es nur für mich und für niemand anderen.

Weißt du eigentlich, wie hübsch du bist?

Total verschlafen stapfte ich eines Morgens ins Badezimmer zur Morgenroutine. Ich putze mir die Zähne und starrte lächelnd auf mein, mit Traktorrad großen Augenringen beschwertes Spiegelbild. Plötzlich rutschte ein Satz aus mir heraus, den ich zuvor noch nie in meinem Leben zu mir selbst gesagt habe: „Weischt du eigentlisch, wie hübsch du bischt?“ Ich konnte es selbst kaum glauben. Als ich anschließend dabei war mir mein 80 Euro Make-Up ins Gesicht zu schmieren und die Hälfte meines Gesicht bereits zugekleistert war, wie beim Phantom der Opa, bemerkte ich plötzlich: “Ohne Schminke sehe ich ja viel hübscher und jünger aus.“ Ich war so verwundert über meine neue Selbstwahrnehmung und befreite mein Gesicht von der zuvor aufgetragenen Spachtelmasse.

Seither liebe ich mich so wie ich bin und fühle mich wie ausgewechselt. Ich fühle mich wertvoll, ich fühle mich schön, ich fühle mich genauso richtig, wie ich bin. Durch diese positive Gedankenveränderung, habe ich ein ganz anderes, glücklicheres Lebensgefühl erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit neuer Selbstwahrnehmung zu einem starken Selbstwertgefühl

So lösten sich Schritt für Schritt auch meine inneren Blockaden und negativen Glaubenssätze, wie auch der, nicht gut genug zu sein. Ich weiß noch, als mich eine Mama darauf ansprach, ob ich denn nicht endlich mal wieder arbeiten gehen wollte, ihr würde es ja nicht reichen „nur“ Mama zu sein und ihrem Mann auf der Tasche zu liegen, fühlte ich mich in erster Linie erst mal total schlecht. Ich dachte mir, es muss doch eine Möglichkeit geben, Geld zu verdienen und für meine Kinder da sein zu können. Ich wollte nicht mehr in meinen alten Bürojob zurückzukehren, fremdbestimmt zu sein und nicht selbst über meine freie Zeit entscheiden zu dürfen. Also entschied ich mich dafür mir online selbst etwas aufzubauen im Bereich Webseiten-Design. Ich wusste zwar noch nicht genau wie, aber ich wusste, dass ich es schaffen würde. Und ich habe es geschafft!

Mit den Kindern kamen natürlich auch neue Themen, wo ich oder mein Handeln von außen bewertet wurde. Doch ich habe mich nicht mehr unterkriegen lassen, weder als ich mich bei meinen Kindern für eine Hausgeburt entschied, noch dafür sie bedürfnisorientiert zu begleiten, anstatt sie zu erziehen, sie lange zu stillen, sie kindergartenfrei aufwachsen zu lassen sowie ihren Wunsch nach freier Bildung zu erfüllen.

Ich habe mich dazu entschlossen, aus der Opferrolle auszusteigen, in Selbstverantwortung zu gehen und mein Leben in die Hand zu nehmen. Nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich endlich zu mir selbst sagen kann: „Ich liebe mich, genauso wie ich bin. Ich bin wertvoll. Ich bin hübsch. Ich bin klug. Ich bin der Gestalter meines Lebens. Ich kann alles erreichen, was ich will.“ Durch diese positive Gedankenveränderung ist mein Leben von einer ganz neuen Energie erfüllt, welche mir ein glücklicheres, selbstsichereres Lebensgefühl verliehen hat.

„Wenn du beginnen willst, dich wirklich zu lieben, befreie dich von allem, was nicht gesund für dich ist: Von Menschen, Dingen, Situationen und vor allen Dingen, was dich immer wieder hinunterzieht, weg von dir selbst. Man kann es gesunder Egoismus nennen. Ich nenne es Selbstliebe!“

Befreit euch von negativen Glaubenssätzen

Durch die Bewertung von Außen manifestieren sich in uns negative Glaubenssätze, die uns daran hindern in voller Kraft aus uns herauszukommen. Sätze, wie „ich bin nicht gut genug, ich bin nicht liebenswert, ich werde nie etwas in meinem Leben erreichen etc.“, blockieren uns in ein glückliches, erfülltes Lebensgefühl zu kommen. Bereit euch von diesen Gedanken und lasst die Bewertung anderer Menschen euch gegenüber nicht die Macht über euer Leben ergreifen.  

Des Weiteren wird ein Drittel unseres Selbstwertgefühls laut Psychologen von unserem Aussehen bestimmt. Hört sich wenig an? Für mich nicht. Das Problem ist, dass Frauen systematisch beigebracht wird, dass ihr Wert von ihrem Aussehen abhängt. Wenn ihr auch so denken solltet, befreit euch von diesem negativen Glaubenssatz, besser – löscht ihn direkt von eurer Festplatte. Ihr seid wunderschön! Lasst euch nicht von Schönheitsidealen beeinflussen. Ist eh das meiste alles nur Fotoshop. Wenn ihr etwas für euer äußeres Erscheinungsbild tun wollt, dann tut es nur für euch, aber nicht für jemand anderen oder, weil ihr irgendeinem Idol nacheifern wollt. Jeder von euch ist so wunderbar und individuell und genau das macht euch zu etwas ganz Besonderes. Und genauso vermittele ich es auch meinen Kindern.

 

 

JEDEN TAG!

Du bist WUNDERVOLL!

Du bist LIEBENSWERT!

Du bist etwas BESONDERES!

Du bist HÜBSCH!

Du bist KLUG!

Du bist EINZIGARTIG!

Du bist STARK!

Du bist der GESTALTER DEINES LEBENS!

