Sollte man Babys schreien lassen? 8 Gründe gegen das Schlaftraining

Sollte man Babys schreien lassen? 8 Gründe gegen das Schlaftraining

Babys schreien lassen? Was passiert mit Kindern, die unter dieser grausamen Methode einschlafen müssen?

Wenn ich sogenannte „Ratgeber Bücher“, wie „Jedes Kind kann schlafen lernen“ im Buchhandel entdecke, verstecke ich sie direkt hinter den anderen Büchern. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum dieses Buch bis heute ein Bestseller ist. Jedes verkaufte Buch, welches Eltern dazu berät, ihr Baby in den Schlaf schreien zu lassen, ist für mich persönlich eines zu viel.

Genauso hat mir ein Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm „Elternschule“ förmlich das Herz zerrissen (und nicht nur dieser), indem eine Mutter in einer Gelsenkirchener Klinik dazu „genötigt“ wurde, mit ihrem Kleinkind ein Schlaftraining durchzuziehen. Das unbeschreibliche Leid des Kindes und seiner Mutter war für mich einfach nur grausam und absolut nicht in Worte zu fassen.

Ja, auch einige Kinderärzte empfehlen Eltern, ihre Kinder „kontrolliert schreien“ zu lassen. So sollen die Kleinen lernen, alleine ein- und durchzuschlafen. Viele Bindungsforscher und -wissenschaftler kritisieren diese Methode, Kinder in den Schlaf zu „begleiten“ allerdings sehr.

Denkt ihr darüber nach für euer Baby ein Schlaftraining auszuprobieren, weil aktuelle Medienberichte behaupten es sei unbedenklich? Hier sind 8 Gründe, warum ihr es lassen solltet. Alternativen zum Schlaftraining findet ihr unten im Beitrag.

1. Schlaftraining widerspricht dem natürlichen Babyschlaf

Diejenigen, die Schlaftrainings empfehlen, haben nicht verstanden, wie der natürliche Babyschlaf aussehen sollte. Babys und kleine Kinder schlafen nicht wie Erwachsene. Sie sind nicht dazu geschaffen und das aus sehr guten Gründen.

Niemand schläft durch! Egal in welchem Alter.

Wir alle schlafen in Zeitabschnitten auch „Schlafzyklus“ genannt. Bei jungen Babys beläuft sich dieser auf ca. 45 Minuten. Bei Erwachsenen auf ungefähr die doppelte Zeit. Am Ende jedes Schlafzyklus kann es sein, dass wir kurz leicht aufwachen, aber nicht komplett. Unbemerkt startet dann der nächste Schlafzyklus. Manchmal wachen wir auch richtig auf und es fällt uns sehr schwer zurück in den Schlaf zu finden. Während einer 8-stündigen Nachtruhe durchlaufen wir ca. 4 – 7 Zyklen. Bei Babys ist es nicht anders. Nur sind ihre Schlafzyklen viel kürzer als unserer. Es kann sein, dass sie bis zu 10 – 12 Mal die Nacht aufwachen. Das mag für die Eltern ermüdend sein, aber aus der Sicht des Babys ist es sehr von Vorteil:

 

  • Neugeborene verbringen fast den gesamten Schlaf im sogenannten „REM-Schlaf“ (Rapid Eye Movement = schnelle Augenbewegung). In dieser Phase gibt es Aktivitäten, die dem Wachzustand ähnlich sind. Das Gehirn ist sehr „aufgeweckt“. Es kommt zum Anstieg von Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz. Die Augen bewegen sich schnell, während die Lider geschlossenen sind. Die Skelettmuskulatur, die zur aktiven Bewegung benötigt wird, verfällt in einen so intensiven Entspannungszustand, dass es zu einer regelrechten Starre kommt. Eine Art „Schlaflähmung“, welche verhindert, dass intensive Träume körperlichen Bewegungen auslösen, die zu Verletzungen führen. Im REM-Schlaf wird besonders intensiv geträumt und das potenzielle Langzeitwissen wird gestärkt. Die Wissenschaft schließt daraus eine wichtige Rolle für die Entwicklung des zentralen Nervensystems. Das regelmäßige Aufwachen hält Babys sicher und schützt sie vor dem plötzlichen Kindstod. Vielversprechend tiefer und langer Schlaf ist unnatürlich und kann negative Konsequenzen haben. Mehr über den Schlafzyklus und seine Phasen findet ihr hier.

 

  • Babys haben außerdem einen eigenen Biorhythmus oder eine eigene „innere Uhr“. Das chemische Schlafsignal, welches uns alarmiert oder schläfrig macht, hängt von der Tageszeit ab. Babys unter vier Monate haben kein Gefühl für Tag und Nacht. Darüber hinaus beginnt ihr Biorhythmus auf einer ziemlich vergleichbaren Ebene zu funktionieren, wie die eines Erwachsenen. Auch wenn diese nicht völlig gleich sind und es sein kann, dass man noch bis ins Schulalter„Mitternachts Partys“ feiert – bis sich der Biorhythmus schlussendlich vollkommen eingependelt hat.

 

Einfach gesagt: Babys sind nicht dazu geschaffen, wie Erwachsene zu schlafen.

2. Schlaftraining übersteigt die Fähigkeiten von Babys

Schlaftraining setzt voraus, dass Babys so denken, wie Erwachsene – tun sie aber nicht! Wenn wir ängstlich, gestresst oder besorgt sind, sind wir in der Lage unsere Emotionen zu rationalisieren und uns selbst zu beruhigen. Zumindest die meisten von uns. Manche Erwachsene haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren. Ich bin sicher, ihr kennt ebenfalls jemanden, der schnell reizbar ist. Um unsere Emotionen zu regulieren, muss eine komplexe Kette neurologischer Ereignisse erfolgen, welches von einer hoch entwickelten Gehirnfunktion ausgeht. Babys verfügen nicht über diese hohe Gehirnfunktionalität. Ihre kleinen Gehirne brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Wenn wir nun den Versprechungen eines Schlaftrainings vertrauen und unser Baby auf sich allein gestellt lassen, sich „selbst beruhigen“ lassen, machen wir es gemäß der irrtümlichen Vermutung, dass diese kleinen Wesen es wirklich schaffen, ihre Emotionen selbst zu regulieren und ruhiger werden.

Das passiert aber nicht! Babys verbleiben in einem enormen Angstzustand, sie kommunizieren es nur nicht. Sie hören auf zu protestieren. Die kleinen scheinen leise zu sein, was aber nicht bedeutet, dass sie ruhig sind und schlafen gelernt haben. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge. Manche Babys sind von Natur aus ruhig, aber es ist wichtig, das nicht mit „Selbstberuhigung“ zu verwechseln.

 

Durch das Schlaftraining lernen die Kinder also nicht, sie schalten einfach nur ab. Und – kann ein Kind überhaupt schlafen lernen, wenn es zum Schlafen gezwungen wird? Wenn es vor Erschöpfung einschläft, weil einfach niemand auf sein Schreien reagiert?

Der Kinderarzt Herbert Renz-Polster und die Autorin Nora Imlau erklären in ihrem Buch “Schlaf gut, Baby”*, warum die Kinder wirklich aufhören zu schreien:

“Sie machen das, was alle Säugetiere tun, wenn sie in einer ausweglosen Situation feststecken: Sie werden stumm. Sie verfallen in das, was Biologen als Schutzstarre bezeichnen: Wer weder durch Kämpfen noch durch Fliehen weiterkommt, tut gut daran, Energie zu sparen. Und wer gelernt hat, dass sowieso keine Hilfe kommt, sollte nicht auch noch Raubtiere auf sich aufmerksam machen. Dass das Kind ruhig ist, heißt also noch lange nicht, dass es schlafen gelernt hat. Es hat gelernt, nicht zu protestieren.”

 

 

Karl Heinz Brisch, Bindungsforscher und Kinderpsychiater, bezeichnet diese Schutzstarre als dissoziativen Zustand. Das bedeutet: Die Kinder schalten einfach ab.

Brisch erklärt, wenn Kinder schreien und brüllen, aber nicht getröstet werden, sei das für die Kinder eine emotional traumatische Erfahrung.

Um sich vor dem emotionalen Schmerz und der Trauer zu schützen, schalteten Babys und Kleinkinder ihre Gefühle ab und spürten nichts mehr. Im Gespräch mit der HuffPost erklärt Brisch, der die Abteilung Kinderpsychosomatik im Dr. von Haunerschen Kinderspital an der Ludwig-Maximilians-Universität München leitet, weiter:

“Wenn man die Kinder schreien lässt, dann verankert sich bei ihnen das Gefühl ‘ich bin alleine, ich bin in Ohnmacht, ich bin in Panik, ich bin hier ausgeliefert und niemand kommt, ich werde sterben, weil ich ohne Hilfe nicht überleben kann’. Und dieses Gefühl von Panik und Ohnmacht ist nicht aushaltbar für die Babys. Deshalb dissoziieren sie, schalten ab. Und dann spüren die Kinder keine Angst mehr, keine Panik, keinen Hunger, keinen Durst mehr, gar nichts – sie melden sich gar nicht mehr.”

