Auf der Suche nach meinem Selbstwertgefühl

Auf der Suche nach meinem Selbstwertgefühl

Auf der Suche nach meinem Selbstwertgefühl

Vorwort

Jeder Mensch wird mit der Lust am eigenen Entdecken und Gestalten geboren. Ich denke, da sind wir Eltern uns sicherlich alle einig, dass es kein Kind gibt, welches diese Lust nicht mitbringt. Doch leider passiert es in unserer Gesellschaft über kurz oder lang, mit jedem Kind, was wir hier großziehen, dass es diese Erfahrung gebrochen bekommt. Es kommt der Augenblick im Leben eines Kindes, indem es plötzlich erlebt, dass es, so wie es ist, nicht richtig ist, dass es anders sein soll, dass es mehr tun soll. Es wird zuerst einmal zum Objekt der elterlichen Erwartungen und der elterlichen Erziehungsmaßnahmen, der elterlichen Hoffnungen, Wünsche und Bewertungen. Ebenso, im weiteren Verlauf seines Lebens, zum Objekt der Erwartungen seiner Erzieher und Lehrer usw. Und das tut weh.

Wenn man aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen wird, werden lt. Hirnforscher Gerald Hüther die gleichen Netzwerke aktiviert, die auch dann aktiviert werden, wenn man dem Kind körperliche Schmerzen zufügt. Das ist selbst bei Erwachsenen noch so. Hüther erklärt: „Ein Kind, dass das erste Mal erlebt, dass es so wie es ist nicht richtig ist, hat ein riesiges Problem: Es wird als Objekt behandelt. Das kann es so noch nicht formulieren, aber es erlebt es so. Und in dem Augenblick, wo das passiert, schrumpft seine gesamte Wahrnehmung der Welt zusammen, auf die Notwendigkeit der Behebung des Problems, nämlich auf die Frage: „Wie komme ich hier raus?“

Gerad Hüther beschreibt zwei mögliche Lösungen:

„Die einfachere ist, ich mach einfach den Anderen auch zum Objekt meiner Bewertung z.B. „Blöde Mama, blöder Papa.“ Dann ist das Kind in unserer Beziehungskultur angekommen. Das ist nicht angeboren! Das erwirbt ein Kind, indem es diese Erfahrung macht und dann diese Lösung findet und sich in unserer Welt auch bestätigt fühlt, weil es alle anderen ja auch so machen. Und dann gibt es Kinder die tatsächlich immer besser werden in der Manipulation anderer und DAS ist die wesentliche Lernerfahrung die sie machen.

Die anderen Kinder sind noch schlechter dran. Die können das aus irgendwelchen Gründen nicht – andere zum Objekt zu machen und machen es mit sich selbst. Die sagen dann „Ich bin zu doof. Ich bin zu blöd. Ich kann kein Mathe. Ich bin nicht liebenswert. Ich bin nicht schön genug.“ Indem sie sich dann selbst zum Objekt machen, sind sie auch aus der Nummer raus, denn jetzt werden sie selbst zum Objekt gemacht, bzw. haben es ja selbst sozusagen angenommen. Wenn also nun der Lehrer sagt: „Du kannst kein Mathe.“, dann hat sich das Kind damit abgefunden, dass es zu blöd für Mathe ist.“

Wie ich mich zum Objekt meiner eigenen Bewertung machte

Ich war ein eher schüchternes Mädchen, nah am Wasser gebaut und leider mit keinem sehr starken Selbstwertgefühl gesegnet. Seit der Einschulung spürte ich, wie mein Selbstwertgefühl durch Hänseleien zunehmend schwächer wurde. Ich hatte einen dicken, runden Kopf (da hat sich auch heute nicht viel dran geändert) und trug eine dicke, bunte Brille. Ich fand sie schön, schließlich habe ich sie mir selbst ausgesucht und sicherlich war es mit eine der schönesten Kinderbrillenmodelle, die man zur damaligen Zeit beim Optiker finden konnte. Doch für manche Schüler war diese Brille schon Anlass genug, um mich als „hässliche Brillenschlange“ zu bezeichnen. Dennoch hatte ich wenigstens ein paar Freunde, die mich so mochten, wie ich bin. Daher war die Grundschulzeit noch ertragbar für mich. Ich kannte einige, denen es schlechter erging als mir.

Ich hatte eine nette Lehrerin und war stolz darauf, als sie mir einmal sagte, dass sie fände, dass ich eine blühende Fantasie hätte und wunderschöne Geschichten schreiben würde. Mein größter Wunsch war es, Kinderbuchautorin zu werden. Dennoch empfand sie, dass ich an meinem Schriftbild zu arbeiten hätte, da ich etwas zu künstlerisch schreiben würde, sodass es ihr schwer fiele meine Schrift zu entziffern. So schickte sie mich also in den Schönschreibunterricht, damit ich lernen sollte „richtig“ zu schreiben. Seitdem verlor ich die Lust am Schreiben zunehmend. Und auch mein Schriftbild wurde durch den Schönschreibunterricht nicht viel besser.

 

Als ich dann auf das Gymnasium kam, verabschiedete ich mich von Jahr zu Jahr zunehmend von meinem Selbstwertgefühl. Immer mehr wurde mir bewusst gemacht, wie wenig ich doch kann. War ich vor der Schule und all der Bewertung noch der Überzeugung, sehr gut malen zu können, wurde mir am Gymnasium mit knall harten Noten verdeutlicht, dass ich mich diesbezüglich wohl getäuscht hatte. Immer wieder wurde mir erklärt, wie man (wer auch immer dieser „Mann“ ist) irgendetwas „richtig“ malt oder macht und was ich alles falsch mache.

 

Mein Mathematiklehrer stellte mich gerne vor gesammelter Mannschaft bloß, mit den Worten: „Wenn du das nicht kannst, dann gehörst du auf die Hauptschule und wirst nie etwas im Leben erreichen.“ Ja, und so manifestierte ich die Bewertungen anderer mir gegenüber und machte mich irgendwann zum Objekt meiner eigenen Bewertung. Ich sagte mir: „Ich bin zu blöd um Mathe zu verstehen. Ich bin dumm. Ich werde nie etwas im Leben erreichen.“ Heutzutage habe ich erkannt, wie verdammt überlebenswichtig das Wissen der höheren Mathematik für mein Leben ist. Ihr nutzt sie sicherlich auch immer, während eurer Wochenendeinkäufe.

 

Wie kann man Schülern nur so ein Schwachsinn erzählen und sie seelisch so kaputt machen? Jeder Mensch hat doch unterschiedliche Interessen und Begabungen. Wer später einen mathematischen Beruf erlernen will, dem wird das Erlernen der höhere Mathematik sicherlich ein Leichtes sein und Freude bereiten. Wer Arzt werden will und für das Studium einen NC braucht, wird sich sicher auch in Mathe bemühen. Auch wenn man sicherlich das Meiste nach den Klausuren wieder vergessen wird, weil als Arzt sicherlich andere Voraussetzungen wichtig sind, als ein Ass in Mathe zu sein.

 

Auch in Englisch und Latein kam ich nicht zurrecht. Mein Gott – ich fühlte mich wie ein Versager. Meine Englischlehrerin meinte einmal zu mir: „Du wirst nie Englisch können.“ Damals hätte sie wohl nie damit gerechnet, dass ich Versager jemals Assistentin für Fremdsprachen werde. Wenn wir in Deutsch etwas vorlesen mussten, habe ich mich immer so klein wir möglich gemacht, damit der Lehrer mich bloß nicht aufruft, denn habe ich mich ab und an verlesen, wurde ich sofort ausgelacht, sodass ich nur noch nervöser wurde und total ins Stottern geriet. Ich wünschte, ich hätte damals schon so schön lesen können, wie ich heute meinen Kindern ihre Gute-Nacht-Geschichten vorlese. Dann hätte mich sicher niemand ausgelacht.