Du kannst ALLES ERREICHEN was du willst!

Du bist RICHTIG – genauso wie du bist!

Und lass dir von Niemandem etwas Anderes einreden!

Alles Liebe,

Belle.

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Solaranlage Wohnmobil Einführung

Solaranlage Wohnmobil Einführung

Autark leben in Wohnmobil – Solaranlage

Einführung

 

Hallo zusammen,
ich habe mich lange gesträubt, dieses Thema aufzugreifen, da es komplex ist. Ich wusste einfach nicht, wo ich anfangen soll. Jeder hat andere Bedürfnisse. Dem einen reicht eine kleine Solaranlage, der andere will autark stehen und mit seiner Solaranlage eine Klimaanlage betreiben.
 
Des Weiteren fragte ich mich, ob ich es schaffe alles in einem Beitrag zu erklären und musste feststellen – nein, schaffe ich nicht. Deswegen hab ich das Thema in mehrere Kapitel aufgeteilt. Ich werde versuchen, parallel zu den Beiträgen auch Videos zu machen und auf unserem Youtube Channel „Belle Family“ hochzuladen. In der Einführung gehe ich allgemein auf die Solaranlage ein und schneide alle Themen etwas an. Dann werde ich mich in den nächsten Beiträgen Stück für Stück voran arbeiten. Auf geht´s.
 
Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, wünscht sich besonders, unabhängig und autark zu sein. Will man nicht auf Luxus verzichten, hat man schnell viele Geräte mit sich, die nur mit Strom funktionieren. Ohne gescheite Solaranlage kommt man schnell zu der Feststellung, dass die Bordbatterie, die ohnehin schon serienmäßig zu klein ist, schon nach einem Tag leer ist. Also sollte man, bevor man die Langzeitreise startet, eine vernünftige Solaranlage installieren oder installieren lassen.
Gute Vorbereitung erleichtert die Planung
Eine Solaranlage besteht aus vielen Komponenten. Seid ihr in dem Bereich Elektrik und Solaranlagen nicht vertraut, solltet ihr evtl. vorab etwas Recherche betreiben, um euch etwas in das Thema einzuarbeiten. Es geht natürlich einfacher, indem ihr zu einem Wohnmobil Fachmann geht und euch eine Solaranlage einbauen lasst. Dann könnt ihr aber davon ausgehen, dass ihr tief in die Tasche greifen müsst. Entscheidet ihr euch, selber Hand anzulegen, dann könnt ihr viel Geld sparen.
 
Stellt euch vorab erst mal folgende Fragen:

– In welchen Ländern werde ich unterwegs sein?

– Wie viel Platz hab ich auf dem Dach für Solarpanels?

– Will ich starre Solarpanels oder flexible?

– Wie hoch wird mein Stromverbrauch sein?

– Wie viel Geld bin ich bereit für eine Solaranlage auszugeben?

– Habe ich viel oder wenig Platz für eine große Batterie?

– Wie viel soll die Solaranlage max. wiegen bei meiner Zuladung?

– Reicht mir vielleicht auch nur ein fatbares Solarpanel?

– Nehme ich große oder kleine Stromverbraucher mit?

– Welche Art von Batterie soll ich einbauen?

 

Aus welchen Komponenten besteht eine Solaranalge?

Solarpanels

Fangen wir zuerst bei dem Dach an, auf dem sich normalerweise die Solarpanels* befinden. Es gibt verschiedene Arten von Solarpanels. Solarpanels aus Polykristallin oder Monokristallin. Es gibt normale starre Panels, aber auch leichte flexible, sowie faltbare Panels. Dann gibt es Panels, die mit hoher Spannung arbeiten oder mit niedrieger Spannung arbeiten. Man kann die Panels in Reihe anklemmen oder parallel anklemmen.

Laderegler

Nach den Panels kommt der Laderegler*, an den die Panels angeschlossen werden. Es gibt viele Laderegler von günstig bis teuer. Wichtig ist, dass der Laderegler sowohl zu den Panels, als auch zu der Batterie passt. Es gibt zwei Arten von Ladereglern: PWM– und MPPT-Laderegler. Ich rate euch vom PWM-Laderegler ab. Es ist eine veraltete Technik und hat m.E. NIX an der Solaranlage im Wohnmobil zu suchen.

Bordbatterie

Als Nächstes wird die Bordbatterie* am passenden Laderegler angeklemmt. Wie bei den Panels und den Ladereglern, gibt es natürlich auch verschiedene Batterien. Es gibt Blei-Säure-Batterie, Gel-Batterie, AGM-Batterie, Blei-, Kristall-Batterie und die Lithium-Batterie. Jede von diesen Batterien hat seine eigenen Eigenschaften. Da müsst ihr abwägen, welche von den Batterien am besten zu eurem persönlichen Verbrauch passt.

 

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Batterieschutz

Die Batterie muss noch geschützt werden, und zwar vor Überspannung und Unterspannung. Zwischen der Batterie und den Verbrauchern kommt ein Battery Protect auf den Pluspol. Der Battery Protect* schützt die Batterie vor Unterspannung und Überspannung. Tritt einer dieser Fälle ein, wird durch den Battery Protect die Batterie von Verbrauchern getrennt.

Batteriemonitor

Es ist immer wichtig zu wissen, wie viel Prozent Kapazität noch in der Batterie vorhanden ist, oder mit wie viel Strom die Batterie im Augenblick belastet wird. Dafür kommt ein Batteriemonitor* zum Einsatz. Dieser wird mit einem Shunt (Nebenanschluss) zwischen der Batterie und den Verbrauchern auf dem Minuspol angeschlossen.
 