Diese Kinder liegen dann nachts wach im Bett, haben Angst oder Hunger, aber melden sich nicht. Babys und Kleinkinder, die sich daran gewöhnt haben sich nachts nicht zu melden, da sie schreien gelassen wurden, schlafen aber nicht etwa durch. Wie bei Punkt 1) bereits erwähnt, wachen sie, wie alle Babys auf der ganzen Welt nachts auf. “Diese Kinder liegen dann nachts wach im Bett, haben Angst oder Hunger, aber melden sich nicht”, sagt Brisch. Und weiter:

“Sie haben schon sehr früh gelernt, grundlegende, überlebenswichtige Bedürfnisse abzuschalten, sogar ihr Hungergefühl nicht mehr wahrzunehmen und deswegen auch nicht mehr zu weinen.”

3. Schlaftraining funktioniert nicht langfristig

Interessant ist die Untersuchung der Langzeitergebnisse des Schlaftrainings. Wenn ihr eurem Baby einem Schlaftraining unterzogen habt und eine kurzfristige Verbesserung des Schlafverhaltens erlebt habt, würdet ihr sicher erwarten, dass die Verbesserung länger als nur ein paar Monate anhält, nicht wahr? Das ist aber nicht das, was Schlafforscher herausgefunden haben. Eine groß angelegte Studie, die sich mit den Langzeiteffekten des Schlaftrainings befasste und zu beweisen versuchte, dass es keine negativen Auswirkungen hatte, ergab dennoch, dass das Schlaftraining auf lange Sicht keine positiven Effekte hatte.

 

Mit anderen Worten: Babys, die einem Schlafprogramm unterzogen wurden, schliefen im Endeffekt nicht anders, als Babys ohne Schlaftraining.

4. Schlaftraining funktioniert – wenn überhaupt – nur kurzfristig

Viele scheinen zu glauben, dass Schlaftraining immer funktioniert. Tut es nicht! Sarah Ockwell-Smith, Mutter von vier Kindern, ist eine bekannte Erziehungsexpertin und eine hoch angesehene, beliebte Erziehungsautorin, die sich auf die Psychologie und Wissenschaft der Erziehung, „sanfte Erziehung“ und Bindungstheorie spezialisiert hat. Hier findet ihr eine Reihe ihrer Bücher*. Sarah arbeitet im Jahr mit hunderten von Eltern, die oft Hilfe suchend zu ihr kommen, nachdem sie – erfolglos – mit konventionellen Schlaftrainern zusammengearbeitet haben.

Andere haben die Anweisungen eines Schlaftrainings-Buches befolgt und verstehen nicht, warum das Schlafprogramm bei ihrem Baby nicht funktioniert. In den meisten Fällen, hat sich der Babyschlaf durch das konventionelle Schlaftraining verschlechtert. Die Eltern befinden sich dann in einer schlimmeren Situation als vor dem Beginn des Schlaftrainings. Die meisten Schlafübungen beruhen darauf, dass der Drang des Babys, nach seinen Eltern zu rufen (zu weinen), wenn es einsam, erschrocken, ängstlich, hungrig etc. ist oder sich unbehaglich fühlt, gebrochen wird. Manchmal jedoch, ist der Drang und das Bedürfnis des Babys so stark, dass das Baby es nicht schafft still zu werden bzw. den Anschein erweckt beruhigt zu sein. Stattdessen können sie immer beunruhigter und verzweifelter werden, um ihre Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Einige Eltern haben eher den Eindruck, dass ihr Baby nach einem Schlaftraining anhänglicher geworden ist.

5. Schlaftraining kann das Vertrauen des Babys zu seinen Eltern zerstören

Als Eltern möchtet ihr sicherlich, dass euer Baby heranwächst und weiß, dass es euch absolut vertrauen kann. Genauso möchtet ihr wahrscheinlich, dass euer Kind weiß, dass ihr immer für es da seid und es mit all seinen Problemen zu euch kommen kann. Wie soll Schlaftraining positiv dazu beitragen? Wie soll Schlaftraining ihr Vertrauen in euch aufbauen?

Ganz im Gegenteil. Ihr nächtliches Weinen und Schreien mag anstrengend und lästig sein, aber sie weinen aus einem Grund – sie brauchen euch! Wenn ihr auf das Schreien eures Babys nicht mit der Beruhigung und der Befriedigung des jeweiligen Bedürfnisses reagiert (was nicht nur mit einem kurzen Streicheln und einem „schhhhhh“ getan ist), besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Vertrauen in euch sehr beeinträchtigt wird. Wenn sie schon im Babyalter nicht darauf vertrauen können, dass ihr ihnen bei Problemen zur Hilfe kommt, wie sollen sie euch ihre Probleme anvertrauen können, wenn sie älter sind?

Darüber hinaus durchleben die meisten Babys eine völlig normale Phase, die als Trennungsangst bekannt ist. Diese Phase ist wirklich ein sehr gutes psychologisches Zeichen, auch wenn es sich nicht danach anfühlt, wenn euer Baby, sobald ihr es hingelegt habt, sofort mega aufgebracht ist. Was Babys in dieser Phase brauchen, ist die kontinuierliche Sicherheit, dass es EUCH gut geht, dass ihr wiederkommt, dass ihr sie nicht verlasst. In dieser wichtigen Phase lernt das Baby euch zu vertrauen. Tut es das nicht, weil ihr seine Bedürfnisse durch das Schlaftraining nicht erfüllt, werdet ihr die Auswirkungen dessen – wahrscheinlich – zu einem späteren Zeitpunkt zu spüren bekommen.

6. Schlaftraining lässt echte Probleme unberücksichtigt

Während unterbrochener Schlaf ganz gewöhnlich bei allen Babys ist, gibt es einige Fälle, in denen der Schlaf nicht normal ist. Diese Fälle werden beim konventionellen Schlaftraining oft übersehen. Das könnte später zu größeren Problemen führen.

Erstens gibt es mögliche physische Gründe:

 

  • zu kurzes Zungenbändchen
  • Allergie gegen Kuhmilcheiweiß
  • Laktose Intoleranz
  • Lebensmittelunverträglichkeit
  • Reflux
  • gestörte Darmflora
  • Schädelkompression
  • Geburtsverletzung
  • sowie Schlafapnoe

 

Dann gibt es mögliche Umweltgründe; zu viel künstliches Licht, zu hohe Raumtemperatur, unzureichende Bettausstattung, falsches Timing, und dergleichen. Manchmal verändert sich das Schlafverhalten auch in Folge einer Impfung. Und schließlich gibt es potenzielle psychologische Gründe:

 

  • Das Bedürfnis nach einer stärkeren Verbindung (insbesondere mit einer arbeitenden Mutter)
  • Das Bedürfnis nach Beruhigung bei Trennungsangst, Entwicklungssprüngen und -stadien.

 

Das Schlaftraining lässt diese Punkte zumeist außer Acht. Ein weiterer Punkt, warum Babys nachts wach werden ist, dass sie ihr Geschäft erledigen wollen. Ja, auch Babys sagen schon Bescheid bzw. signalisieren, wann sie müssen. Nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht. Und das von Geburt an. Unsere drei Kinder haben es auf jeden Fall ALLE gemacht. Tagsüber fingen sie an mit den Beinchen zu strampeln und ein spezielles Geräusch von sich zu geben. Nachts wurden sie unruhig und fingen an zu quengeln. Babys sind nämlich von Natur aus keine Bettnässer. Aber das ist ein anderes Thema.

7. Schlaftraining untergräbt die Entwicklung der Autonomie

Viele Eltern haben Angst, dass sich ihre Babys ohne Schlaftraining zu ängstlichen, klammernden Kindern entwickeln, die niemals unabhängig werden. Dies ist ein weiteres grobes Missverständnis des Großteils der Gesellschaft. Man kann ein Kind nicht zwingen, unabhängig zu sein. Die einzige Möglichkeit ein unabhängiges Kind großzuziehen besteht darin, ihm zu erlauben, von seinen Eltern abhängig zu sein, solange es das Bedürfnis danach hat. Wenn sie sich sicher genug fühlen, werden sie langsam beginnen, sich allein in die Welt zu verzweigen. Wenn ihr sie zwingt, sich von euch zu lösen, bevor sie bereit dazu sind, werdet ihr sie weniger unabhängig und ängstlicher machen.

Dazu bleibt es nicht ohne Folgen, sein Baby/Kleinkind in den Schlaf schreien zu lassen. Derartige Schlaftrainings, können nicht nur die Eltern-Kind-Bindung stark belasten, sondern auch zu tiefgehenden Ängsten im Erwachsenenalter führen.

Brisch erklärt, dass die emotionale Erfahrung des Alleingelassen werdens Ängste hinterlässt. “Es gibt zum Beispiel Menschen“, erläutert er, „die das erlebt haben und die auch als Erwachsene nicht im Dunkeln schlafen können, oder bei denen Alleinsein ein Panikgefühl auslöst, obwohl sie objektiv nicht in Gefahr sind.”

Wenn Babys zu oft Schreien, ohne beruhigt zu werden, kann sogar das Gehirn Schaden nehmen. Wie Brisch beschreibt, führt das Schreien nämlich dazu, dass das Gehirn des Babys mit Stresshormonen überschüttet wird:

“Im Gehirn werden Schmerzschaltkreise aktiviert, die denen durch körperliche Schmerzen sehr ähnlich sind. Die Stressreaktionssysteme des Gehirns können so dauerhaft auf Überempfindlichkeit programmiert werden. Ein möglicher Langzeiteffekt von wiederholter Trennungsangst ist demnach eine erhöhte Stressempfindlichkeit im Erwachsenenalter.”

 

Was passiert im Gehirn eines schreienden Babys?