 

Mobbing macht krank

Neben den schulischen Bewertungen, trug aber auch die äußerliche Bewertung stark dazu bei, dass mein Selbstwertgefühl immer mehr den Bach runter ging. Wer auf meiner Schule keine Markensachen trug und regelmäßig mit den neusten Modetrends ausgestattet war, war von vornherein OUT, so war zumindest mein persönliches Empfinden. Daher gehörte ich schon mal in die Kategorie „uncool“. Sowohl bei den Schülern, als auch bei den Lehrern genoss man ein höheres Ansehen, wenn man aus einer Familie mit gehobenen finanziellem Status kam. Ich komme aus der normalen Mittelschichtgesellschaft und wurde direkt mit einem Stempel markiert – so fühlte es sich zumindest für mich an. Und es fühlte sich nicht gut an.

 

Nach einem Klassenwechsel in der 8. Klasse, wurde mein Leben durch Mobbing sehr belastet. Es nahm seinen Anfang, als ich mich auf die Seite einer Mitschülerin stellte, die permantent wegen ihres Aussehens und ihrer fettigen Haare gemobbt wurde. Sie schwänzte regelmäßig die Schule – wer geht auch schon gerne freiwillig in die Höhle des Löwens? Es ging soweit, dass sie sich mit Rasierklingen die Arme aufritze. Ein weiterer Grund für die Mitschüler sie fertig zu machen. Kein einziger Lehrer setzte sich für dieses Mädchen ein. Den inneren Hilfeschrei des Mädchens sah niemand und welches Leid sie zu tragen hatte, nachdem sie aus ihrer Familie gerissen und ins Heim gesteckt wurde. Dass ich mich mit ausgerechnet dieser Schülerin angefreundet habe, war der Startschuss, dass ich selbst zum Mobbingopfer wurde. Doch ich würde es immer wieder tun. Wer beim Mobbing einfach nur zuschaut, ist für mich ein Co-Täter. Ganz ehrlich.

Ich wurde mit Müll beschmissen und körperlich drangsaliert. Ich wurde bloßgestellt, indem irgendjemand in meinem Namen einen peinlichen Liebesbrief an einen Mitschüler geschrieben hat, der – gefühlt – durch die ganze Schule gereicht wurde. Man hat mich bespuckt und mir die hässlichsten Wörter an den Kopf geworfen. Mein Selbstwertgefühl war am Boden und ich wollte nur noch eins – WEG!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich begann die Schule zu schwänzen, womit ich mir keinen Gefallen getan hatte, denn dadurch wurde alles nur noch schlimmer, da sich nun auch noch die Lehrer gegen mich stellten. An einem Tag, an dem ich von einem Mitschüler vor den Augen des Lehrerpersonals massiv gemobbt wurde und von letzterem eigentlich erwartet hätte, dass dieser das Mobbing unterbindet, beobachtete besagter Lehrer anstatt dessen nur das für ihn scheinbar amysante Spektakel und bestärkte die Angriffe meines Mitschülers nur lachend mit: „1:0, 2:0,..“ Nachdem ich realisierte, dass ich von meinem Lehrer keine Hilfe erwarten konnte, entschied ich mich dafür, mich selbst zu verteidigen, indem ich meinem Peiniger (und leider auch seinen Sitznachbar – I´m sorryyyyyyyy) mitsamt seines Tisches unsanft auf den Boden beförderte.

 

 

Wow…

war ich da stolz auf mich!

Ich wusste gar nicht, dass ich mit solchen Kräften gesegnet bin. Selbstverständlich wurde ich sofort aus dem Unterrichtsraum verwiesen, worüber ich mich sehr freute und direkt nach Hause marschierte.

„Wenn dich Menschen schlecht machen, dir andauernd ans Bein pissen, dann weißt du eines genau – dass sie dich fürchten, weil du besser bist.“

Neuer Anfang neues Glück?

Nach einem Schulwechsel ging dasselbe Spiel von vorne los. Ich schien wohl die Opferrolle in meinen Gedanken manifestiert zu haben und dementsprechend war auch meine Ausstrahlung auf mein Umfeld. Ich habe gemerkt, dass es keinen Sinn macht, sich optisch der Masse anzupassen, sei es mit Markenklamotten oder, indem ich mir eine „coolere“ Brille mit blau getönten Gläsern kaufte, wie sie die Sängerin Anastasia damals trug (wer aus meiner Generation kommt, kennt sie sicherlich noch).

Tja, Pustekuchen, genau mit dieser Brille habe ich den Schülern auf der neuen Schule direkt den Startschuss zum Hänseln gegeben: „Na du Möchte-Gern-Anastasia.“ Ich war wohl die einzige Schülerin auf dem gesamten Berufskolleg, die in der Pause mit dem Song „I’m outta love“ besungen wurde. Hätte nur noch gefehlt, dass man mir mit Autogrammkarten hinterhergerannt wäre. Ich wünschte, ich hätte es damals auch mit soviel Humor genommen.

Doch ich lernte langsam, damit umzugehen und habe den Anfeindungen meiner Mitschüler keinen Spielraum mehr gelassen, bis in mein Herz vorzudringen. Ich dachte mir: „Naja… es ist alles eine Sache der Perspektive. Ich könnte es ja auch einfach als Kompliment auffassen. Anastasia ist schließlich eine klasse Sängerin. Soll mir doch egal sein, was die anderen über mich denken. Nach der Schule werde ich sie eh nie wiedersehen.“

Selbstvertrauen gewinnt man dadurch, dass man genau das tut, wovor man Angst hat, und auf diese Weise eine Reihe von erfolgreichen Erfahrungen sammelt.“

(Dale Carnegie)

Der erste Schritt zu einer großen Veränderung

Als ich dann meine Ausbildung begonnen habe, ausgerechnet in einem Bereich, wo mich die Lehrer am Gymnasium für unzureichend empfanden – Fremdsprachen, habe ich mich von vornherein neu und klar positioniert. ICH WOLLTE KEIN OPFER MEHR SEIN! Ich bin direkt mit einer starken, selbstsicheren Persönlichkeit aufgetreten, was eine große Herausforderung für mich darstellte, da ich ja eigentlich ein eher schüchterner und ängstlicher Mensch war. Ich musste also einen riesigen Schritt über meinen eigenen Schatten springen.

Und das war der Beginn meiner Selbstheilung. Zum ersten Mal spürte ich, dass ich durch mein selbstbewussteres Auftreten eine riesige Veränderung in meinem Leben erzielt habe. Dazu merkte ich, dass ich sehr wohl sehr sprachbegabt war und mir das Erlernen von sogar drei Fremdsprachen gleichzeitig ein Leichtes war. Warum? Es machte mir auf einmal Spaß. Und ich wollte mir glaube ich auch selbst beweisen, dass ich kann, wenn ich nur will! Zumindest in Bereichen, die ich für mich und mein zukünftiges Leben für nützlich empfand. Ich fühlte mich zum erstem Mal richtig gut. Ich freute mich darüber, Freunde gefunden zu haben, auch außerhalb der Schule, die mich so akzeptierten, wie ich bin. Freunde, für die ich mich nicht verstellen musste, um ihnen zu gefallen.

„Unser Selbstbild entscheidet darüber, wozu wir in der Lage sind. Jeder gelangt dorthin, wo er glaubt, hinkommen zu können.“

(Maxwell Maltz)

Mobbingfolgen und verzerrtes Selbstbild durch Schönheitsideale

Trotzdem waren Narben aus der Schulzeit unterbewusst noch lange in mir verankert. Das hat mein seelisches Wohlbefinden bis ins Erwachsenenalter stark beeinträchtigt. Mein Leben wurde permanent von negativen Glaubenssätzen begleitet, die sich limitierend auf mein Selbstwertgefühl auswirkten, wie bspw. dieser, nicht gut genug zu sein. Zudem haben die Hänseleien der Schulzeit in mir ein gestörtes Selbstbild hervorgerufen. Ich fühlte mich nie richtig hübsch und habe mich in meiner Jugendzeit hinter – gefühlt – kiloweiser Schminke versteckt. Meine Augen konnte ich mit Eyeliner gar nicht groß genug hervorheben, damit sie meiner verkehrten Vorstellung von Schönheit entsprachen.