Der Batteriemonitor misst über den Shunt alle Ströme, die in die Batterie rein und raus gehen. Dadurch ist es möglich, festzustellen, wie viel Kapazität in der Batterie noch vorhanden ist. Hat man keinen Batteriemonitor, kann man nur die Spannung von der Batterie messen und das hat keine Aussagekraft, ob die Batterie noch 80 %, 50 % oder noch 20 % hat.
 
Merkt euch: Die Spannung der Batterie hat NIX mit der Kapazität der Batterie zutun. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

 

Spanungswandler

In der Regel ist in allen Wohnmobilen ein 12V System vorhanden. Da aber manche elektrische Geräte 230V benötigen, um zu funktionieren, brauchen wir einen Spannungswandler*. Der Name sagt ja schon alles aus. Der Spannungswandler wandelt die 12V in 230V um. Von den Spannungswandlern gibt es zwei Sorten. Einmal der mit modifizirter Sinuswelle und einmal der mit reiner Sinuswelle. Die Auswahl ist natürlich groß, von 100W bis 5000W ist alles dabei. FINGER WEG von billigen Spannungswandlern.

 

Umschaltstation/ Netzvorrangschaltung (Optional)

 
Kommt es zu dem Fall, dass ihr euch an Landstrom anschließen wollt, dann braucht ihr eine Umschaltstation mit einer Netzvorrangschaltung*. Mit dieser Box ist es möglich Landstrom anzuschließen, obwohl im Wohnmobil der Stromkreis über den Spannungswandler läuft. Sobald ihr die externen 230V anschließt, sperrt die Box die 230V von dem Spannungswandler und gibt die 230V vom externen Netz frei. Ab diesem Zeitpunkt laufen alle eure elektrischen Geräte über das externe Netz.

 

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Ladegerät 230V auf 12V (Optional)

Seid ihr an Landstrom angeschlossen, könnt ihr eure Bordbatterie mit einem extra Ladegerät* über das externe Netz laden. Mit „autark“ stehen hat das natürlich wenig zutun, aber es könnte ja mal vorkommen, dass ihr euch 1 – 2 Wochen zu anderen Familien gesellt, die auf Campingplätzen stehen und der Stromanschluss inklusiv ist. Mit einem extra eingebauten Ladegerät könntet ihr euch dann auch ruhig einen schönen Schattenplatz suchen.
 

 

Ladebooster (Optional)

Optional könnt ihr zusätzlich zu den Solarmodulen einen Ladebooster* einbauen. Der Ladebooster lädt die Batterie über die Lichtmaschine während der Fahrt auf. Das ist eine zusätzliche Lösung, wenn ihr keine ausreichende Fläche für die Solarpanels habt.
 

 

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Das ist meine Solaranlage

Meine Anlage besteht aus zwei Panasonic HIT 330 Modulen. Ergeben zusammen 660Wp. Bei guter Bedienung kommen auch 700W zustande. Die sind an dem SmartSolar 100/50* Laderegler angeklemmt. Der SmartSolar 100/50 Laderegler ist mit meiner selbst gebauten 300Ah Lithium-Batterie verbunden. Auf dem Pluspol vor den Verbrauchern befindet sich der Battery Protect BP/220*. Auf dem Minuspol vor den Verbrauchern ist der Batterie Monitor BMV 712* vorhanden. Und zum guten Schluss habe ich einen 3000W Spannungswandler* mit reiner Sinuswelle von Solartronics.

Der Gesamtwert dieser Komponente beläuft sich auf 3.700 €. Hört sich erst mal teuer an, aber ihr müsst bedenken, dass alleine schon eine 300Ah Lithium-Batterie von z.B. Victron 3.416 € kostet. Meine selbst gebaute Batterie hat im Vergleich „nur“ 1.950 € gekostet.

Natürlich kommen noch Kleinigkeiten dazu, wie Kabel, Verteilerdosen, Kabelkanal, verschiedene Verschraubungen, Sicherungen usw. All diese Kleinigkeiten bekommt man auch eigentlich immer ganz günstig im Internet. Eigene Arbeitsstunden werden nicht mit eingerechnet, man macht es ja für sich. Würde man meine Anlage bei einem Wohnmobil Fachmann machen, dann wärt ihr bei ca. 6.000 € bis 7.000 € los. Wenn ihr euch das zutraut, dann packt die Sache selber an. Ihr werdet am Ende viel Geld sparen. Und noch etwas: Meine Anlage ist auf unsere persönlichen Bedürfnisse ausgelegt. Die Anlage muss natürlich nicht so teuer sein. Es geht günstiger. Habt ihr keinen großen Strombedarf, dann kommt ihr auch unter 1.000 € hin.

Stromverbrauch

Auswertung Stromverbrauch

 

Bevor ihr überhaupt darüber nachdenkt, was ihr an Komponenten braucht, solltet ihr in erster Linie ca. ausrechnen, was ihr pro Tag an Strom verbrauchen werdet.
 
Der Verbrauch von Strom wird in Wh (Watt pro Stunde) angegeben. An jedem elektrischen Gerät steht, wie viel W (Watt) es benötigt, um zu funktionieren. Diese Einheit wird dann mit der Zeiteinheit h (Stunde) multipliziert.
 
Zum Beispiel: Ihr arbeitet regelmäßig mit einem Laptop fünf Stunden pro Tag. Der Laptop benötigt 50W.
 