Die britische Kinderpsychologin und Psychotherapeutin Margot Sunderland erklärt in ihrem Buch “Die neue Elternschule”*, was genau alles im Gehirn eines Babys passiert, wenn es, ohne beruhigt zu werden, schreien gelassen wird und die Folgen: Auf Gehirnscans wurde ersichtlich, was frühkindlicher Stress verursachen kann. Er kann dazu führen, dass das Stressreaktionssystem eine dauerhafte Überempfindlichkeit einprogrammiert. Das kann ein Kind im späteren Leben anfällig machen für Angststörungen, Depressionen, Alkoholmissbrauch und stressbedingte körperliche Erkrankungen, wie bspw. Herzerkrankungen, Schlaflosigkeit, Panikattacken, Probleme mit der Atmung wie Asthma, Ess- und Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Muskelverspannung, Kopfschmerz und chronische Müdigkeit.

Zusätzlich beschreibt Sunderland eine weitere erschreckende Langzeitfolge des Schreienlassens:

“Auf Hirnscans von Kindern, die stark unter ungetröstetem Kummer litten, erscheint der Hippocampus leicht geschrumpft. Wir wissen nicht, inwieweit dieser Zelltod die Gedächtnisleistung des Kindes beeinflusst, jedoch schneiden Erwachsene mit einem geschrumpften Hippocampus bei Gedächtnisaufgaben und verbalen Denkaufgaben schlechter ab.

Hirnscans haben gezeigt, dass der Hippocampus eines stark gestressten Kindes dem eines alten Menschen ähnelt. Manche Wissenschaftler bewerten frühkindlichen Stress als Risikofaktor für einen vorzeitigen Alterungsprozess dieses Teils des Gehirns.”

 

 

Dementsprechend ist es für die seelische und körperliche Gesundheit eines Kindes sehr entscheidend, dass seine Signale von seinen Eltern wahrgenommen werden und auf die jeweiligen Bedürfnisse eingegangen wird. Es geht darum zu verstehen, dass Kinder aus einer Not heraus nach ihren Eltern schreien und nicht, weil sie „tyrannisieren“ wollen.

 

Ihr könnt euer Kind nicht zu viel halten. Ihr könnt es mit Liebe nicht verwöhnen. Haltet es, immer wieder. Haltet es, solange es euch braucht.

8. Schlaftraining ist anstrengend und schrecklich

Sarah Ockwell-Smith erklärt, sie habe noch keinen einzigen Elternteil getroffen, der mit seinem Baby ein Schlaftraining praktiziert hat und gesagt hat: „Es war in Ordnung, es war gut“. Jeder einzelne von ihnen kommentiert, wie schwer und bedrückend es war, das Kind weinen zu sehen, es einfach schreien zu lassen und seine Bedürfnisse nicht zu befriedigen. Nicht nur für die Babys ist Schlaftraining mit großem Leid verbunden, sondern gleichermaßen für die Eltern.

Alternativen zum Schlaftraining

Zum Glück gibt es eine Vielzahl an alternativen Methoden sein Baby liebevoll und bedürfnisorientiert in den Schlaf zu begleiten. Dabei kann man natürlich nicht davon ausgehen, dass sie bei jedem Kind gleich gut funktionieren. Was bei dem einen Kind wunderbar hilft, kann bei dem anderen Kind weniger passend sein. Man muss für sich selbst ausprobieren, welche Methode für sich und sein Kind am stimmigsten ist. Demzufolge sollten Eltern genau hineinfühlen, was ihr Baby für ein Bedürfnis hat, unter welchen Umständen es sich am wohlsten fühlt, was ihm und auch den Eltern guttut, was es braucht, um zufrieden und geborgen einschlafen zu können. Dabei ist es vollkommen egal, was andere darüber denken.

Einschlafstillen

Eine Methode, die bei vielen Babys zuverlässig funktioniert, aber bei Kritikern sehr verpönt ist. Der Gedanke ist, dass sich die Babys zu sehr an das Einschlafen an der Brust gewöhnen und es später umso schwerer fällt, sie wieder vom Einschlafstillen zu entwöhnen. Dies kann passieren, muss es aber nicht. Viele Kinder gewöhnen sich das Einschlafen an der Brust von alleine ab. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit des sanften Ablösens, um das Kind langsam von der Brust abzugewöhnen.

Vorteil des Einschlafstillens ist, dass das Baby sich an der Brust, im Schutz seiner Mama besonders geborgen fühlt und entspannter einschlafen kann. Des Weiteren enthält die abendliche und nächtliche Muttermilch besonders viel Tryptophan. Es handelt sich hierbei um eine Aminosäure, welche in Serotonin umgewandelt wird – ein Glückshormon, welches den Körper ruhig und zufrieden stellt und für die Reduzierung von Ängsten, Kummer und Stress sorgt. Zudem hat es eine Schlaffördernde Wirkung. Durch das Serotonin wird wiederum Melatonin produziert, das Schlafhormon schlecht hin, welches von Babys selber noch nicht ausreichend produziert wird. Auch der Tag- und Nachtrhythmus werden von diesen beiden Hormonen geregelt.

Schlafen im Familienbett

Genauso gut wie das Einschlaftstillen funktioniert oft das Schlafen im gemeinsamen Familienbett, bei dem die Familie gemeinsam in einem Bett schlaft. Manchmal auch nur ein Teil der Familie, wenn der Papa so laut schnarcht, dass er alle aufweckt 😀

Babys fühlen sich hier, direkt neben ihren geliebten Bezugspersonen, besonders sicher und geborgen, was ihnen ermöglicht, schneller in den Schlaf zu finden oder wieder einzuschlafen, wenn sie mal aufwachen. Auch für die Mütter ist das Schlafen im gemeinsamen Familienbett sehr von Vorteil, da sie direkt neben ihrem Baby liegen und zum Stillen nicht extra aufstehen oder das Baby ins Bett holen müssen. So kann die Mama ganz entspannt weiterschlafen, während das Baby sich wieder in den Schlaf stillt. Auch das Kind profitiert davon, dass es nicht erst aus dem Bett gehoben werden muss, sondern einfach weiterliegen kann.

Es wird oft von Kritikern gewarnt, dass das Schlafen im Familienbett ein potenzielles Risiko für den plötzlichen Kindstod darstellt. Allerdings zeigen neue Studien mittlerweile auf, dass das Schlafen neben der Mama sehr sicher ist.

 

Tragetücher oder Babytragen

Viele Mütter greifen zur Alternative Tragetuch*, wenn ihr Baby Einschlafschwierigkeiten hat. Die Vorteile liegen, denke ich, klar auf der Hand. Angeschmiegt an Mamas warmen Körper, ihrem Atem und Herzschlag, ihrer Stimme lauschend, genießen viele Babys die starke Verbundenheit zu ihrer Mama im Tragetuch sehr. Das Getragenwerden erinnert sie an das geborgene Gefühl aus dem Mutterleib und lässt sie entspannt einschlafen. Viele Babys stillen gleichzeitig, während sie getragen werden. Ist das Baby eingeschlafen, kann man es langsam und behutsam versuchen ins Bett zu legen. Sollte es beim Hinlegen wachwerden, kann man es einfach weiterstillen und es wird sicherlich wieder schnell in den Schlaf finden.

 

Federwiegen

Manchen Müttern fällt das Tragen des Babys aus gesundheitlichen Gründen schwer. Es gibt allerdings auch Babys, denen das Getragenwerden im Tragetuch oder Babytrage zu eng ist. Hierfür hat sich bei manchen Babys eine Federwiege* bewährt. Im Vergleich zu gewöhnlichen Wiegen, schaukeln die Federwieden nicht von links nach rechts, sondern wippen langsam und stetig auf und ab. Das Baby erinnert diese Bewegung an das Getragenwerden aus dem Mutterleib, was eine beruhigende und ermüdende Wirkung hat.

 

Pucken

Was für uns Eltern im ersten Augenblick eher beklemmend aussehen mag, ist für viele Babys ein wohltuendes Gefühl. Das Pucken. Hierbei wird das Baby in ein Tuch eingewickelt, sodass ihm nur noch sehr wenig Bewegungsfreiraum zur Verfügung steht. Dies erinnert das Baby, an die zuletzt sehr beengte Umgebung aus dem Mutterleib. Einige Babys neigen zudem dazu im Schlaf mit ihren Gliedern zu strampeln. Dadurch fällt es ihnen schwer einzuschlafen oder sie wecken sich selber wieder auf.

Fazit:

Wir Eltern haben aus einem bestimmten Grund einen elterlichen Instinkt.

Hört auf ihn!

Es gibt einen Grund, warum die meisten traditionellen Experten für Babyschlaftraining selbst keine Kinder haben. Sie würden es sicherlich nicht befürworten, wenn sie wüssten, wie es sich anfühlt, wenn ihnen das Herz in zwei Teile zerrissen wird?

Hört auf euer Bauchgefühl!

Fühlt es sich gut an, wenn ihr euer Baby schreien lasst?

Mit Sicherheit nicht!

Als Mama von drei Kindern weiß ich, wie stressig manche Nächte sein können, aber bevor ihr euch anraten lasst, euren Kindern das Schlafen anzutrainieren, schaut euch erst einmal nach Alternativen um. Davon gibt es genügende. Es gibt auch wunderbare Bücher, die voll und ganz auf die Bedürfnisse eures Babys eingehen. Ein paar davon findet ihr in diesem Beitrag. Sie zeigen u.a. auf, wie man das Urvertrauen von Babys stärken, ihre Signale erkennen, und eine starke, vertrauensvolle Eltern-Kind-Beziehung aufbauen kann.