Die Idole der damaligen Zeit (Britney Spears, Christina Aguliera, Shakira & Co.) haben der Jugend zudem präsentiert, wie eine Frau aussehen „muss“, um der Männerwelt zu gefallen. Heute ist es ja auch nicht besser als damals, wenn ich mir Miley Cyrus & Co. anschaue. In diesem Punkt war mein Selbstwertgefühl noch nicht stark genug, um mich von den vorgegebenen Schönheitsidealen nicht beeinflussen zu lassen. Ich fand meine Haare zu dünn, also habe ich mir Haarteile gekauft, um ihnen mehr Volumen zu verleihen. Teure Make-ups und Puder sollten meine damals pubertäre Haut verdecken. Ja, ohne Schminke ging ich nicht einmal den Müll rausbringen. Es hätte mich ja jemand im „Normalzustand“ sehen können. Katastroooooopheeeeeee!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie das Mamasein meine optische Wahrnehmung veränderte

So ging es, bis mein Erstgeborener das Licht der Welt erblickte. Anfangs bemühte ich mich noch, immer schick auszusehen, mich vor dem Rausgehen stylish zu frisieren und hübsch zu schminken. Ich wollte ja nicht den Eindruck erwecken, dass ich mich als Frau gehen lasse, sobald ich ein Kind auf die Welt gebracht habe. Aber ich merkte doch schnell, dass es für mich angenehmer anfühlte, bequemere Kleidung zu tragen, gerade als Stillmama. Speziell als ich merkte, dass ich mir all die Ausschnitte meiner Lieblingskleider ausgeleiert habe. Was nicht heißt, dass ich, wie die Flodders, nur im Jogginganzug vor die Tür ging, es gibt ja auch schicke, bequeme Kleidung.

Naja… aber auch das mit dem Schminken hat dann irgendwann zunehmend nachgelassen, weil mich mein von Make-up verlaufenes, verschwitztes Gesicht einfach nur noch nervte. Gerade nach langen Spaziergängen. Dazu habe ich mich sehr bemüht, möglichst schnell nach der Schwangerschaft, körperlich wieder in Form zu kommen, um mir selbst wieder besser zu gefallen. Und dann kam auf einmal der Tag, der alles veränderte, und diese riesen Blockade in mir von heute auf morgen löste.

Total verschlafen stapfte ich ins Badezimmer zur Morgenroutine. Ich putze mir die Zähne und starrte lächelnd auf mein, mit Traktorrad großen Augenringen beschwertes Spiegelbild. Plötzlich rutschte ein Satz aus mir heraus, den ich zuvor noch nie in meinem Leben zu mir selbst gesagt habe: „Weischt du eigentlisch, wie hübsch du bischt?“ Ich konnte es selbst kaum glauben. Als ich anschließend dabei war mir mein 80 Euro Make-up ins Gesicht zu schmieren und die Hälfte meines Gesichts bereits zugekleistert war, wie beim Phantom der Opa, bemerkte ich plötzlich: “Ohne Schminke sehe ich ja viel hübscher und jünger aus.“ Ich war so verwundert über meine neue Selbstwahrnehmung und befreite mein Gesicht von der zuvor aufgetragenen Spachtelmasse.

Und, wenn ich mir doch mal etwas herausputze, dann mache ich es nur für mich und für niemand anderen.

Weißt du eigentlich, wie hübsch du bist?

Total verschlafen stapfte ich eines Morgens ins Badezimmer zur Morgenroutine. Ich putze mir die Zähne und starrte lächelnd auf mein, mit Traktorrad großen Augenringen beschwertes Spiegelbild. Plötzlich rutschte ein Satz aus mir heraus, den ich zuvor noch nie in meinem Leben zu mir selbst gesagt habe: „Weischt du eigentlisch, wie hübsch du bischt?“ Ich konnte es selbst kaum glauben. Als ich anschließend dabei war mir mein 80 Euro Make-Up ins Gesicht zu schmieren und die Hälfte meines Gesicht bereits zugekleistert war, wie beim Phantom der Opa, bemerkte ich plötzlich: “Ohne Schminke sehe ich ja viel hübscher und jünger aus.“ Ich war so verwundert über meine neue Selbstwahrnehmung und befreite mein Gesicht von der zuvor aufgetragenen Spachtelmasse.

Seither liebe ich mich so wie ich bin und fühle mich wie ausgewechselt. Ich fühle mich wertvoll, ich fühle mich schön, ich fühle mich genauso richtig, wie ich bin. Durch diese positive Gedankenveränderung, habe ich ein ganz anderes, glücklicheres Lebensgefühl erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit neuer Selbstwahrnehmung zu einem starken Selbstwertgefühl

So lösten sich Schritt für Schritt auch meine inneren Blockaden und negativen Glaubenssätze, wie auch der, nicht gut genug zu sein. Ich weiß noch, als mich eine Mama darauf ansprach, ob ich denn nicht endlich mal wieder arbeiten gehen wollte, ihr würde es ja nicht reichen „nur“ Mama zu sein und ihrem Mann auf der Tasche zu liegen, fühlte ich mich in erster Linie erst mal total schlecht. Ich dachte mir, es muss doch eine Möglichkeit geben, Geld zu verdienen und für meine Kinder da sein zu können. Ich wollte nicht mehr in meinen alten Bürojob zurückzukehren, fremdbestimmt zu sein und nicht selbst über meine freie Zeit entscheiden zu dürfen. Also entschied ich mich dafür mir online selbst etwas aufzubauen im Bereich Webseiten-Design. Ich wusste zwar noch nicht genau wie, aber ich wusste, dass ich es schaffen würde. Und ich habe es geschafft!

Mit den Kindern kamen natürlich auch neue Themen, wo ich oder mein Handeln von außen bewertet wurde. Doch ich habe mich nicht mehr unterkriegen lassen, weder als ich mich bei meinen Kindern für eine Hausgeburt entschied, noch dafür sie bedürfnisorientiert zu begleiten, anstatt sie zu erziehen, sie lange zu stillen, sie kindergartenfrei aufwachsen zu lassen sowie ihren Wunsch nach freier Bildung zu erfüllen.

Ich habe mich dazu entschlossen, aus der Opferrolle auszusteigen, in Selbstverantwortung zu gehen und mein Leben in die Hand zu nehmen. Nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich endlich zu mir selbst sagen kann: „Ich liebe mich, genauso wie ich bin. Ich bin wertvoll. Ich bin hübsch. Ich bin klug. Ich bin der Gestalter meines Lebens. Ich kann alles erreichen, was ich will.“ Durch diese positive Gedankenveränderung ist mein Leben von einer ganz neuen Energie erfüllt, welche mir ein glücklicheres, selbstsichereres Lebensgefühl verliehen hat.

„Wenn du beginnen willst, dich wirklich zu lieben, befreie dich von allem, was nicht gesund für dich ist: Von Menschen, Dingen, Situationen und vor allen Dingen, was dich immer wieder hinunterzieht, weg von dir selbst. Man kann es gesunder Egoismus nennen. Ich nenne es Selbstliebe!“

Befreit euch von negativen Glaubenssätzen

Durch die Bewertung von Außen manifestieren sich in uns negative Glaubenssätze, die uns daran hindern in voller Kraft aus uns herauszukommen. Sätze, wie „ich bin nicht gut genug, ich bin nicht liebenswert, ich werde nie etwas in meinem Leben erreichen etc.“, blockieren uns in ein glückliches, erfülltes Lebensgefühl zu kommen. Bereit euch von diesen Gedanken und lasst die Bewertung anderer Menschen euch gegenüber nicht die Macht über euer Leben ergreifen.  

Des Weiteren wird ein Drittel unseres Selbstwertgefühls laut Psychologen von unserem Aussehen bestimmt. Hört sich wenig an? Für mich nicht. Das Problem ist, dass Frauen systematisch beigebracht wird, dass ihr Wert von ihrem Aussehen abhängt. Wenn ihr auch so denken solltet, befreit euch von diesem negativen Glaubenssatz, besser – löscht ihn direkt von eurer Festplatte. Ihr seid wunderschön! Lasst euch nicht von Schönheitsidealen beeinflussen. Ist eh das meiste alles nur Fotoshop. Wenn ihr etwas für euer äußeres Erscheinungsbild tun wollt, dann tut es nur für euch, aber nicht für jemand anderen oder, weil ihr irgendeinem Idol nacheifern wollt. Jeder von euch ist so wunderbar und individuell und genau das macht euch zu etwas ganz Besonderes. Und genauso vermittele ich es auch meinen Kindern.