50W * 5h = 250Wh (Watt pro Stunde)

 

Das bedeutet, ihr braucht allein schon für den Laptop 250Wh pro Tag. Das müsst ihr für alle elektrischen Geräte ausrechnen und addieren. Dann habt ihr den ungefähren theoretischen Tagesverbrauch, den ihr benötigt. Denkt dran, dass sich im Wohnmobil auch elektrische Geräte befinden, wie Gasheizung, Gaskühlschrank (Absorber), Wasserpumpe, wo auch Elektronik vorhanden ist.

wohnmobil autark machen

Allgemein gibt es auch einen Standby-Verbrauch der elektrischen Geräte. Ich hab z.B. einen Standby-Verbrauch von 400Wh am Tag, ohne dass ich was mache. Die 400Wh könnt ihr so in eure Rechnung übernehmen. Das wird von Wohnmobil zu Wohnmobil ungefähr gleich sein.

Wenn ihr den Tagesverbrauch ausgerechnet habt, könnt ihr euch die passende Bordbatterie aussuchen. Sagen wir mal, wir haben einen Tagesverbrauch von 1kWh pro Tag (1kWh = 1000Wh). Dazu kommen die unterschiedlichen Wetterbedingungen, je nachdem, in welchem Land man sich befindet. Es ist nicht immer wolkenfrei, es kann mehrere Tage kaum die Sonne scheinen und in der Winterzeit geht die Sonne früher unter. Also sollte man noch eine Reserve einrechnen.

Also nehmen wir die 1kWh x 2, wir kommen auf 2kWh, damit ist die Möglichkeit gegeben, dass man ein paar Tage ohne viel Sonne auskommt.

Auf den Batterien steht aber nix von kWh. Da steht z.B. in der Regel drauf, dass es eine 12V (Volt) Batterie ist und 100Ah (Amper pro Stunde) hat. Wie kommen wir auf kWs? Wir nehmen die 12V und multiplizieren sie mit 100Ah:

12V × 100Ah = 1200Wh = 1,2kWh

 

Wir sehen jetzt, dass das für unseren Verbrauch zu wenig ist. Also nehmen wir unsere 2kWh und dividieren sie durch 12V:

2000Wh ÷ 12V = 166,66Ah

 

So, jetzt denkt sich der eine oder andere: Ich kauf mir einfach eine größere Batterie, sprich 200Ah und damit ist es erledigt. ABER so einfach ist es nicht. Ihr müsst nämlich wissen, dass die Blei-Säure-Batterie, Gel Batterie und AGM Batterie nur im Idealfall 40 % (normal 30 %) der Kapazität zu Verfügung steht und das gleichzeitig bei geringerer Zykluszahl. Man kann den Batterien noch mehr Kapazität entnehmen, aber dann wird die Lebensdauer dieser Batterie extrem verkürzt. Wir müssen die 40% mit berücksichtigen. Das bedeutet:

200Ah × 0,4(40%) = 80Ah × 12V = 960Wh = 0,96kWh

 

Diese 200Ah Batterie würde noch so eben mal euren Tagesbedarf decken, aber für Reserve wäre nix mehr da. Ein paar Tage schlechtes Wetter und ihr steht ohne Strom da. Um die 2kWh zu decken bräuchte man 2 Batterien von dieser Sorte. Sprich:

2 × 200Ah = 400Ah × 0,4(40%) = 160Ah × 12V = 1920Wh = 1,92kWh

 

Das würde schon reichen – natürlich mit guten Solarplatten auf dem Dach. Bei einer Lithium-Batterie sieht es schon anders aus. Der kann man ohne Bedenken 80% Kapazität entziehen. Von dieser Sorte Batterie würde eine 200Ah Lithium Batterie reichen. Kommen wir zu der Rechnung:

200Ah × 0,8(80%) = 160Ah × 12V = 1920Wh = 1,92kWh

 

Die Lithium-Batterie ist natürlich auch teurer, aber wiederum hat sie bessere Eigenschaften. Die Zykluszahl ist viel höher. Die Batterie kann viel höhere Ströme aufnehmen und abgeben. Außerdem wird die Lithium-Batterie bei hohen Strombelastungen nicht heiß. In diesem Fall wäre sie sogar 75 % leichter als die zwei Batterien. Anstatt 120 kg nur 30 kg.

Schlusswort

Das war Teil 1 die Einführung. Im zweiten Teil gehe ich auf die verschiedenen Solarmodule ein, wo sind die Vorteile, wo die Nachteile und welche Module für euch besser geeignet sind.

Danke, dass ihr diesen Artikel gelesen habt. Wenn euch dieser Artikel und die Videos gefallen haben, würden wir uns sehr darüber freuen, wenn ihr uns unterstützt, indem ihr unseren Youtube-Kanal abonniert. Möchtet ihr sofort darüber informiert werden, wenn der nächste Teil dieser Serie rauskommt, dann aktiviert die Glocke, die sich neben dem Abonnier-Button befindet.

Viele Grüße

   Andi

 

 

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Weltreise finanzieren

Vorzeitige Reiseplanung

Man entscheidet nicht einfach eine Langzeitreise zu machen, lässt alles stehen und liegen und reist los. So ein großer Schritt benötigt eine gut überlegte Vorplanung. Gerade, wenn man Kinder hat, für die man Verantwortung trägt, sollte man nicht einfach ohne finanziellen Background losfahren. Bei uns kam der Gedanke mit unseren Kindern auf Langzeitreise zu gehen ca. zwei Jahre vor Reiseantritt, als wir uns gerade bei einem Freilerner-Campingwochenende befanden. Unser erstes Mal Campen überhaupt und es hat uns gleich gut gefallen, trotz des regnerischen Wetters. Ein Jahr vor Reisestart, haben wir uns dann intensiv mit der Reiseplanung beschäftigt. Da kam bei uns dann auch die Frage auf, ob wir unsere Mietwohnung sicherheitshalber behalten sollen oder nicht. Wir haben uns schlussendlich dagegen entschieden, weil das nur unnötige Kosten gewesen wären.