Lasst euch von niemandem verunsichern. Ihr könnt eure Kinder nicht mit Liebe verwöhnen. Lasst eure Kinder nicht alleine. Nehmt sie in den Arm. Immer und immer wieder. Hier findet ihr auch noch einen Beitrag zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema Co-Sleeping.

 

Alles Liebe eure

 

   Belle

Alternativen zu Schlaftrainings

Meine Lieblingsbücher

Literatur:
Renz-Polster, H. (2014). http://blog.kinder-verstehen.de/babyschlaf-und-ferbern/

Herbert Renz-Polster & Nora Imlau – “Schlaf gut, Baby”*

Gresens, R. (2016). Intuitives Stillen. München: Kösel-Verlag.

Price, A. M. H, Wake, M., Ukoumunne, O. C., & Hiscock, H. (2012). Five-Year Follow-up of Harms and Benefits of Behavioral Infant Sleep Intervention: Randomized Trial. Pediatrics, 130 (4), 634-651. DOI: 10.1542

Sarah Ockwel-Smith – The gentle sleep book*

Margot Sunderland – “Die neue Elternschule”*

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Ich will keinem von euch meine Meinung aufzwingen, denn

 

jeder entscheidet individuell für sich selbst, was sich für ihn stimmig anfühlt

 

Ich möchte lediglich einen Anreiz geben, nicht einfach nur unreflektiert der Norm zu folgen (wie ich es bei meinem ersten Kind tat), sondern bewusst eigene Entscheidungen zu treffen. In diesem Beitrag habe ich meine persönlichen Erfahrungen inklusive aller Informationen und Berichte, die ich bei meiner Recherche im Internet gefunden habe zusammengetragen. Wissenschaftliche Studien habe ich nicht durchgeführt, allerdings haben mich die Berichte anderer Mütter so inspiriert, dass sich die Lotusgeburt für mich, mein Herz und meinen Mutterinstinkt einfach stimmig angefühlt hat.

Warum entscheiden sich Frauen für eine Lotusgeburt?

Die Lotusgeburt ist unter werdenden Eltern noch nicht sehr geläufig, da sie eher eine jüngere Geburtspraxis ist. Als ich mit meinen beiden Jungs schwanger war, habe ich davon auch noch nie etwas gehört. Erst als ich mit Milou schwanger war, las ich immer häufiger Geburtsberichte von Müttern, die sich für ihre Babys für eine Lotusgeburt entschieden haben.

In der heutigen Zeit der Individualisierung, wird Eltern immer mehr die Möglichkeit genommen, ein selbstbestimmtes und freies Leben zu führen. Wie ich bei meiner ersten Schwangerschaft, werden viele werdende Eltern desinformiert und nicht mehr über Alternativen zur vollständig überwachten Schwangerschaft, Krankenhausgeburt, Fabrikmilch, Wegwerfwindeln, Industrienahrung, Kinderwagen, Plastikspielzeug usw. aufgeklärt.

Doch es gibt immer mehr junge Menschen, die ein alternatives Leben anstreben. Sie beginnen unnatürliche Prozesse zu hinterfragen. Immer mehr werdende Mütter wünschen sich eine Hausgeburt und haben das Bedürfnis ihre Kinder zu stillen. Zusätzlich ernähren sich viele dieser alternativen Familien eher gesund und möglichst naturbelassen und tragen ihre Kinder lieber, anstatt sie von Anfang an im Kinderwagen vor sich her zu schieben. Sie bevorzugen das Schlafen im gemeinsamen Familienbett, nutzen häufig lieber Stoffwindeln statt Plastikwindeln, interessieren sich  für Beziehung statt Erziehung etc.

 

Aus glücklichen Kindern, deren Kindheit geprägt war von Freiheit, Vertrauen und einer engen Bindung zu ihren Bezugspersonen, entwickeln sich glückliche, selbstbestimmte Erwachsene


 

Genauso ist die Lotusgeburt ein weiterer Aspekt eines gewaltfreien und natürlichen Lebens. Oftmals sehen Befürworter der Lotusgeburt einen tieferen, spirituellen Sinn. Sie glauben daran, dass dieses ganzheitliche Geburtserlebnis dem Neugeborenen einen sanften, entspannten und natürlichen Start vom Mutterleib ins Leben bringen soll.

Ganz ehrlich… als ich das erste Mal davon hörte, dachte ich: „Das ist doch total verrückt!“ Ich war zum damaligen Zeitpunkt alternativ zwar auch schon sehr aufgeklärt, aber eine Lotusgeburt hörte sich für mich dann doch ziemlich „strange“ an. Trotzdem hatte ich das Bedürfnis mich näher mit dem Thema zu befassen und wollte herausfinden, warum manche Eltern von der Lotusgeburt so überzeugt sind.

 

Was ist eine Lotusgeburt?

In der Regel wird dem frischgebackenen Papa oder der Mama kurz nach der Geburt eine Schere in die Hand gedrückt, mit der Aufforderung, bitte die Nabelschnur zu durchtrennen. Ich weiß nicht wie es heute ist, aber damals bei der Geburt unseres ersten Kindes, war das bei den Klinikgeburten noch Gang und Gäbe. Doch mittlerweile haben immer mehr Frauen das Bedürfnis, dass ihr Kind einen ganz natürlichen Abnabelungsprozess erleben darf.

Das ist bei einer Lotusgeburt der Fall. Hier bleibt die natürliche Verbindung zwischen Baby und Plazenta solange intakt und aufrechtgehalten, bis sie sich – normalerweise – innerhalb von 3 bis 10 Tagen vom Kind ablöst. Somit wird die Plazenta nicht auf unnatürliche und gewaltvolle Praxis (abschneiden) von dem Neugeborenen getrennt, sondern tut dies zum richtigen Zeitpunkt einfach selbst. Man spricht von einer Entbindung ohne aktiven Abnabelungsprozess. Populär wurde die Lotusgeburt in den 1970ern. Vorher wurde sie nur bei den Schimpansen beobachtet. Ich habe bei uns im Zoo mal eine Oran-Utan Mama beobachten können, welche auf dem linken Arm ihr Neugeborenes – und in der rechten Hand die Plazenta mit sich trug. Ich dachte auf den ersten Blick, sie würde eine Handtasche in der Hand halten. Nein, es war tatsächlich die Plazenta, welche noch mit dem Baby verbunden.

 

Weitere Beweggründe für eine Lotusgeburt?

Es gibt mehrere Gründe, warum sich Eltern für eine Lotusgeburt entscheiden. Die folgenden Argumente für die Lotusgeburt sind zwar medizinisch nicht nachgewiesen, werden aber von Befürwortern der Lotusgeburt trotzdem gern benannt:

 

  • Weniger Blutverlust während der Geburt

 

  • Schnelleres und besseres Verheilen der Nabelschnur und geringere Wahrscheinlichkeit für einen Nabelinfekt

 

  • Eine Lotusgeburt ist für die mütterliche Psyche einfacher zu verarbeiten, durch die Hinauszögerung des Momentes zwischen Schwangerschaft und Geburt

 

  • Das Neugeborene erhält das komplette Plazenta-Blut, während die Nabelschnur austrocknet

 

  • Durch die Lotusgeburt wird das Baby nach der Geburt nicht ständig herumgereicht. Da das Baby noch mit dem Mutterkuchen verbunden ist, sind die Besucher behutsamer mit dem Gedanken, das Baby auf den Arm nehmen zu wollen. Das wiederum schützt das Baby vor möglichen Infektionen

 

  • Die Plazenta soll das Baby auch nach der Geburt noch mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen und die Eisenvorräte sowie das Immunsystem positiv beeinflussen und langfristig stärken (sanfte Einstellung des Organismus auf eine Alleinversorgung)

 

  • Bessere und stabilere Gewichtszunahme nach der Geburt

 

  • Geringeres Gelbsuchtrisiko

 

  • Geringeres Infektionsrisiko für die Nabelwunde

 

  • Förderung der Ruhe und Erholung nach der Geburt, da Mütter dazu ermutigt werden, im Wochenbett bei ihrem Neugeborenen zu verweilen, wodurch ebenso der Bindungsprozess verbessert wird

 

  • Auch die Babys werden von ihren Eltern als ruhiger und friedlicher wahrgenommen, im Vergleich zu Kindern, deren Verbundenheit zur Plazenta kurz nach der Geburt getrennt wurde

 

  • Das Neugeborene fühlt sich viel länger „verbunden“ und nicht unsanft in das neue Leben geschubst.

Wie habe ich die Lotusgeburt empfunden?

Für mich persönlich klangen einige Argumente sehr schlüssig, weshalb ich mich dann auch dafür entschieden habe eine Lotusgeburt auszuprobieren. Ich dachte mir, falls es sich plötzlich doch nicht stimmig für mich anfühlt, mir die Pflege der Plazenta zu umfangreich werden könnte oder ich bemerken sollte, dass sich unser Baby unwohl fühlt, kann ich die Nabelschnur ja immer noch abschneiden. Aber meine Bedenken haben sich nicht bewahrheitet. Ich erinnere mich immer wieder gerne an diese magische Geburt zurück. Für mich war es einfach nur ein wunderbares Erlebnis.