 

 

JEDEN TAG!

Du bist WUNDERVOLL!

Du bist LIEBENSWERT!

Du bist etwas BESONDERES!

Du bist HÜBSCH!

Du bist KLUG!

Du bist EINZIGARTIG!

Du bist STARK!

Du bist der GESTALTER DEINES LEBENS!

Du kannst ALLES ERREICHEN was du willst!

Du bist RICHTIG – genauso wie du bist!

Und lass dir von Niemandem etwas Anderes einreden!

Alles Liebe,

Belle.

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Wenn ich sogenannte „Ratgeber Bücher“, wie „Jedes Kind kann schlafen lernen“ im Buchhandel entdecke, verstecke ich sie direkt hinter den anderen Büchern. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum dieses Buch bis heute ein Bestseller ist. Jedes verkaufte Buch, welches Eltern dazu berät, ihr Baby in den Schlaf schreien zu lassen, ist für mich persönlich eines zu viel.

Genauso hat mir ein Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm „Elternschule“ förmlich das Herz zerrissen (und nicht nur dieser), indem eine Mutter in einer Gelsenkirchener Klinik dazu „genötigt“ wurde, mit ihrem Kleinkind ein Schlaftraining durchzuziehen. Das unbeschreibliche Leid des Kindes und seiner Mutter war für mich einfach nur grausam und absolut nicht in Worte zu fassen.

Ja, auch einige Kinderärzte empfehlen Eltern, ihre Kinder „kontrolliert schreien“ zu lassen. So sollen die Kleinen lernen, alleine ein- und durchzuschlafen. Viele Bindungsforscher und -wissenschaftler kritisieren diese Methode, Kinder in den Schlaf zu „begleiten“ allerdings sehr.

Denkt ihr darüber nach für euer Baby ein Schlaftraining auszuprobieren, weil aktuelle Medienberichte behaupten es sei unbedenklich? Hier sind 8 Gründe, warum ihr es lassen solltet. Alternativen zum Schlaftraining findet ihr unten im Beitrag.

1. Schlaftraining widerspricht dem natürlichen Babyschlaf

Diejenigen, die Schlaftrainings empfehlen, haben nicht verstanden, wie der natürliche Babyschlaf aussehen sollte. Babys und kleine Kinder schlafen nicht wie Erwachsene. Sie sind nicht dazu geschaffen und das aus sehr guten Gründen.

Niemand schläft durch! Egal in welchem Alter.

Wir alle schlafen in Zeitabschnitten auch „Schlafzyklus“ genannt. Bei jungen Babys beläuft sich dieser auf ca. 45 Minuten. Bei Erwachsenen auf ungefähr die doppelte Zeit. Am Ende jedes Schlafzyklus kann es sein, dass wir kurz leicht aufwachen, aber nicht komplett. Unbemerkt startet dann der nächste Schlafzyklus. Manchmal wachen wir auch richtig auf und es fällt uns sehr schwer zurück in den Schlaf zu finden. Während einer 8-stündigen Nachtruhe durchlaufen wir ca. 4 – 7 Zyklen. Bei Babys ist es nicht anders. Nur sind ihre Schlafzyklen viel kürzer als unserer. Es kann sein, dass sie bis zu 10 – 12 Mal die Nacht aufwachen. Das mag für die Eltern ermüdend sein, aber aus der Sicht des Babys ist es sehr von Vorteil:

 

  • Neugeborene verbringen fast den gesamten Schlaf im sogenannten „REM-Schlaf“ (Rapid Eye Movement = schnelle Augenbewegung). In dieser Phase gibt es Aktivitäten, die dem Wachzustand ähnlich sind. Das Gehirn ist sehr „aufgeweckt“. Es kommt zum Anstieg von Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz. Die Augen bewegen sich schnell, während die Lider geschlossenen sind. Die Skelettmuskulatur, die zur aktiven Bewegung benötigt wird, verfällt in einen so intensiven Entspannungszustand, dass es zu einer regelrechten Starre kommt. Eine Art „Schlaflähmung“, welche verhindert, dass intensive Träume körperlichen Bewegungen auslösen, die zu Verletzungen führen. Im REM-Schlaf wird besonders intensiv geträumt und das potenzielle Langzeitwissen wird gestärkt. Die Wissenschaft schließt daraus eine wichtige Rolle für die Entwicklung des zentralen Nervensystems. Das regelmäßige Aufwachen hält Babys sicher und schützt sie vor dem plötzlichen Kindstod. Vielversprechend tiefer und langer Schlaf ist unnatürlich und kann negative Konsequenzen haben. Mehr über den Schlafzyklus und seine Phasen findet ihr hier.

 

  • Babys haben außerdem einen eigenen Biorhythmus oder eine eigene „innere Uhr“. Das chemische Schlafsignal, welches uns alarmiert oder schläfrig macht, hängt von der Tageszeit ab. Babys unter vier Monate haben kein Gefühl für Tag und Nacht. Darüber hinaus beginnt ihr Biorhythmus auf einer ziemlich vergleichbaren Ebene zu funktionieren, wie die eines Erwachsenen. Auch wenn diese nicht völlig gleich sind und es sein kann, dass man noch bis ins Schulalter„Mitternachts Partys“ feiert – bis sich der Biorhythmus schlussendlich vollkommen eingependelt hat.

 

Einfach gesagt: Babys sind nicht dazu geschaffen, wie Erwachsene zu schlafen.

2. Schlaftraining übersteigt die Fähigkeiten von Babys

Schlaftraining setzt voraus, dass Babys so denken, wie Erwachsene – tun sie aber nicht! Wenn wir ängstlich, gestresst oder besorgt sind, sind wir in der Lage unsere Emotionen zu rationalisieren und uns selbst zu beruhigen. Zumindest die meisten von uns. Manche Erwachsene haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren. Ich bin sicher, ihr kennt ebenfalls jemanden, der schnell reizbar ist. Um unsere Emotionen zu regulieren, muss eine komplexe Kette neurologischer Ereignisse erfolgen, welches von einer hoch entwickelten Gehirnfunktion ausgeht. Babys verfügen nicht über diese hohe Gehirnfunktionalität. Ihre kleinen Gehirne brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Wenn wir nun den Versprechungen eines Schlaftrainings vertrauen und unser Baby auf sich allein gestellt lassen, sich „selbst beruhigen“ lassen, machen wir es gemäß der irrtümlichen Vermutung, dass diese kleinen Wesen es wirklich schaffen, ihre Emotionen selbst zu regulieren und ruhiger werden.

Das passiert aber nicht! Babys verbleiben in einem enormen Angstzustand, sie kommunizieren es nur nicht. Sie hören auf zu protestieren. Die kleinen scheinen leise zu sein, was aber nicht bedeutet, dass sie ruhig sind und schlafen gelernt haben. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge. Manche Babys sind von Natur aus ruhig, aber es ist wichtig, das nicht mit „Selbstberuhigung“ zu verwechseln.

 

Durch das Schlaftraining lernen die Kinder also nicht, sie schalten einfach nur ab. Und – kann ein Kind überhaupt schlafen lernen, wenn es zum Schlafen gezwungen wird? Wenn es vor Erschöpfung einschläft, weil einfach niemand auf sein Schreien reagiert?

Der Kinderarzt Herbert Renz-Polster und die Autorin Nora Imlau erklären in ihrem Buch “Schlaf gut, Baby”*, warum die Kinder wirklich aufhören zu schreien:

“Sie machen das, was alle Säugetiere tun, wenn sie in einer ausweglosen Situation feststecken: Sie werden stumm. Sie verfallen in das, was Biologen als Schutzstarre bezeichnen: Wer weder durch Kämpfen noch durch Fliehen weiterkommt, tut gut daran, Energie zu sparen. Und wer gelernt hat, dass sowieso keine Hilfe kommt, sollte nicht auch noch Raubtiere auf sich aufmerksam machen. Dass das Kind ruhig ist, heißt also noch lange nicht, dass es schlafen gelernt hat. Es hat gelernt, nicht zu protestieren.”