Habt ihr eine Eigentumswohnung oder ein Haus, könnt ihr ganz anders an die Sache herangehen. Entweder ihr vermietet euer Eigentum während der Zeit eurer Reise, oder ihr verkauft es und nutzt den Erlös für eure Reise. Um unser Reisepolster zu vergrößern, haben wir bspw. unser gesamtes Mobiliar verkauft, da wir uns die unnötigen Lagerkosten sparen wollten. Außerdem wissen wir ja gar nicht, ob die alten Möbel in eine zukünftige Wohnung passen würden. Abgesehen davon verlieren sie über die Zeit ja auch an Wert. Letzteres haben wir schmerzhaft am eigenen Leib erfahren müssen, als wir unsere teuer und neu erworbenen, erst drei Jahre alten Möbelstücke vor unserer Reise verkauft haben. Mit einem so hohen Wertverlust haben wir bei manchen Möbelstücken nicht gerechnet.

Wichtig bei der Vorplanung eurer Reise ist es auch, vorab die Reisekosten einzukalkulieren, die auf euch zukommen. Wie hoch unsere Reisekosten als 5-köpfige Familie plus Hund sind, könnt ihr in unserem Beitrag „Unsere monatlichen Ausgaben“ nachlesen. Gehen wir nun vorab darauf ein, wie ihr möglichst viel Geld für eure Reise ansparen könnt.

Prioritäten setzen

Möglichst alle unnötigen Kosten reduzieren

Ein wichtiger Punkt, wenn man sich eine Langzeit- oder Weltreise finanzieren will, ist in erster Linie Prioritäten setzen. Möchtet ihr lieber ständig hippe Klamotten kaufen, schick Essen gehen, öfter mit Freunden ins Kino oder möglichst viel Geld für eure Reise an die Seite legen, um euch euren Traum baldmöglich verwirklichen zu können? Euer Traum kann wahr werden, wenn ihr beginnt an richtiger Stelle Prioritäten zu setzten und anfangt, möglichst ALLE unnötigen Ausgaben zu reduzieren, wie z.B.:

  • Auswärtsaktivitäten (Restaurant- und Kinobesuche, etc.)
  • Kosmetik
  • Dekoartikel
  • Kleidung
  • Süßigkeiten
  • unnötige Verträge kündigen (Fitnessstudio-, Mobil-, Versicherungsverträge etc.)
  • Wellness
  • Technikartikel

Das soll nicht bedeutet, dass ihr nur noch verzichten sollt. Auf schöne Ausflüge mit euren Kindern zum Beispiel. Hin und wieder schwimmen gehen, ins Museum oder in einen Freizeitpark, mal ein Eis essen etc. oder eben Dinge, die euch und euren Kindern Freude bereiten – alles gut und schön! Aber im Allgemeinen wäre es von Vorteil, kostspielige Aktivitäten und Ausgaben zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Muss es unbedingt die teure Schminke von Douglas sein oder reicht auch die von DM?

Viel Geld ausgeben für teure Markenkleidung oder einfach mal bei C&A einkaufen? Dazu vorher abwägen, ob man

 

WIRKLICH

WIRKLICH

WIRKLICH

 

neue Kleidung braucht oder der Kleiderschrank vor lauter Kleidung schon auseinanderzubrechen droht.

Einen schönen Film im Kino anschauen oder einen gemütlichen Filmabend Zuhause machen?

Braucht man wirklich zwei Autos oder würde auch eines ausreichen? Wir bspw. hatten nur ein Auto. Die Arbeitsstelle war optimal an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden. Alleine damit haben wir schon einiges an Geld gespart. Wie viel Geld ihr euch mit dem Verzicht auf unnötige Dinge ersparen könnt, liegt in eurem Ermessen, auf wie viel ihr bereit seid zu verzichten.

Bremst euch vor unnötigem Konsum

Befreit euch von Dingen, die ihr nicht mehr braucht

Viele Leute tun sich schwer damit, sich von Dingen zu trennen, an denen ihr Herz gewachsen ist. War bei uns genauso. Nichtsdestotrotz wussten wir, dass wir uns von vielen Dingen einfach trennen müssen, weil wir zum einen nicht wussten, wo wir all die Sachen unterbringen sollten und zweitens einfach möglichst viel Geld für die Reise sparen wollten. In unserem Fall haben wir einfach alles verkauft, was wir nicht mehr brauchten:

 

  • Unsere Möbel
  • Bücher (Gebrauchte Bücher verkaufen bei momox.de oder büchermaxe.de)
  • Küchenausstattung
  • Dekoartikel
  • Gut erhaltene Kleidung
  • Spielzeug
  • Unser geliebtes Auto etc.

 

Ob ihr, wie wir es getan haben, all euer Hab und Gut verkaufen wollt, liegt natürlich auch daran, wie lange ihr eure Reise plant. Wenn ihr gedenkt nach einem Jahr wieder sesshaft zu werden, lohnt es sich vielleicht eher, seine Sachen einzulagern, damit man sich nicht wieder alles neu einkaufen muss. Wenn ihr OpenEnd reisen wollt, macht es evtl. schon Sinn, den Großteil, wenn nicht alle eure Sachen, die finanziell noch was reinbringen und die ihr nicht mit auf die Reise nehmen wollt, zu verkaufen. In unserem Fall haben wir wirklich alles, aber auch ALLES verkauft, was es nur zu verkaufen gab, um uns ein möglichst großes finanzielle Polster aufzubauen.