Ich habe mir tatsächlich mehr Ruhe gegönnt, blieb die ganze Zeit über im Bett bei der Kleinen und habe nach der Geburt sehr schnell wieder meine Energiereserven aufgetankt. Der Papa war mir zu der Zeit eine große Unterstützung. Er hat sich fürsorglich um unsere beiden älteren Söhne gekümmert und mich mit allem versorgt, was ich brauchte.

Der Bauchnabel unserer kleinen Maus hat sich auch nicht entzündet, so wie bei ihren Brüdern. Auch fiel die Nabelschnur bereits nach 5 Tagen ab, während es bei den Jungs deutlich länger gedauert hat. Ich war sogar etwas traurig, dass sie so früh abgefallen ist und andererseits auch widerum erleichtert, weil ich die Kleine nun mit mir im Tragetuch umher tragen konnte.

Milou hat tatsächlich auch schneller an Gewicht zugelegt als ihre Brüder, die direkt nach der Geburt von ihrer Nabelschnur getrennt wurden. Bzw. bei der Hausgeburt unseres zweiten Sohnes Maxime wartete die Hebamme zumindest bis zum Auspulsieren der Nabelschnur. Die Gelbsucht hatte Milou nach der Geburt auch nicht. Ihre beiden Brüder hingegen schon.

Die Kleine war zudem tatsächlich, im Vergleich zu ihren Brüdern am entspanntesten. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich viel Zeit gelassen hat richtig in ihrem neuen Leben anzukommen. Wie Babys es schon im Bauch tun, hielt sie mit ihren kleinen Händchen oft ihre Nabelschnur fest. Sie war so tiefenentspannt und schlief, schlief und schlief – unser kleines Dornröschen! Nur, wenn sie Hunger hatte oder ihr Geschäft verrichten wollte meldete sie sich kurz.

Ich verspürte bei jedem meiner Kinder im ersten Augenblick nach der Abnabelung eine große Leere und Traurigkeit in mir. Nun war das Band, das mich und mein Babylein neun Monate miteinander verbunden hat, plötzlich durchtrennt. Bei Milou war es anders: Mit der Lotusgeburt verspürte ich, durch die intakt gehaltene Verbindung der Kleinen mit der Plazenta auch nach der Geburt immer noch eine tiefe Verbundenheit zwischen mir und meinem Baby. Es war einfach ein unbeschreiblich wunderbares Gefühl, das ich nie vergessen werde.

Mag sein, dass ihr euch jetzt denkt: „Ja gut, kann ja auch alles nur Zufall gewesen sein!“ Kann sein – ich empfinde aber, dass sich die Lotusgeburt tatsächlich positiv auf unsere Tochter und ebenso auf mich ausgewirkt hat. Auch die Pflege der Plazenta war eine Leichtigkeit. Mehr dazu findet ihr weiter unten.

Wie läuft eine Lotusgeburt ab?

Ist das Baby geboren, wird die Nabelschnur, wie oben bereits erwähnt, nicht sofort vom Baby getrennt. Sie bleibt intakt und es wird darauf gewartet, dass die Plazenta geboren wird. Anschließend wird die Plazenta in eine Schüssel oder Eimer gelegt und es wird auf das vollständige Auspulsieren der Nabelschnur gewartet. Dadurch wird die Transfusion des restlichen Blutes in der Plazenta zum Neugeborenen sichergestellt. Ist die Nabelschnur weiß und vollkommen auspulsiert, kann man die Plazenta mit warmem Wasser sanft abwaschen und zum Abtropfen in ein Sieb legen.

Wie pflegt man die Plazenta?

Nach der Geburt lässt man die Plazenta 24 Stunden vollständig trocknen. Um mehr Feuchtigkeit aufzunehmen, kann ein untergelegtes Handtuch nützlich sein. Die Plazenta kann man anschließend noch einmal abspülen und dann vorsichtig abtupfen. Eine detaillierte Anleitung zur Lotusgeburt, werde ich noch einmal in einem extra Beitrag aufschreiben.

Bestreut man die Plazenta mit getrockneten Rosmarin, vermeidet man jeden Geruch. Man kann die Plazenta, nachdem sie getrocknet ist, in ein sauberes Handtuch wickeln und in einen speziellen Lotusbeutel legen. Ich habe sie zuerst in Mulltücher gewickelt und in eine offene Tonschale gelegt und erst später in einen Lotusbeutel. Von einigen Frauen wird die Plazenta gerne zuvor in Salz gelegt und großzügig bedeckt. Ich habe es genauso gemacht. Dazu empfiehlt sich besonders Himalaya Kristallsalz, welches auch in Drogerien und Biofachmärkten zu finden ist. Einmal täglich wiederholen die Mütter den Vorgang dabei, um die Plazenta zu trocknen und zu erhalten. Dabei wird auch immer das Tuch gewechselt, in welches die Plazenta gewickelt wird.

Viele Mütter bedecken die Plazenta gerne mit einer getrockneten Kräutermischung. So habe ich es auch gemacht und zusätzlich Rosenblüten, Lavendelblüten darüber gestreut. Man kann auch zusätzlich Neem-Blätter über die Plazenta streuen. Sie unterstützen, durch ihre antiseptische Wirkung beim Austrocknen. Ihr findet die Zusätze entweder online oder in ausgewählten Drogerien. Durch das Austrocknen wird verhindert, dass die Plazenta in einen Fäulnisprozess übergeht.

Ich habe, nachdem ich die Plazenta gesalzen und mit Kräutern bedeckt habe auch ein paar Tropfen Lavendelöl drauf getropft. Das hat wunderbar geduftet. Die ersten zwei Tage habe ich die in Moltontücher eingewickelte Plazenta eine Porzellanschale gelegt. Anschließend habe ich sie in mein selbstgenähtes Lotussäckchen gelegt. Ab da kann man das Babylein samt Plazenta dann auch mit sich herumtragen. Das habe ich allerdings nicht gemacht, da ich zumindest so lange mit der kleinen im Wochenbett liegen wollte, bis die Nabelschnur abgefallen ist. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich da doch etwas Angst hatte, die Kleine mitsamt der Plazenta herumzutragen.

Wichtig: Wenn ihr eurer Baby hochheben möchtet, seid immer sehr behutsam, damit die Nabelschnur nicht auf Spannung gerät und möglicherweise zu sehr am Bauchnabel zieht.

Die Plazentatasche bleibt nun solange an der Nabelschnur mit dem Baby verbunden, bis sie sich auf natürlichem Wege vom Baby trennt. Bei Milou ist die Nabelschnur, wie oben erwähnt, nach 5 Tagen abgefallen. Da die Nabelschnur aushärtet, habe ich sie am Bauchnabel in etwas Heilwolle gewickelt. Manche Mütter baden ihr Baby auch in der Zeit, wo es noch an der Plazenta hängt. Die Schnur darf dabei auch nass werden, da sie leicht trocknet. Ich allerdings habe auch hier gewartet, bis die Nabelschnur abgefallen ist und habe die Kleine solange einfach mit einem Lappen im Bett abgewaschen.

Kann eine Plazenta verfaulen?

Es kann sein, dass die Plazenta nach ein paar Tagen einen moschusartigen Geruch entwickelt. Die meisten Eltern empfinden diesen aber nicht so mächtig. Ich habe z.B. gar keinen strengen Geruch wahrgenommen. Was man absolut vermeiden muss ist, die Plazenta in einen Plastikbeutel oder in ein geschlossenes Gefäß zu versiegeln. Darin würde sie beginnen zu verfaulen und einen enormen faulen Geruch annehmen. Es muss sichergestellt sein, dass die Plazenta so aufgehoben wird, dass die Luft um sie herum zirkulieren kann. So kann sie richtig trocknen und nicht verderben.

Was ebenso nicht vergessen werden darf: Bei der Plazenta handelt es sich um ein Blutorgan, auf dem auch Bakterien wachsen können. Auch bei Babys, wo die Nabelschnur durchtrennt wurde, können mitunter Infektionen im zum Absturz geneigten Stumpf entwickeln. Dann können sich Bakterien ungehindert im Blutkreislauf ausbreiten. Das kann eine Sepsis zur Folge haben. Ohne Behandlung kann diese tödlich verlaufen. Wendet euch also bitte sofort an einem Arzt, wenn ihr euch Sorgen um das Wohlbefinden eures Babys macht, oder insbesondere um eine Infektion an der Nabelschnur.

 

Was sagt die Wissenschaft zur Lotusgeburt?

Es existieren keine wissenschaftlichen Studien zur Lotusgeburt, aber es gibt Studien zum späten Abnabeln von Neugeborenen. Diese weisen tatsächlich darauf hin, dass sich späteres Abnabeln positiv auf die Gesundheit des Kindes auswirkt. Das in der Plazenta enthaltene Blut steigert die Menge an roten Blutkörperchen bei Kind und schont den Eisenspeicher. Dadurch soll bei spätabgenabelten Kindern das Volumen des Blutes um etwa ein Drittel höher sein als bei sofort abgenabelten Babys. Bei Frühchen soll die Hirnblutungsrate durch das späte Abnabeln um 50 Prozent niedriger sein.