 

 

Karl Heinz Brisch, Bindungsforscher und Kinderpsychiater, bezeichnet diese Schutzstarre als dissoziativen Zustand. Das bedeutet: Die Kinder schalten einfach ab.

Brisch erklärt, wenn Kinder schreien und brüllen, aber nicht getröstet werden, sei das für die Kinder eine emotional traumatische Erfahrung.

Um sich vor dem emotionalen Schmerz und der Trauer zu schützen, schalteten Babys und Kleinkinder ihre Gefühle ab und spürten nichts mehr. Im Gespräch mit der HuffPost erklärt Brisch, der die Abteilung Kinderpsychosomatik im Dr. von Haunerschen Kinderspital an der Ludwig-Maximilians-Universität München leitet, weiter:

“Wenn man die Kinder schreien lässt, dann verankert sich bei ihnen das Gefühl ‘ich bin alleine, ich bin in Ohnmacht, ich bin in Panik, ich bin hier ausgeliefert und niemand kommt, ich werde sterben, weil ich ohne Hilfe nicht überleben kann’. Und dieses Gefühl von Panik und Ohnmacht ist nicht aushaltbar für die Babys. Deshalb dissoziieren sie, schalten ab. Und dann spüren die Kinder keine Angst mehr, keine Panik, keinen Hunger, keinen Durst mehr, gar nichts – sie melden sich gar nicht mehr.”

Diese Kinder liegen dann nachts wach im Bett, haben Angst oder Hunger, aber melden sich nicht. Babys und Kleinkinder, die sich daran gewöhnt haben sich nachts nicht zu melden, da sie schreien gelassen wurden, schlafen aber nicht etwa durch. Wie bei Punkt 1) bereits erwähnt, wachen sie, wie alle Babys auf der ganzen Welt nachts auf. “Diese Kinder liegen dann nachts wach im Bett, haben Angst oder Hunger, aber melden sich nicht”, sagt Brisch. Und weiter:

“Sie haben schon sehr früh gelernt, grundlegende, überlebenswichtige Bedürfnisse abzuschalten, sogar ihr Hungergefühl nicht mehr wahrzunehmen und deswegen auch nicht mehr zu weinen.”

3. Schlaftraining funktioniert nicht langfristig

Interessant ist die Untersuchung der Langzeitergebnisse des Schlaftrainings. Wenn ihr eurem Baby einem Schlaftraining unterzogen habt und eine kurzfristige Verbesserung des Schlafverhaltens erlebt habt, würdet ihr sicher erwarten, dass die Verbesserung länger als nur ein paar Monate anhält, nicht wahr? Das ist aber nicht das, was Schlafforscher herausgefunden haben. Eine groß angelegte Studie, die sich mit den Langzeiteffekten des Schlaftrainings befasste und zu beweisen versuchte, dass es keine negativen Auswirkungen hatte, ergab dennoch, dass das Schlaftraining auf lange Sicht keine positiven Effekte hatte.

 

Mit anderen Worten: Babys, die einem Schlafprogramm unterzogen wurden, schliefen im Endeffekt nicht anders, als Babys ohne Schlaftraining.

4. Schlaftraining funktioniert – wenn überhaupt – nur kurzfristig

Viele scheinen zu glauben, dass Schlaftraining immer funktioniert. Tut es nicht! Sarah Ockwell-Smith, Mutter von vier Kindern, ist eine bekannte Erziehungsexpertin und eine hoch angesehene, beliebte Erziehungsautorin, die sich auf die Psychologie und Wissenschaft der Erziehung, „sanfte Erziehung“ und Bindungstheorie spezialisiert hat. Hier findet ihr eine Reihe ihrer Bücher*. Sarah arbeitet im Jahr mit hunderten von Eltern, die oft Hilfe suchend zu ihr kommen, nachdem sie – erfolglos – mit konventionellen Schlaftrainern zusammengearbeitet haben.

Andere haben die Anweisungen eines Schlaftrainings-Buches befolgt und verstehen nicht, warum das Schlafprogramm bei ihrem Baby nicht funktioniert. In den meisten Fällen, hat sich der Babyschlaf durch das konventionelle Schlaftraining verschlechtert. Die Eltern befinden sich dann in einer schlimmeren Situation als vor dem Beginn des Schlaftrainings. Die meisten Schlafübungen beruhen darauf, dass der Drang des Babys, nach seinen Eltern zu rufen (zu weinen), wenn es einsam, erschrocken, ängstlich, hungrig etc. ist oder sich unbehaglich fühlt, gebrochen wird. Manchmal jedoch, ist der Drang und das Bedürfnis des Babys so stark, dass das Baby es nicht schafft still zu werden bzw. den Anschein erweckt beruhigt zu sein. Stattdessen können sie immer beunruhigter und verzweifelter werden, um ihre Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Einige Eltern haben eher den Eindruck, dass ihr Baby nach einem Schlaftraining anhänglicher geworden ist.

5. Schlaftraining kann das Vertrauen des Babys zu seinen Eltern zerstören

Als Eltern möchtet ihr sicherlich, dass euer Baby heranwächst und weiß, dass es euch absolut vertrauen kann. Genauso möchtet ihr wahrscheinlich, dass euer Kind weiß, dass ihr immer für es da seid und es mit all seinen Problemen zu euch kommen kann. Wie soll Schlaftraining positiv dazu beitragen? Wie soll Schlaftraining ihr Vertrauen in euch aufbauen?

Ganz im Gegenteil. Ihr nächtliches Weinen und Schreien mag anstrengend und lästig sein, aber sie weinen aus einem Grund – sie brauchen euch! Wenn ihr auf das Schreien eures Babys nicht mit der Beruhigung und der Befriedigung des jeweiligen Bedürfnisses reagiert (was nicht nur mit einem kurzen Streicheln und einem „schhhhhh“ getan ist), besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Vertrauen in euch sehr beeinträchtigt wird. Wenn sie schon im Babyalter nicht darauf vertrauen können, dass ihr ihnen bei Problemen zur Hilfe kommt, wie sollen sie euch ihre Probleme anvertrauen können, wenn sie älter sind?

Darüber hinaus durchleben die meisten Babys eine völlig normale Phase, die als Trennungsangst bekannt ist. Diese Phase ist wirklich ein sehr gutes psychologisches Zeichen, auch wenn es sich nicht danach anfühlt, wenn euer Baby, sobald ihr es hingelegt habt, sofort mega aufgebracht ist. Was Babys in dieser Phase brauchen, ist die kontinuierliche Sicherheit, dass es EUCH gut geht, dass ihr wiederkommt, dass ihr sie nicht verlasst. In dieser wichtigen Phase lernt das Baby euch zu vertrauen. Tut es das nicht, weil ihr seine Bedürfnisse durch das Schlaftraining nicht erfüllt, werdet ihr die Auswirkungen dessen – wahrscheinlich – zu einem späteren Zeitpunkt zu spüren bekommen.

6. Schlaftraining lässt echte Probleme unberücksichtigt

Während unterbrochener Schlaf ganz gewöhnlich bei allen Babys ist, gibt es einige Fälle, in denen der Schlaf nicht normal ist. Diese Fälle werden beim konventionellen Schlaftraining oft übersehen. Das könnte später zu größeren Problemen führen.

Erstens gibt es mögliche physische Gründe:

 

  • zu kurzes Zungenbändchen
  • Allergie gegen Kuhmilcheiweiß
  • Laktose Intoleranz
  • Lebensmittelunverträglichkeit
  • Reflux
  • gestörte Darmflora
  • Schädelkompression
  • Geburtsverletzung
  • sowie Schlafapnoe

 

Dann gibt es mögliche Umweltgründe; zu viel künstliches Licht, zu hohe Raumtemperatur, unzureichende Bettausstattung, falsches Timing, und dergleichen. Manchmal verändert sich das Schlafverhalten auch in Folge einer Impfung. Und schließlich gibt es potenzielle psychologische Gründe:

 

  • Das Bedürfnis nach einer stärkeren Verbindung (insbesondere mit einer arbeitenden Mutter)
  • Das Bedürfnis nach Beruhigung bei Trennungsangst, Entwicklungssprüngen und -stadien.