Zusätzliche Einnahmen zur Reisefinanzierung

In unserem Fall konnten wir unser Gehalt durch Mehrarbeit (Wochenendschichten) gut aufstocken. Das bedeutete allerdings, dass weniger Zeit für die Familie übrig blieb – zumindestens für den Papa. Wer diese Möglichkeit nicht hat, aber evtl. noch ein paar offene Zeitfenster in der Woche übrig hat, könnte sich mit einer kleinen Nebenjobtätigkeit die Reisekasse zusätzlich etwas auffüllen. Bei einer Familie mit Kindern ist das natürlich leichter gesagt als getan. Speziell, wenn man sich für ein Familienleben ohne Fremdbetreuung entschieden hat, wie in unserem Fall. Aber auch da gibt es Alternativen, die es ermöglichen von Zuhause aus Geld zu verdienen. So haben wir bspw. 2015 für uns eine Möglichkeit gefunden, online ein zusätzliches passives Einkommen mit dem Aufbau von Webseiten zu regenerieren.

Internet sei Dank, gibt es viele verschiedene Alternativen, ortsunabhängig sein Geld zu verdienen. Beispielsweise damit, sich eine eigene Webseite aufzubauen. In den nächsten Punkten wollen wir darauf eingehen, wie ihr mit einer eigenen Webseite Geld verdienen könnt.

Weltreise finanzieren mit Affiliate-Marketing

Was ist Affiliate-Marketing? Affiliate-Marketing ist, wie der Name schon sagt, Empfehlung-Marketing. Viele bekannte Unternehmen, wie amazon, ebay, IKEA, OTTO und viele andere, bieten Partnerprogramme an. Wenn man nun über seine Webseite Produkte über ein jeweiliges Partnerprogramm empfiehlt, bekommt man für jedes verkaufte Produkt, welches über seinen persönlichen Partnerlink verkauft wurde, eine Provision von 1 – 10 %. Je nachdem was man verkauft. Für den Käufer wird das Produkt dadurch aber nicht teurer. Habt ihr bspw. eine Partnerschaft mit IKEA und jemand kauft über eure Seite ein Möbelstück für 500 €, dann könnt ihr mit einer Provision von 10 % rechnen, sprich 50 €. Das klingt natürlich erst mal toll und nach leichtem Geldverdienen. Wenn man sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und alles richtig macht, kann man sich mit Affiliate-Markting ein gutes passives Einkommen ermöglichen. Falls ihr mehr zum Thema Affiliate-Marketing wissen wollt, dann hinterlasst uns gerne ein Kommentar.

 

Eigene Produkte vertreiben

Hast du ein Thema für eine Webseite gefunden, kannst du über diese auch eigene Produkte vertreiben, wie

 

  • E-Books
  • Video-Kurse
  • Beratung
  • Eigene Produkte
  • Fotografie etc.

Ein eigener Blog

Über einen eigenen Blog, kann man alle o.g. Aspekte miteinander vereinen. Man muss allerdings am Ball bleiben. Ein Blog will regelmäßig gepflegt werden, damit die Einnahmen kommen. Man muss viel Geduld mitbringen. Ein Blog baut sich langsam auf. Dementsprechend dauert es auch etwas länger, bis die ersten Einnahmen fließen.

Weltreise finanzieren

Ortsunabhängig Geld verdienen als Freelancer

Eine weitere Möglichkeit, sich eine Weltreise zu finanzieren und ortsunabhängig Geld zu verdienen ist ein Freelancer zu sein.
Was ist ein Freelancer? Ein Freelancer ist eine Person, die ortsunabhängig selbstständig arbeitet. Möchtet ihr euch eure Reisekasse etwas auffüllen, gibt es im Internet zahlreiche Unternehmen, die in den verschiedensten Bereichen Freelancer suchen. Beispiele für typische Freelancer-Arbeiten sind:
 
  • Übersetzung (z.B. deutsch-englische Geschäftskorrespondenz)
  • Onlineassistenz
  • Kunden E-Mails beantworten
  • Buchhaltungstätigkeiten
  • Design (z.B. Logos, Webseiten oder Grafiken erstellen)
  • Programmierung (z.B. Apps, Webseiten)
  • Texte für Blogger oder Unternehmen erstellen

Social Media Assistent

Social Media Assistenten pflegen regelmäßig die Social Media Accounts von Kunden oder Unternehmen.

 

Projektmanagement

Das Initiieren, Planen, Steuern, Kontrollieren und Abschließen von Projekten.

 

Wenn ihr Interesse daran habt, euch nebenher ein Einkommen als Freelancer zu schaffen, um euch eure Reise finanzieren zu können, schaut mal bei Portalen wie Freelancer.de, twago.de oder fiverr.com vorbei. Vielleicht ist ein passendes Angebot für euch dabei.

 

Weitere Möglichkeiten für eine

Weltreise Finanzierung

Eigene Produkte auf Märkten verkaufen

Wir haben auf unserer Reise schon einige Menschen kennengelernt, die selbstdesignten Schmuck, Dekoartikel und Handwerkskunst aller Art auf Märkten verkaufen und mit dem Erlös ihre Reise finanzieren.

 

Arbeiten als Saisonarbeiter

Davon haben wir einige auf unserer bisherigen Reise kennengelernt. Familien, die den Sommer über in ihre Heimat fahren und einige Monate dort arbeiten, um ihre Reisekasse wieder aufzufüllen. Sei es, dass sie als Angestellte oder Arbeiter eine Tätigkeit ausführen, oder sich selbstständig gemacht haben und sich auf dem Markt zur Verfügung stellen.

Ist man als selbstständiger Saisonarbeiter unterwegs, fällt zwar Planung und Papierkram an; sprich, Auftragsabwicklung und Terminplanung, aber schlussendlich rentiert es sich finanziell besser, wenn man selbstständig arbeitet.

 

Angestellter im Homeoffice

Das muss wohl nicht näher erläutert werden.