 

Fazit:

Auch bei der Geburt gibt es, wie bei allen anderen Lebensbereichen, unterschiedliche Konzepte. Eines davon ist die Lotusgeburt. Sie ist nicht für jeden etwas, doch die Vorstellung nach einer sanften, natürlichen Abnabelung des Kindes klingt für immer mehr Mütter bezaubernd und einleuchtend. Daher wird die Lotusgeburt immer gefragter. Für mich war die Geburt unserer Tochter auf jeden Fall die schönste und entspannteste von allen drei Geburten. Auch die Zeit danach. Klar, war jede Geburt auf ihre eigene Art und Weise natürlich etwas Besonderes, aber Milous Geburt und die Zeit danach hatte etwas Magisches. Der behutsame Übergang der Blut-, Nährstoff-, und Sauerstoffversorgung kann für eure Babys sicherlich Vorteile bringen. Falls ihr gerne eine Lotusgeburt erleben wollt, euch aber zu unsicher seid, dann sucht euch professionelle Unterstützung einer Hebamme oder eines Arztes. Bereitet euch alles Nötige vor, was ihr für eure Lotusgeburt braucht. Dazu werde ich dann auch noch einmal einen Beitrag schreiben, aber ihr findet auch im Internet viele Infos zu diesem Thema.

Falls ihr noch irgendwelche Fragen oder Anregungen habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare.

Alles Liebe eure

  Belle

 

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Unsere Familienbett Geschichte

Unsere Familienbett Geschichte

Ein Familienbett – was ist das eigentlich?

Bevor unser ältester Sohn Malique im September 2011 geboren wurde, kannten wir diesen Begriff noch überhaupt nicht. Auch über das evolutionäre Schlafverhalten von Babys war ich noch keineswegs informiert. Wir lebten damals in einer Zwei-Zimmer Wohnung und ich wollte unbedingt noch vor der Geburt eine größere Wohnung finden. Sie sollte ein extra Kinderzimmer haben, damit ich meinem zukünftigen Schatz einen Traum von Babyzimmer einrichten konnte. Ich hatte die tollsten Ideen, wie es aussehen sollte. Aber wir fanden keine passende Wohnung und der Geburtstermin rückte immer näher, sodass ich mir den Stress eines Umzuges knapp vor oder nach der Geburt ersparen wollte. Und das war unser Glück.

 

Geborgen in meinen Armen

Die Geburt im Krankenhaus war sehr anstrengend und das ganze Gegenteil von dem, wie ich mir die Geburt vorgestellt habe. Umso glücklicher war ich, als ich mein Baby endlich in meinen Armen halten durfte. Und von dem Augenblick an konnte ich ihn einfach nicht mehr loslassen. Dieses kleine Geschöpf, das vor ein paar Minuten noch in meinem Bauch war, so geborgen und beschützt, lag nun in meinen Armen. Ich wollte es weiter beschützen. In das Beistellbettchen, welches mir nach der Geburt von den Krankenschwestern an das Bett geschoben wurde, wollte ich mein Babylein nicht hineinlegen. Es sollte mich spüren – spüren, dass seine Mama immer noch da ist, meinen Herzschlag und meinen Atem hören, mich fühlen. Die Krankenschwestern, die in der Nacht in mein Zimmer kamen, ermahnten mich, dass ich meinen Sohn in das Beistellbett legen und nicht in meinen Armen schlafen lassen sollte. Es sei zu gefährlich. Aber ich holte ihn immer wieder zu mir ins Bett, weil ich fühlte, dass er genau dort hingehört.

Meine Ängste als frischgebackene Mama

Zuhause angekommen ließ ich unseren Kleinen tagsüber immer auf meiner Brust oder neben mir im Bett liegen. Ich merkte, wie wohl sich unser kleiner Schatz fühlte, so nah bei Mama zu kuscheln. Ich spürte wie absolut richtig es sich für mich anfühlte, meinem Babylein so viel Körperkontakt zu geben. Auch war es so für mich viel einfacher und bequemer zu stillen. Nachts aber hatte ich Angst, den Kleinen mit im Elternbett schlafen zu lassen. Ich habe mich von all den Horrorgeschichtenseitens der Ärzte, Fachzeitschriften, Familie und Freunde, zu sehr beeinflussen lassen: Man könnte sein Baby nachts im Schlaf überrollen, das Baby gehört ins eigene Bett. Also legte ich ihn nachts neben mir in sein Bettchen.

Ich konnte aber einfach nicht zur Ruhe kommen und es fiel mir sehr schwer, einzuschlafen. Immer wieder beugte ich mich über sein Bettchen und überprüfte seine Temperatur und seinen Atem. Sicherheitshalber haben wir uns auch das Angel Care mit Bewegungsmelder gekauft, das Alarm gibt, sobald das Baby aufhört, zu atmen. Nichtsdestotrotz wollte ich mich immer zusätzlich vergewissern, ob alles in Ordnung ist.

Dass Malique getrennt von mir lag, erschwerte das Stillen auch ungemein. Wenn ich dann mal eingeschlafen war, wurde ich erst wach, wenn der Kleine schon zu jammern begann. Dann musste ich mich erstmal aufrichten, ihn aus dem Bettchen holen, stillen, aufpassen, dass ich nicht wieder einschlafe und ihn dann wieder ins Bettchen legen, in der Hoffnung, dass er weiterschlief und nicht wieder aufwachte. Das war für mich alles sehr anstrengend.

 

Die kleine Hand am Gitterstäbchen

Malique legte sich im Schlaf immer intuitiv so nah wie möglich in meine Richtung. Seine kleine Hand umklammerte dabei immer eine Stange von den Gitterstäben seines Bettchens, als wollte er sich an meinem Finger festhalten. Der Anblick machte mich jedes Mal so traurig und zerriss mir das Herz. Es fühlte sich so falsch an – mein kleines Baby liegt alleine hinter Gittern, während Andi und ich geborgen im gemeinsamen Bett nebeneinander schlafen.

Eines Morgens erwachte ich aus dem Schlaf und hielt unseren kleinen Schatz in den Armen. Es sah aus, als läge er eingekuschelt wie in einem Vogelnest. Ich hatte ihn nachts zum Stillen aus seinem Bettchen geholt und bin dabei eingeschlafen. Und was ist passiert?

Nichts!

Es schien, als wäre mein Körper in eine Art Starre verfallen, die es nicht zuließ, dass dem Kleinen etwas zustößt.

Seitdem begann ich, mich intensiv mit dem Thema Co-Sleeping zu beschäftigen. Und es wurde mir bewusst, dass es genau das Richtige für uns ist und das Natürlichste auf der Welt. Ich merkte auch, dass unser kleiner Schatz bei uns im Bett viel besser schlief. Bekam er Hunger,  konnte ich ihn einfach im Halbschlaf anlegen und wir beide schliefen seelenruhig weiter. Schlussendlich entfernten wir einfach die ollen Gitterstäbe et voilà – unser erstes Familienbett war entstanden.

Es fühlt sich einfach RICHTIG an

2014 kam dann unser kleiner Maxime auf die Welt. Dieses Mal habe ich mich bewusst für eine Hausgeburt entschieden, obwohl Andi, Freunde und Verwandte meinem Vorhaben sehr kritisch gegenüber standen. Aber ich blieb dabei und es war für mich genau die richtige Entscheidung. Von Anfang an schlief Maxime gemeinsam mit uns im Familienbett. Am Anfang lag er noch links in meinem Arm und der Große rechts, zwischen mir und Andi, weil er seine Schlafposition nachts oft änderte.

Es dauerte aber nicht lange, da kuschelte sich der Kleine nachts neben seinen großen Bruder, geborgen umrahmt von Mama und Papa. Und es fühlte sich einfach RICHTIG und unglaublich gemütlich an. In unserer neuen Wohnung bauten wir uns dann als erstes ein schönes 270 cm großes Familienbett. Bei Interesse, findet ihr die Bauanleitung bei Familienbetten.net.

Maxime begann nach den ersten drei Lebenswochen, plötzlich sehr unruhig zu werden und schrie sehr viel. Ich konnte ihn kaum beruhigen. Auch nachts war es oft sehr anstrengend. Ich stand häufig mit ihm auf, ging mit ihm aus dem Schlafzimmer und versuchte ihn auf meinen Armen tragend und stillend zu beruhigen, damit er die anderen nicht aufweckte. Der Arzt sagte, er sei hochsensibel und solche Kinder seien oft schnell reizüberflutet, weshalb sie ihren Stress durch Schreien kompensieren. Zu der Zeit bekam ich von einer Freundin das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ geschenkt, mit dem Rat, ich solle es doch mal mit einem Schlaftraining ausprobieren. „Um Gottes Willen.“, dachte ich mir nur. Nie käme ich auf die Idee, mein Kind in den Schlaf schreien zu lassen. Das Buch kam am gleichen Tag noch in den Müll.

Mit unserer kleinen Zuckerschnute Milou war unsere Familie dann im Frühjahr 2018 komplett und auch sie kam von Beginn an in den Genuss des gemeinsamen Schlafens im Familienbett.

 

 

Eine tiefe geschwisterliche Verbundenheit

Zwischen den beiden Jungs und ihrem kleinen Schwesterchen ist eine große Herzensnähe entstanden. Wir denken, dass dies auch mit dem Schlafen im gemeinsamen Familienbett zusammenhängt. Wir haben weder den Großen noch den Mittleren nach der Geburt des nächsten Geschwisterchens ausquartiert. Sie behielten beide weiterhin ihren Platz an unserer Seite und lieben es sehr, mit ihren Geschwisterchen zu kuscheln. Es sieht einfach zu süß aus, wie unsere drei Mäuse nachts miteinander kuscheln und sich in den Armen halten.

Früher wurde unser großes Familienbett am Tage von den Jungs kreativ bespielt. Sie turnten, tanzten und tobten darauf herum, bauten Höhlen, Burgen und Piratenschiffe und veranstalteten die tollsten Kissenschlachten.