 

Das Schlaftraining lässt diese Punkte zumeist außer Acht. Ein weiterer Punkt, warum Babys nachts wach werden ist, dass sie ihr Geschäft erledigen wollen. Ja, auch Babys sagen schon Bescheid bzw. signalisieren, wann sie müssen. Nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht. Und das von Geburt an. Unsere drei Kinder haben es auf jeden Fall ALLE gemacht. Tagsüber fingen sie an mit den Beinchen zu strampeln und ein spezielles Geräusch von sich zu geben. Nachts wurden sie unruhig und fingen an zu quengeln. Babys sind nämlich von Natur aus keine Bettnässer. Aber das ist ein anderes Thema.

7. Schlaftraining untergräbt die Entwicklung der Autonomie

Viele Eltern haben Angst, dass sich ihre Babys ohne Schlaftraining zu ängstlichen, klammernden Kindern entwickeln, die niemals unabhängig werden. Dies ist ein weiteres grobes Missverständnis des Großteils der Gesellschaft. Man kann ein Kind nicht zwingen, unabhängig zu sein. Die einzige Möglichkeit ein unabhängiges Kind großzuziehen besteht darin, ihm zu erlauben, von seinen Eltern abhängig zu sein, solange es das Bedürfnis danach hat. Wenn sie sich sicher genug fühlen, werden sie langsam beginnen, sich allein in die Welt zu verzweigen. Wenn ihr sie zwingt, sich von euch zu lösen, bevor sie bereit dazu sind, werdet ihr sie weniger unabhängig und ängstlicher machen.

Dazu bleibt es nicht ohne Folgen, sein Baby/Kleinkind in den Schlaf schreien zu lassen. Derartige Schlaftrainings, können nicht nur die Eltern-Kind-Bindung stark belasten, sondern auch zu tiefgehenden Ängsten im Erwachsenenalter führen.

Brisch erklärt, dass die emotionale Erfahrung des Alleingelassen werdens Ängste hinterlässt. “Es gibt zum Beispiel Menschen“, erläutert er, „die das erlebt haben und die auch als Erwachsene nicht im Dunkeln schlafen können, oder bei denen Alleinsein ein Panikgefühl auslöst, obwohl sie objektiv nicht in Gefahr sind.”

Wenn Babys zu oft Schreien, ohne beruhigt zu werden, kann sogar das Gehirn Schaden nehmen. Wie Brisch beschreibt, führt das Schreien nämlich dazu, dass das Gehirn des Babys mit Stresshormonen überschüttet wird:

“Im Gehirn werden Schmerzschaltkreise aktiviert, die denen durch körperliche Schmerzen sehr ähnlich sind. Die Stressreaktionssysteme des Gehirns können so dauerhaft auf Überempfindlichkeit programmiert werden. Ein möglicher Langzeiteffekt von wiederholter Trennungsangst ist demnach eine erhöhte Stressempfindlichkeit im Erwachsenenalter.”

 

Was passiert im Gehirn eines schreienden Babys?

Die britische Kinderpsychologin und Psychotherapeutin Margot Sunderland erklärt in ihrem Buch “Die neue Elternschule”*, was genau alles im Gehirn eines Babys passiert, wenn es, ohne beruhigt zu werden, schreien gelassen wird und die Folgen: Auf Gehirnscans wurde ersichtlich, was frühkindlicher Stress verursachen kann. Er kann dazu führen, dass das Stressreaktionssystem eine dauerhafte Überempfindlichkeit einprogrammiert. Das kann ein Kind im späteren Leben anfällig machen für Angststörungen, Depressionen, Alkoholmissbrauch und stressbedingte körperliche Erkrankungen, wie bspw. Herzerkrankungen, Schlaflosigkeit, Panikattacken, Probleme mit der Atmung wie Asthma, Ess- und Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Muskelverspannung, Kopfschmerz und chronische Müdigkeit.

Zusätzlich beschreibt Sunderland eine weitere erschreckende Langzeitfolge des Schreienlassens:

“Auf Hirnscans von Kindern, die stark unter ungetröstetem Kummer litten, erscheint der Hippocampus leicht geschrumpft. Wir wissen nicht, inwieweit dieser Zelltod die Gedächtnisleistung des Kindes beeinflusst, jedoch schneiden Erwachsene mit einem geschrumpften Hippocampus bei Gedächtnisaufgaben und verbalen Denkaufgaben schlechter ab.

Hirnscans haben gezeigt, dass der Hippocampus eines stark gestressten Kindes dem eines alten Menschen ähnelt. Manche Wissenschaftler bewerten frühkindlichen Stress als Risikofaktor für einen vorzeitigen Alterungsprozess dieses Teils des Gehirns.”

 

 

Dementsprechend ist es für die seelische und körperliche Gesundheit eines Kindes sehr entscheidend, dass seine Signale von seinen Eltern wahrgenommen werden und auf die jeweiligen Bedürfnisse eingegangen wird. Es geht darum zu verstehen, dass Kinder aus einer Not heraus nach ihren Eltern schreien und nicht, weil sie „tyrannisieren“ wollen.

 

Ihr könnt euer Kind nicht zu viel halten. Ihr könnt es mit Liebe nicht verwöhnen. Haltet es, immer wieder. Haltet es, solange es euch braucht.

8. Schlaftraining ist anstrengend und schrecklich

Sarah Ockwell-Smith erklärt, sie habe noch keinen einzigen Elternteil getroffen, der mit seinem Baby ein Schlaftraining praktiziert hat und gesagt hat: „Es war in Ordnung, es war gut“. Jeder einzelne von ihnen kommentiert, wie schwer und bedrückend es war, das Kind weinen zu sehen, es einfach schreien zu lassen und seine Bedürfnisse nicht zu befriedigen. Nicht nur für die Babys ist Schlaftraining mit großem Leid verbunden, sondern gleichermaßen für die Eltern.

Alternativen zum Schlaftraining

Zum Glück gibt es eine Vielzahl an alternativen Methoden sein Baby liebevoll und bedürfnisorientiert in den Schlaf zu begleiten. Dabei kann man natürlich nicht davon ausgehen, dass sie bei jedem Kind gleich gut funktionieren. Was bei dem einen Kind wunderbar hilft, kann bei dem anderen Kind weniger passend sein. Man muss für sich selbst ausprobieren, welche Methode für sich und sein Kind am stimmigsten ist. Demzufolge sollten Eltern genau hineinfühlen, was ihr Baby für ein Bedürfnis hat, unter welchen Umständen es sich am wohlsten fühlt, was ihm und auch den Eltern guttut, was es braucht, um zufrieden und geborgen einschlafen zu können. Dabei ist es vollkommen egal, was andere darüber denken.

Einschlafstillen

Eine Methode, die bei vielen Babys zuverlässig funktioniert, aber bei Kritikern sehr verpönt ist. Der Gedanke ist, dass sich die Babys zu sehr an das Einschlafen an der Brust gewöhnen und es später umso schwerer fällt, sie wieder vom Einschlafstillen zu entwöhnen. Dies kann passieren, muss es aber nicht. Viele Kinder gewöhnen sich das Einschlafen an der Brust von alleine ab. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit des sanften Ablösens, um das Kind langsam von der Brust abzugewöhnen.

Vorteil des Einschlafstillens ist, dass das Baby sich an der Brust, im Schutz seiner Mama besonders geborgen fühlt und entspannter einschlafen kann. Des Weiteren enthält die abendliche und nächtliche Muttermilch besonders viel Tryptophan. Es handelt sich hierbei um eine Aminosäure, welche in Serotonin umgewandelt wird – ein Glückshormon, welches den Körper ruhig und zufrieden stellt und für die Reduzierung von Ängsten, Kummer und Stress sorgt. Zudem hat es eine Schlaffördernde Wirkung. Durch das Serotonin wird wiederum Melatonin produziert, das Schlafhormon schlecht hin, welches von Babys selber noch nicht ausreichend produziert wird. Auch der Tag- und Nachtrhythmus werden von diesen beiden Hormonen geregelt.