Weltreise finanzieren

Resümee

So, jetzt haben wir euch verschiedene Beispiele aufgeführt, wie auch ihr euch eine Langzeitreise mit Wohnmobil oder Weltreise finanzieren könnt. Wie oben bereits erwähnt, ist es von Vorteil, Prioritäten zu setzen. Schränkt euch einfach etwas in eurem Konsumverhalten ein und immer schön die Preise vergleichen, denn Kleinfieh macht auch Mist.

Überlegt vor jedem Lebensmitteleinkauf genau, was ihr WIRKLCH braucht. Am besten, ihr schreibt euch immer eine Einkaufsliste. Und nie mit leerem Magen einkaufen gehen, sonst ist der Einkaufswagen schnell mit unnötigen Leckereien vollgepackt.

Möchtet ihr euch zusätzlich ein Einkommen aufbauen, um eure Reise zu finanzieren, werdet ihr unter den oben genannten Punkten sicherlich etwas finden, was für euch stimmig ist. Wer suchet der findet.

Wie sagte Konfuzius so weise?

„Wähle einen Beruf, den du liebst und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Das ist auch unser Ziel, worauf wir hinarbeiten.

Wir hoffen, wir konnten euch mit diesem Beitrag bei eurer Reiseplanung etwas weiterhelfen. Falls ihr noch weitere Fragen oder Anregungen habt, hinterlasst uns gerne ein Kommentar.

Viele liebe Grüße

  Belle &

               Andi

 

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Leben im Wohnmobil mit drei Kindern plus Hund – Unsere monatlichen Ausgaben

Leben im Wohnmobil mit drei Kindern plus Hund – Unsere monatlichen Ausgaben

Wieviel gebt ihr im Monat aus?“

Das ist eine der mit am häufigsten gestellten Fragen, die wir euch heute gerne beantworten möchten. Vorab müssen wir sagen, dass die Ausgaben von Familie zu Familie unterschiedliche sein können. Folgende Punkte spielen dabei eine Rolle:

  • Die Lebensunterhaltskosten (inkl. Spritkosten) können stark variieren, je nachdem, wo ihr gerade seid. In Norwegen und der Schweiz bspw. sind die Kosten sicherlich um einiges höher als in Frankreich, Spanien oder Portugal. Nach den Erfahrungsberichten von anderen reisenden Familien, sind die Lebensunterhaltskosten in Ländern wie Marokko oder Iran noch günstiger als in oben genannten.

 

  • Zudem kommt es auf die jeweiligen persönlichen Ansprüche an, wie viel man monatlich ausgibt. Geht ihr gerne auswärts essen oder kocht ihr lieber selbst? Kauft ihr Bio-Lebensmittel oder „normale“? Lebt ihr vegan oder seid ihr, wie unser Sohn es zu sagen pflegt „Fleischfresser“? Obst und Gemüse sind teurer als Fleisch. Ebenso können die Preisunterschiede in den verschiedenen Discountern oder auf Märkten auch sehr variieren. Das ist nicht anders als in Deutschland. Dazu kommt, ob ihr euch zwischendrin mal etwas Gutes gönnt, Geld für Freizeitaktivitäten ausgebt, euch zwischendurch neues Sportequipment, Kleidung, Spielzeug für die Kinder etc. kauft. Das summiert sich halt alles.

 

  • Die Summe der monatlichen Ausgaben hängt auch stark davon ab, wo ihr mit eurem Wohnmobil stehen möchtet. Steht ihr hauptsächlich frei, fallen dementsprechend keine Kosten an. Bevorzugt ihr Stellplätze, können die Preise/Nacht, je nachdem wo ihr euch befindet, auch stark voneinander abweichen. Im Raum Frankreich, Spanien, Portugal, haben wir über die App Park4Night auf unserer Route verglichen, dass die Parkgebühren bei kostenpflichtigen Parkplätzen oder Stellplätzen zwischen 3 – 18 € lagen. Campingplätze sind noch teurer.

 

  • Auch die Reisegeschwindigkeit und dementsprechend die Spritkosten können sich stark voneinander abheben. Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, wie hoch der Verbrauch/km eures Fahrzeuges ist. Wollt ihr in kurzer Zeit viel sehen und reist mit eurem Wohnmobil alle 2 Tage weiter, sind die Spritkosten natürlich höher, als wenn ihr zwei Wochen am Stück irgendwo an einem Ort verweilt und das Wohnmobil ausschließlich zum Einkaufen in Bewegung setzt.

 

  • Je nachdem, wann und in welches Land ihr reisen möchtet, müsst ihr auch den Gasverbrauch einkalkulieren. Fahrt ihr in kühlere Gegenden, füllt man häufiger seine Gasflaschen zum Heizen auf als in wärmeren Gefilden.

 

Was geben wir monatlich für Lebensmittel und Annehmlichkeiten aus?

Abgesehen davon, dass wir ab und an mal Fisch essen, leben wir hauptsächlich vegetarisch. Wir haben einen hohen Konsum an Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Kernen, Samen und Getreide. Unsere Lebensmittel kaufen wir (leider) hauptsächlich in Discountern wie Lidl und Aldi ein. Dabei achten wir auch sehr auf Angebote bei den Bio-Lebensmittel. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, gehen wir auch gerne auf die Märkte der Einheimischen, um frisches Obst und Gemüse zu bekommen. Die Parkplatzsuche stellt sich dabei oft schwieriger heraus als erwartet.

In seltenen Fällen gehen wir auch mal in teureren Lebensmittelketten einkaufen, wenn wir z.B. nach speziellen Sachen suchen oder nach Bastelmaterial für die Kinder. Unsere Lebensmittelkosten liegen bei 670 €/Monat. Das Futter für unseren Hund kostet uns monatlich 80 €. Nebenbei erwähnt sind, nach unseren persönlichen Erfahrungen, die Lebensmittel- als auch Spritkosten in Spanien günstiger als in Frankreich und in Portugal.