Jetzt, wo wir im Wohnmobil leben und kein 270 cm breites Bett mehr zur Verfügung haben, haben sich die Schlafverhältnisse etwas geändert. Das Familienbett hat sich sozusagen umgestaltet. Wenn ihr mögt, schreibe ich dazu noch einmal einen extra Beitrag.

 

Sicher und geborgen schlafen

Wir genießen die Schlafenszeit mit unseren Kindern sehr und wollen auch in der Nacht für sie da sein. Sie fühlen sich in unseren Armen sicher und geborgen und finden leicht in den Schlaf.

Wenn sie mal schlecht träumen, ist sofort eine Hand da, die sie streichelt und eine Stimme, die beruhigend flüstert: „Alles ist gut, mein Schatz, Mama/Papa ist bei dir. Ich beschütze dich!“ – Dann kuscheln sich die Kinder an uns heran und schlafen beruhigt weiter.

Auch, wenn die Kleinen mal krank sind, macht sie nichts schneller gesund als Kuscheln, Kuscheln und nochmals Kuscheln. Unsere Nähe, unsere Wärme, unser Körperkontakt – davon tanken unsere Kinder ihre Energie wieder auf.

Wir werden oft gefragt, ob wir als Eltern oder jeder einzelne von uns nicht auch mal alleine schlafen möchte. Tatsächlich hatte niemand von uns bisher das Bedürfnis danach. Obwohl es manchmal ganz schön eng ist, wenn sich die Kinder ganz dicht an uns muckeln und es auch mal vorkommen kann, dass man unerwartet einen Fuß auf der Nase liegen hat, lieben wir unser Familienbett sehr. Ausschlafen ist zwar auch nicht immer drin, wenn die Kinder eher wach sind und unsere Milou anfängt auf meinem Kopf herumzuhüpfen. Das wäre meiner Meinung nach aber nicht anders, wenn wir getrennt schlafen würden. Dann würden die Kinder halt morgens oder mitten in der Nacht zu uns ins Bett schleichen, so wie ich es als Kind gemacht habe.

Solange unsere Kinder in der Nacht unsere Nähe brauchen, dürfen sie immer gerne bei uns sein. Die Kindheit vergeht so schnell und der Zeitpunkt, an dem unsere Kinder das warme Nest verlassen werden, kommt früh genug. Ich bin mir sicher, dass unsere Jungs oder klein Milou sich spätestens, wenn sie ihre ersten festen Beziehungen haben, aus dem Familienbett distanzieren werden.

So, ihr Lieben! Das ist unsere Familienbett-Geschichte!

Und jetzt wünsche ich euch ganz viel schöne gemeinsame Muckelzeit mit euren Liebsten.

Wenn ihr mögt, schreibt uns auch gerne eure Familienbett-Geschichten in die Kommentare.

 

  Belle

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Reisetipp Sagres Algarve

Reisetipp Sagres Algarve

Urlaub mit Kindern in Sagres

Während unsere Reise an der Algarve, kündigte sich meine kleine Schwester und mein Schwager an, uns besuchen kommen zu wollen. Ich freute mich riesig und machte mich sofort auf die Suche nach einer passenden Unterkunft. Außerhalb der Haupturlaubssaison kann man da auch echt super Schnäppchen machen. Meine Schwester wollte Ende Mai für eine Woche vorbeikommen. Ich überlegte mir, welches der perfekte Ort ist, als Ausgangspunkt für schöne Unternehmungen und Strandbesuche und entschied mich dann für Sagres.

 

Was ist an Sagres so besonders?

Zum Einen wollte ich natürlich einen Ort finden, wo wir problemlos über einige Tage mit unserem Wohnmobil stehen können und wir gleichermaßen fußläufig nicht all zu weit von meiner Schwester entfernt waren. Wir wählten dazu den riesigen Parkplatz direkt an der Fortaleza de Sagres, ein portugiesisches Nationaldenkmal von überragender Bedeutung und absolut eine Besichtigung Wert. Der weitere Grund, warum unsere Entscheidung auf Sagres fiel ist, dass die naheliegende Umgebung einfach ein Traum ist und wir von dort aus viele schöne Strände besichtigen können.

Sagres ist ein liebenswürdiges kleines Städtchen an der westlichsten Spitze der Algarve und einfach absolut außergewöhnlich, im Vergleich zu jedem andere Ziel Südportugals. Abgelegen und abenteuerlich bietet die Region eine dramatische Landschaft: gewaltige Klippen, traumhaft weitläufige Strände und tosendes Meer prägen das Bild.

Als wir das erste Mal in Sagres waren, waren wir in erster Linie erstaunt von der unermesslichen Kraft der Natur, die die Landschaft hier so traumhaft geebnet hat. Die atemberaubende Steilküste ist der Wahnsinn und die zahlreichen Wandermöglichkeiten einfach nur sagenhaft. Die Strände sind einer schöner als der andere und sehr beliebt bei den Surfern. Das kleine Städtchen wirkt, im Vergleich zum Charme der wunderschönen Natur, zwar eher etwas rau und trifft daher vielleicht nicht alle Geschmäcker, für uns persönlich ist Sagres allerdings einer der schönsten Orte der Algarve.

 

Warum ist Sagres so beliebt?

Sagres bietet seinen Besuchern zum einen einige der besten Surfstrände Portugals. Wellen hat man hier eigentlich immer gute, weshalb das Surfen auch die Hauptattraktion in Sagres ist. Von den wunderschönen Stränden brauche ich garnicht erst anzufangen. Auch das Klima hier ist einfach nur perfekt – immer etwas windig, nie zu heiß und unfassbar viele Sonnentage im Jahr. Hier ist die Luft so wunderbar frisch. Es gibt in hunderten von Kilometern Umgebung keinerlei Industrie. Die zahlreichen offenen Wandermöglichkeiten sind einfach nur herrlich und, je nachdem, wohin einen der Wind weht, auch eine Herausforderung. Also besser festes Schuhwerk einpacken. Hier gibt es entspannte Strecken zum Radfahren und zum Hafen ist es auch nicht weit. Von dort aus starten regemäßig Hochseefischereitouren. Die Fortaleza de Sagres, befindet sich südwestlich von Sagres auf einer ein Kilometer langen Klippe, der Ponta de Sagres. Die gesamte Anlage und die umliegende Landschaft stehen unter Naturschutz. Außerhalb der Stadt befindet sich der westlichste Punkt des Europäischen Festlandes, Cabo de Sao Vicente. Meine Schwester hat sich vor Anreise entschlossen sich einen Mietwagen auszuleihen. Eine Investition, die sich ausgezahlt hat. Wer mobil ist kann Sagres sehr gut als Ausgangspunkt für die Erkundung der südwestlichen Seite des Sao Vicente Nationalparks nutzen. In dieser Region findet ihr bezaubernde, abgelegenen Stränden von dessen atemberaubender natürlicher Schönheit ihr überwältigt sein werdet.  

 

 

Sagres mit dem Wohnmobil

Mit dem Wohnmobil könnt ihr euch auf dem großen Parkplatz vor der Fortazela de Sagres bequem einige Tage hinstellen. Bei uns hat noch nie jemand was gesagt. Es gibt dort sogar tatsächlich Dauerparker die über mehrere Monate am Stück dort verweilen. Auch große Vehikel finden dort locker Platz. Für Kinder ist dieser Platz nicht unbedingt geeignet und eher öde. Wir haben uns immer so hingestellt, dass wir den Kindern einen geschützten Bereich einrichten konnten, wo sie dann mit dem Autoteppich in Ruhe spielen konnten. Allerdings ist der Parkplatz fußläufig sehr naheligend an den Stränden Praia da Mareta und Praia do Tonel, wo Andi und die Jungs super gerne Bodyboarden gehen.

Es gibt auch noch einen größeren Parkplatz direkt in Strandnähe. Der ist aber relativ schräg und vielleicht eher für einen Tagesbesuch geeignet. Auf dem Weg Richtung Leuchtturm gibt atemberaubende Parkmöglichkeiten direkt auf den Steilklippen, die mit unserem Gefährt, aufgrund der unebenen Bodenbeschaffenheit allerdings eher schwierig zu erreichen sind. Mit kleineren Fahrzeugen, oder einem Leihwagen, hat man da keine Probleme. Wir haben diese Orte mit dem Fahrrad angefahren und bekamen ein absolut spektakuläres Landschaftsbild geboten. Selbst die Police verbringt gerne ihre Mittagspause an diesem Ort.

Mit dem Wohnmobil könnt ihr wunderbar die traumhaft schönen und abgelegenen Strände des Sao Vicente Nationalparks erkunden. So zum Beispiel den Praia do Amado mit seinen weitläufigen Wandermöglichkeiten, oder den Praia da Bordeira mit seiner riesigen Lagune, die mit ihrem warmen Wasser speziell bei Kindern sehr beliebt ist. Nicht weniger, wie der dortige wüstengleicher langer Sandstrand mit seinen herrlichen Dünen zum Toben und herumtollen. Hier trifft man auch immer wieder auf andere Familien. Auch der Praia do Barranco, östlich von Sagres ist ein sehr beliebter, abgelegener Strand und Ausgangspunkt für atemberaubenden Klippenwanderungen. Aufgrund der dort nicht seltenen zu sehenden riesigen Wellen (zu der Zeit, wo wir dort waren, erreichten sie bis zu 4 ½ Meter Höhe), zieht dieser Strand die Surfer magisch an. Die holprige Zufahr machte uns mit unserem Wohnmobil zwar etwas zu schaffen, aber wir wurden mit ein paar schönen Tagen, an einem herrlichen Platz von atemberaubend natürlicher Schönheit belohnt.  