Schlafen im Familienbett

Genauso gut wie das Einschlaftstillen funktioniert oft das Schlafen im gemeinsamen Familienbett, bei dem die Familie gemeinsam in einem Bett schlaft. Manchmal auch nur ein Teil der Familie, wenn der Papa so laut schnarcht, dass er alle aufweckt 😀

Babys fühlen sich hier, direkt neben ihren geliebten Bezugspersonen, besonders sicher und geborgen, was ihnen ermöglicht, schneller in den Schlaf zu finden oder wieder einzuschlafen, wenn sie mal aufwachen. Auch für die Mütter ist das Schlafen im gemeinsamen Familienbett sehr von Vorteil, da sie direkt neben ihrem Baby liegen und zum Stillen nicht extra aufstehen oder das Baby ins Bett holen müssen. So kann die Mama ganz entspannt weiterschlafen, während das Baby sich wieder in den Schlaf stillt. Auch das Kind profitiert davon, dass es nicht erst aus dem Bett gehoben werden muss, sondern einfach weiterliegen kann.

Es wird oft von Kritikern gewarnt, dass das Schlafen im Familienbett ein potenzielles Risiko für den plötzlichen Kindstod darstellt. Allerdings zeigen neue Studien mittlerweile auf, dass das Schlafen neben der Mama sehr sicher ist.

 

Tragetücher oder Babytragen

Viele Mütter greifen zur Alternative Tragetuch*, wenn ihr Baby Einschlafschwierigkeiten hat. Die Vorteile liegen, denke ich, klar auf der Hand. Angeschmiegt an Mamas warmen Körper, ihrem Atem und Herzschlag, ihrer Stimme lauschend, genießen viele Babys die starke Verbundenheit zu ihrer Mama im Tragetuch sehr. Das Getragenwerden erinnert sie an das geborgene Gefühl aus dem Mutterleib und lässt sie entspannt einschlafen. Viele Babys stillen gleichzeitig, während sie getragen werden. Ist das Baby eingeschlafen, kann man es langsam und behutsam versuchen ins Bett zu legen. Sollte es beim Hinlegen wachwerden, kann man es einfach weiterstillen und es wird sicherlich wieder schnell in den Schlaf finden.

 

Federwiegen

Manchen Müttern fällt das Tragen des Babys aus gesundheitlichen Gründen schwer. Es gibt allerdings auch Babys, denen das Getragenwerden im Tragetuch oder Babytrage zu eng ist. Hierfür hat sich bei manchen Babys eine Federwiege* bewährt. Im Vergleich zu gewöhnlichen Wiegen, schaukeln die Federwieden nicht von links nach rechts, sondern wippen langsam und stetig auf und ab. Das Baby erinnert diese Bewegung an das Getragenwerden aus dem Mutterleib, was eine beruhigende und ermüdende Wirkung hat.

 

Pucken

Was für uns Eltern im ersten Augenblick eher beklemmend aussehen mag, ist für viele Babys ein wohltuendes Gefühl. Das Pucken. Hierbei wird das Baby in ein Tuch eingewickelt, sodass ihm nur noch sehr wenig Bewegungsfreiraum zur Verfügung steht. Dies erinnert das Baby, an die zuletzt sehr beengte Umgebung aus dem Mutterleib. Einige Babys neigen zudem dazu im Schlaf mit ihren Gliedern zu strampeln. Dadurch fällt es ihnen schwer einzuschlafen oder sie wecken sich selber wieder auf.

Fazit:

Wir Eltern haben aus einem bestimmten Grund einen elterlichen Instinkt.

Hört auf ihn!

Es gibt einen Grund, warum die meisten traditionellen Experten für Babyschlaftraining selbst keine Kinder haben. Sie würden es sicherlich nicht befürworten, wenn sie wüssten, wie es sich anfühlt, wenn ihnen das Herz in zwei Teile zerrissen wird?

Hört auf euer Bauchgefühl!

Fühlt es sich gut an, wenn ihr euer Baby schreien lasst?

Mit Sicherheit nicht!

Als Mama von drei Kindern weiß ich, wie stressig manche Nächte sein können, aber bevor ihr euch anraten lasst, euren Kindern das Schlafen anzutrainieren, schaut euch erst einmal nach Alternativen um. Davon gibt es genügende. Es gibt auch wunderbare Bücher, die voll und ganz auf die Bedürfnisse eures Babys eingehen. Ein paar davon findet ihr in diesem Beitrag. Sie zeigen u.a. auf, wie man das Urvertrauen von Babys stärken, ihre Signale erkennen, und eine starke, vertrauensvolle Eltern-Kind-Beziehung aufbauen kann.

Lasst euch von niemandem verunsichern. Ihr könnt eure Kinder nicht mit Liebe verwöhnen. Lasst eure Kinder nicht alleine. Nehmt sie in den Arm. Immer und immer wieder. Hier findet ihr auch noch einen Beitrag zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema Co-Sleeping.

 

Alles Liebe eure

 

   Belle

Alternativen zu Schlaftrainings

Meine Lieblingsbücher

Literatur:
Renz-Polster, H. (2014). http://blog.kinder-verstehen.de/babyschlaf-und-ferbern/

Herbert Renz-Polster & Nora Imlau – “Schlaf gut, Baby”*

Gresens, R. (2016). Intuitives Stillen. München: Kösel-Verlag.

Price, A. M. H, Wake, M., Ukoumunne, O. C., & Hiscock, H. (2012). Five-Year Follow-up of Harms and Benefits of Behavioral Infant Sleep Intervention: Randomized Trial. Pediatrics, 130 (4), 634-651. DOI: 10.1542

Sarah Ockwel-Smith – The gentle sleep book*

Margot Sunderland – “Die neue Elternschule”*

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Ich will keinem von euch meine Meinung aufzwingen, denn

 

jeder entscheidet individuell für sich selbst, was sich für ihn stimmig anfühlt

 

Ich möchte lediglich einen Anreiz geben, nicht einfach nur unreflektiert der Norm zu folgen (wie ich es bei meinem ersten Kind tat), sondern bewusst eigene Entscheidungen zu treffen. In diesem Beitrag habe ich meine persönlichen Erfahrungen inklusive aller Informationen und Berichte, die ich bei meiner Recherche im Internet gefunden habe zusammengetragen. Wissenschaftliche Studien habe ich nicht durchgeführt, allerdings haben mich die Berichte anderer Mütter so inspiriert, dass sich die Lotusgeburt für mich, mein Herz und meinen Mutterinstinkt einfach stimmig angefühlt hat.

Was ist eine Lotusgeburt?

In der Regel wird dem frischgebackenen Papa oder der Mama kurz nach der Geburt eine Schere in die Hand gedrückt, mit der Aufforderung, bitte die Nabelschnur zu durchtrennen. Ich weiß nicht wie es heute ist, aber damals bei der Geburt unseres ersten Kindes, war das bei den Klinikgeburten noch Gang und Gäbe. Doch mittlerweile haben immer mehr Frauen das Bedürfnis, dass ihr Kind einen ganz natürlichen Abnabelungsprozess erleben darf.

Das ist bei einer Lotusgeburt der Fall. Hier bleibt die natürliche Verbindung zwischen Baby und Plazenta solange intakt und aufrechtgehalten, bis sie sich – normalerweise – innerhalb von 3 bis 10 Tagen vom Kind ablöst. Somit wird die Plazenta nicht auf unnatürliche und gewaltvolle Praxis (abschneiden) von dem Neugeborenen getrennt, sondern tut dies zum richtigen Zeitpunkt einfach selbst. Man spricht von einer Entbindung ohne aktiven Abnabelungsprozess. Populär wurde die Lotusgeburt in den 1970ern. Vorher wurde sie nur bei den Schimpansen beobachtet. Ich habe bei uns im Zoo mal eine Oran-Utan Mama beobachten können, welche auf dem linken Arm ihr Neugeborenes – und in der rechten Hand die Plazenta mit sich trug. Ich dachte auf den ersten Blick, sie würde eine Handtasche in der Hand halten. Nein, es war tatsächlich die Plazenta, welche noch mit dem Baby verbunden war.