Annehmlichkeiten wie Restaurantbesuche sparen wir uns, da es für uns mit drei Kinder eher anstrengend ist auswärts zu essen. Da bevorzugen wir es lieber in Ruhe im Wohnmobil zu essen, während unsere kleine Milou auf dem Tisch herumtanzt. Ab und zu kaufen wir den Kindern auch mal ein Eis, neues Spielzeug, Sportequipment oder geben Geld für Freizeitaktivitäten wie Wasserparks oder Museumsbesuche aus. Auch neue Kleidung fällt immer wieder mal an. Vor allen Dingen bei den Kleinen, wenn sie mal wieder einen Wachstumsschub durchgemacht haben. Diese monatlichen variablen Kosten belaufen sich bei uns auf ca. 230 €. Das ist aber von Familie zu Familie unterschiedlich und auch bei uns mal mehr, mal weniger.

Ausgaben für Stellplatzgebühren

Wir haben keinerlei Ausgaben für Stellplatzgebühren, da wir ausschließlich frei stehen. Auf unserer bald einjährigen Reise haben wir nur zwei Mal auf einem kostenpflichtigen Stellplatz geparkt. Das eine Mal sind wir gerade in einer Kolone gefahren, welche einen gewissen Stellplatz anstrebte. 10 € mussten wir für eine Nacht bezahlen, die wir uns gerne gespart hätten, zumal wir diesen Stellplatz niemals angefahren hätten, wenn wir alleine unterwegs gewesen wären. Beim zweiten Mal haben wir eine Nacht für 7 € neben Freunden gestanden, die auf einem Stellplatz standen, weil der kostenfreie Parkplatz nebenan nicht kindgerecht und stark befahren war. Stellplätze sind nicht unser Ding. Wir mögen es nicht eng an eng zu stehen, sodass man beim Öffnen der Tür seinem Wohnmobil-Nachbarn direkt den Morgenkaffee anreichen kann. Wir lieben es frei zu stehen und haben uns somit zusätzlich viele Kosten gespart.

Wie hoch sind unsere Spritkosten?

Zu Beginn unserer Reise sind wir noch ziemlich zügig gereist. Die Blätter begannen langsam in ihrer bunten Farbenpracht von den Bäumen zu segeln, der Herbst und Winter standen vor der Tür. Wir wollten rechtzeitig in den wärmeren Gefilden ankommen, also drückten wir auf das Gaspedal. Demzufolge waren unsere Spritkosten zu Beginn der Reise etwas höher. Seit wir im Süden angekommen sind, hat sich unser Reisetempo sehr verlangsamt. Wenn uns ein Ort mit seiner Magie förmlich anzieht, kann es auch mal vorkommen, dass wir die Zeit um uns herum total vergessen und mehrere Wochen an ein und demselben Ort verweilen. Im langsam reisenden Zustand belaufen sich unsere Spritkosten auf ca. 160 €/Monat. Das entspricht ca. 2 Tankfüllungen mit denen wir ca. 800 km fahren können. Die Kosten können natürlich, wie oben erwähnt, je nach Fahrzeug und Verbrauch variieren. Unsere Emma schluckt bspw. 16l/100 km. Außerdem kommt es auch auf die Reisegeschwindigheit an. Wenn wir, für unsere Verhältnisse, schnell unterwegs sind, belaufen sich unsere Spritkosten auf ca. 320 €/Monat. Das entspricht ca. 1850 km/Monat.

Unsere Gaskosten

Wenn wir uns in warmen Gefilden aufhalten und es viele Sonnetage gibt, reicht uns eine Gasflasche/Monat, da unser Kühlschrank tagsüber hauptsächlich über Solar betrieben wird. Das sind dann 15 € für eine Gasfüllung. Wenn wir im Winter heizen müssen, kann es auch schon mal auf 60 €/Monat kommen.

Fixkosten

Unsere Fixkosten summieren sich aus:

  • 2x Handyverträge (60 GB Datenvolumen EU weit): 50 €
  • KFZ Steuer: 33 €
  • Vollkaskoversicherung: 65 €
  • Haftpflichtversicherung (Familienversicherung): 8 €
  • Auslandskrankenversicherung: 180 €

Das macht insgesamt 336 €/Monat. Krankenversicherung müssen wir momentan nicht zahlen, da wir uns in Elternzeit befinden.

Es fallen natürlich ab und an auch mal Kosten für Reparaturen an. Die können wir in die Berechnung nicht mit einkalkulieren, weil es von Wohnmobil zu Wohnmobil Glückssache ist. Da ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn man für solche Fälle Rücklagen hat. Überraschende Mehrkosten können immer entstehen. Wir hatten bspw. richtig Pech mit unserer Emma: In den ersten vier Monaten hatten wir mehrere tausend Euro an Reparaturkosten. Das tut weh, aber ist nun Vergangenheit. Man muss immer nach vorne schauen.

Unsere monatlichen Ausgaben

Auf einen Blick

Insgesamt belaufen sich unsere monatlichen Kosten auf ca. 1651 €. Diese Summe ist nur ein Richtwert für eine 5-köpfige Familie mit Hund. Das varriiert von Familie zu Familie, je nach den jeweiligen persönlichen Bedürfnissen, Anzahl der Familienmitglieder und Fahrzeug, mit dem ihr unterwegs seid. Wir haben auch Familien kennengelernt, die weniger ausgeben als wir.

Wir hoffen, wir konnten euch mit diesem Beitrag etwas weiterhelfen. Falls ihr noch Fragen oder Anregungen habt, schreibt sie uns gerne in die Kommentare.

Viele liebe Grüße

 

    Belle +

                        Andi

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