 

Lohnt sich ein Tagesausflug nach Sagres?

Definitiv JA!!! Sollter ihr euren Urlaub in Lagos oder Umgebung verbringen, bietet sich Sagres ideal für einen Tagesausflug an. Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Sagres sind der Cabo de Sao Vicente, die Fortaleza de Sagres und der Fischerhafen. Dazu könnt ihr ein wunderbares Mittagessen in einem der zahlreichen Restaurants in der Stadt genießen, wo ich euch direkt mal das Bossa Nova empfehlen möchte; ein sehr familienfreundliches Restaurant mit einer genialen Speisekarte. Es hat uns dort sehr gut geschmeckt. Die regelmäßigen Busverbindungen zwischen Lagos und Sagres ermöglichen es spontane Tagestrips nach Sagres zu unternehmen.

 

Eignet sich Sagres als Urlaubsziel?

Sagres ist ein sehr beliebtes Urlaubsziel für Windkiter, Surfer und Bodyborder (Andi liebt die Wellen hier über alles). Aber auch Outdoor Touristen, die ausgiebige Wanderungen, oder abenteuerliche Radtouren unternehmen möchten, zur Ruhe kommen wollen und den Menschenströmen und Rastlosigkeit der Zentralalgarve entfliehen wollen, zieht es an diesen wunderschönen Ort. Vor allen Dingen im Sommer. Wer eher konventionellen Urlaub genießen möchte, wird sich in Sagres eher weniger wohl fühlen, denn abgesehen von Strand, Wandern und Wassersport, gibt es in Sagres nicht viel zu erleben. Auch für Hunde ist es hier ein reines Paradies. Ausgiebige Spaßiergänge, in der schier endlos scheinenden Natur, erfreuen jedes Hundeherz. An den Stränden sind Hunde eigentlich verboten, doch zu früher Morgenstunde und später Abendstunde, sind wir dann doch mal mit unserer Nayla an den Strand zum Toben gegangen. Ihr großes Geschäft hat sie natürlich vorher verrichtet.

 

 

Sagres mit Kindern

Unsere Kinder hatten auf jeden Fall viel Spaß in Sagres. Sie lieben Bodyborden und die Strände hier in Sagres eignen sich hervorragend für kleine Anfäger. Dazu lieben sie Kletter-, Rad- und Abenteuertouren und kamen hier voll auf ihre Kosten. Im kleinen Städchen gibt es eine coole, gepflegte Skateranlage, die unsere Jungs gerne besuchten und Stundman spielten. Auch die Fitnessgeräte schräg gegenüber der Skateranlage haben es ihnen angetan. Den Besuch am Fischerhafen fanden sie ebenso sehr interessant und kamen aus dem Staunen garnicht mehr heraus, soviele tolle Boote und Jetski waren dort zu sehen. Bei unseren Klippenwanderungen fanden sie immer wieder spannende Sachen, bspw. ein altes verlassenes Haus, schöne Aussichtspunkte, kleine Höhlen und geheimnisvolle Wege. Einziger Nachteil für im Wohnmobil reisende Familien ist, dass der Parkplatz hier doch eher kinderunfreundlich ist, aber es ist eben auch nur ein Parkplatz und kein Stellplatz. Zum alleine vor dem Wohnmobil spielen, ist es hier etwas gefährlich. Außerdem ist es oft sehr windig hier, weshalb unsere Kinder dann auch oft keine Lust hatten rauszugehen. Deswegen waren wir ganz froh, dass wir außerhalb unserer Ausflüge, die Apartmentanlage meiner Schwester mitbenutzen durften. Hier konnten sie sich sicher und frei bewegen, es war windgeschützt und die Kinder hatten einen riesen Spaß im warmen Pool zu planschen.

 

 

Familienfreundliche Ferienanlagen in Sagres

(Empfehlung)

Sagres bietet eine Vielfalt an Ferienwohnungen, Apartments und exklusiven Hotelanlagen, von einfacher bis gehobener Ausstattung. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für meine Schwester und uns haben wir ein hervorragendes Angebot im Sagres Time Apartment **** bekommen. Die gepflegte Anlage hat uns sehr zugesagt, da sie zum einen sehr kinderfreundlich ist und im Allgemeinen eine hervorragende Kundenbewertung hat. Die gesamte Anlage ist äußerst sauber. Die Apartments werden jeden Tag gereinigt. Der beheizte Pool ist für Kinder äußerst angenehm und sorgt für viel Badevergnügen. Die Angestellten sind sehr freundlich und zuvorkommend.

 

Dazu sind in der Apartmentanlage auch Hunde gestattet. Diese dürfen allerdings nicht mit zum Poolbereich, was aber auch vollkommen in Ordnung ist. Über einen separaten Eingang, können die Hunde in den Teil der tierfreundlichen Ferienwohnungen der Apartmentanlage geführt werden. Die Apartments auf der anderen Seite sind für Gäste ohne Haustiere. Alle Ferienwohnungen sind sehr modern eingerichtet. Wir durften meine Schwester jeden Tag in der Ferienanlage besuchen kommen und mit unseren Kindern auch den Pool mitbenutzen. In unmittelbarer Nähe gibt es einen schönen Spielplatz, der sogar über eine Toilette verfügt. Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, der Fischerhafen, die Fortaleza de Sagres und die Strände sind fußläufig binnen weniger Minuten zu erreichen. Alles in allem können wir die Sagres Time Apartmentos **** nur wärmstens weiterempfehlen.

 

Es gibt allerdings auch in direkter Strandnähe schicke Apartmentanlagen wie z.B. … Wer ein Hotel mit grandioser Aussicht sucht, dem gefällt es vielleicht im Pousada Sagres. Das hübsche Hotel befindet sich direkt auf der Klippe mit wunderbarem Ausblick auf das Meer und Ausgangspunkt für traumhafte Wanderungen. Eine Auswahl aller Apartments, Hotels und Ferienwohnungen in Sagres findet ihr hier*.

Sagres – ein beliebter Surfspot

Mit seinen kraftvollen und massiven Wellen bietet Sagres einige der besten Surfbedingungen Portugals. Einige Strände sind mehr vor den Wellen geschützt, als andere, weshalb sich das Surfen hier sowohl für Anfänger als auch für sehr erfahrene Surfer eignet. An den Wochenenden kommen die Wellenreiter nur so angestürmt. Auch verbringen Schulklassen oft ihre Klassenfahrten hier und nutzen die Angebote der Surfschulen. Unsere Jungs lieben die Strände in Sagres zum Bodyboarden und beobachten gerne die Profis beim Surfen. Auch Andi hat hier eine Menge Spaß im Wasser.

 

 

Die beste Touristenattraktion in Sagres

Die Hauptattraktion in Sagres ist de einzigartige Fortaleza de Sagres. Das Fort ist ausschließlich mit einer Schutzmauer ausgestattet. Die übrigen drei Seiten werden nämlich durch die gigantisch hohen Klippen der Landzunge beschützt.

Bei der Besichtigung waren wir erst etwas enttäuscht, da außer einem Leuchtturm, einem großen Windkompass und der Möglichkeit, auf einem 1,5 km langen Wanderweg entlang der Klippen spazieren zu gehen, nicht viel zu sehen war. Abgesehen von der Kanone, von der unsere Jungs höchst begeistert waren. Aber die absolute Hauptattraktion von Sagres ist eben die atemberaubende Landschaft.

Den westlichsten Punkt des Europäischen Festlands findet ihr beim Cabo São Vicente. Tatsächlich glaubte man bis ins 14. Jahrhundert, es sei das Ende Welt. Von den atemberaubenden Klippen aus könnt ihr die gewaltigen Wellen beobachten, wie sie mit voller Kraft an die Felsen donnern. Alleine dieser fantastische Anblick ist es Wert, dem Leuchtturm an der Landesspitze von Sagres einen Besuch abzustatten.

 

Sollte ich mir einen Mietwagen organisieren?

Meine Schwester hat sich direkt nach dem Flug in Faro einen Mietwagen geholt und hat es definitiv nicht bereut. In Sagres gibt es nur eine regelmäßig verkehrende Buslinie nach Lagos. Von daher hat sich der Mietwagen echt bezahlt gemacht. Somit sind ihr all die traumhaft abgelegenen Strände in der Umgebung nicht vorenthalten geblieben. Auch einen Besuch in den Zoo Lagos und eine Shoppingtour in Portimão konnte sie bequem in ihren Urlaub einbringen. Es ist alles wirklich viel entspannter, wenn man die Vorzüge eines Mietwagens genießt.

 

 

Fazit:

Die verträumte Stadt Sagres ist von all der Hektik des Tourismus und den Unmengen an Menschenmassen glücklicherweise noch unberührt geblieben. Wollt ihr einfach mal raus aus unserer leistungsorientierten Gesellschaft, wieder neue Kraft und Energie tanken, fernab von all dem konventionellen Tourismus, dann kommt nach Sagres. Schnappt euch euer Wohnmobil, oder steigt in den nächsten Flieger und genießt den Charme vergangener Tage. Seid ihr auf der Suche nach schönen Unterkünften, findet ihr hier die beliebtesten Hotels in Sagres*.

Liebe Grüße

Belle

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