 

Warum entscheiden sich Frauen für eine Lotusgeburt?

Die Lotusgeburt ist unter werdenden Eltern noch nicht sehr geläufig, da sie eher eine jüngere Geburtspraxis ist. Als ich mit meinen beiden Jungs schwanger war, habe ich davon auch noch nie etwas gehört. Erst als ich mit Milou schwanger war, las ich immer häufiger Geburtsberichte von Müttern, die sich für ihre Babys für eine Lotusgeburt entschieden haben.

In der heutigen Zeit der Individualisierung, wird Eltern immer mehr die Möglichkeit genommen, ein selbstbestimmtes und freies Leben zu führen. Wie ich bei meiner ersten Schwangerschaft, werden viele werdende Eltern desinformiert und nicht mehr über Alternativen zur vollständig überwachten Schwangerschaft, Krankenhausgeburt, Fabrikmilch, Wegwerfwindeln, Industrienahrung, Kinderwagen, Plastikspielzeug usw. aufgeklärt.

Doch es gibt immer mehr junge Menschen, die ein alternatives Leben anstreben. Sie beginnen unnatürliche Prozesse zu hinterfragen. Immer mehr werdende Mütter wünschen sich eine Hausgeburt und haben das Bedürfnis ihre Kinder zu stillen. Zusätzlich ernähren sich viele dieser alternativen Familien eher gesund und möglichst naturbelassen und tragen ihre Kinder lieber, anstatt sie von Anfang an im Kinderwagen vor sich her zu schieben. Sie bevorzugen das Schlafen im gemeinsamen Familienbett, nutzen häufig lieber Stoffwindeln statt Plastikwindeln, interessieren sich  für Beziehung statt Erziehung etc.

 

Aus glücklichen Kindern, deren Kindheit geprägt war von Freiheit, Vertrauen und einer engen Bindung zu ihren Bezugspersonen, entwickeln sich glückliche, selbstbestimmte Erwachsene


 

Genauso ist die Lotusgeburt ein weiterer Aspekt eines gewaltfreien und natürlichen Lebens. Oftmals sehen Befürworter der Lotusgeburt einen tieferen, spirituellen Sinn. Sie glauben daran, dass dieses ganzheitliche Geburtserlebnis dem Neugeborenen einen sanften, entspannten und natürlichen Start vom Mutterleib ins Leben bringen soll.

Ganz ehrlich… als ich das erste Mal davon hörte, dachte ich: „Das ist doch total verrückt!“ Ich war zum damaligen Zeitpunkt alternativ zwar auch schon sehr aufgeklärt, aber eine Lotusgeburt hörte sich für mich dann doch ziemlich „strange“ an. Trotzdem hatte ich das Bedürfnis mich näher mit dem Thema zu befassen und wollte herausfinden, warum manche Eltern von der Lotusgeburt so überzeugt sind.

 

Weitere Beweggründe für eine Lotusgeburt

Es gibt mehrere Gründe, warum sich Eltern für eine Lotusgeburt entscheiden. Die folgenden Argumente für die Lotusgeburt sind zwar medizinisch nicht nachgewiesen, werden aber von Befürwortern der Lotusgeburt trotzdem gern benannt:

 

  • Weniger Blutverlust während der Geburt

 

  • Schnelleres und besseres Verheilen der Nabelschnur und geringere Wahrscheinlichkeit für einen Nabelinfekt

 

  • Eine Lotusgeburt ist für die mütterliche Psyche einfacher zu verarbeiten, durch die Hinauszögerung des Momentes zwischen Schwangerschaft und Geburt

 

  • Das Neugeborene erhält das komplette Plazenta-Blut, während die Nabelschnur austrocknet

 

  • Durch die Lotusgeburt wird das Baby nach der Geburt nicht ständig herumgereicht. Da das Baby noch mit dem Mutterkuchen verbunden ist, sind die Besucher behutsamer mit dem Gedanken, das Baby auf den Arm nehmen zu wollen. Das wiederum schützt das Baby vor möglichen Infektionen

 

  • Die Plazenta soll das Baby auch nach der Geburt noch mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen und die Eisenvorräte sowie das Immunsystem positiv beeinflussen und langfristig stärken (sanfte Einstellung des Organismus auf eine Alleinversorgung)

 

  • Bessere und stabilere Gewichtszunahme nach der Geburt

 

  • Geringeres Gelbsuchtrisiko

 

  • Geringeres Infektionsrisiko für die Nabelwunde

 

  • Förderung der Ruhe und Erholung nach der Geburt, da Mütter dazu ermutigt werden, im Wochenbett bei ihrem Neugeborenen zu verweilen, wodurch ebenso der Bindungsprozess verbessert wird

 

  • Auch die Babys werden von ihren Eltern als ruhiger und friedlicher wahrgenommen, im Vergleich zu Kindern, deren Verbundenheit zur Plazenta kurz nach der Geburt getrennt wurde

 

  • Das Neugeborene fühlt sich viel länger „verbunden“ und nicht unsanft in das neue Leben geschubst.

Wie habe ich die Lotusgeburt empfunden?

Für mich persönlich klangen einige Argumente sehr schlüssig, weshalb ich mich dann auch dafür entschieden habe eine Lotusgeburt auszuprobieren. Ich dachte mir, falls es sich plötzlich doch nicht stimmig für mich anfühlt, mir die Pflege der Plazenta zu umfangreich werden könnte oder ich bemerken sollte, dass sich unser Baby unwohl fühlt, kann ich die Nabelschnur ja immer noch abschneiden. Aber meine Bedenken haben sich nicht bewahrheitet. Ich erinnere mich immer wieder gerne an diese magische Geburt zurück. Für mich war es einfach nur ein wunderbares Erlebnis.

Ich habe mir tatsächlich mehr Ruhe gegönnt, blieb die ganze Zeit über im Bett bei der Kleinen und habe nach der Geburt sehr schnell wieder meine Energiereserven aufgetankt. Der Papa war mir zu der Zeit eine große Unterstützung. Er hat sich fürsorglich um unsere beiden älteren Söhne gekümmert und mich mit allem versorgt, was ich brauchte.

Der Bauchnabel unserer kleinen Maus hat sich auch nicht entzündet, so wie bei ihren Brüdern. Auch fiel die Nabelschnur bereits nach 5 Tagen ab, während es bei den Jungs deutlich länger gedauert hat. Ich war sogar etwas traurig, dass sie so früh abgefallen ist und andererseits auch widerum erleichtert, weil ich die Kleine nun mit mir im Tragetuch umher tragen konnte.

Milou hat tatsächlich auch schneller an Gewicht zugelegt als ihre Brüder, die direkt nach der Geburt von ihrer Nabelschnur getrennt wurden. Bzw. bei der Hausgeburt unseres zweiten Sohnes Maxime wartete die Hebamme zumindest bis zum Auspulsieren der Nabelschnur. Die Gelbsucht hatte Milou nach der Geburt auch nicht. Ihre beiden Brüder hingegen schon.

Die Kleine war zudem tatsächlich, im Vergleich zu ihren Brüdern am entspanntesten. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich viel Zeit gelassen hat richtig in ihrem neuen Leben anzukommen. Wie Babys es schon im Bauch tun, hielt sie mit ihren kleinen Händchen oft ihre Nabelschnur fest. Sie war so tiefenentspannt und schlief, schlief und schlief – unser kleines Dornröschen! Nur, wenn sie Hunger hatte oder ihr Geschäft verrichten wollte meldete sie sich kurz.

Ich verspürte bei jedem meiner Kinder im ersten Augenblick nach der Abnabelung eine große Leere und Traurigkeit in mir. Nun war das Band, das mich und mein Babylein neun Monate miteinander verbunden hat, plötzlich durchtrennt. Bei Milou war es anders: Mit der Lotusgeburt verspürte ich, durch die intakt gehaltene Verbindung der Kleinen mit der Plazenta auch nach der Geburt immer noch eine tiefe Verbundenheit zwischen mir und meinem Baby. Es war einfach ein unbeschreiblich wunderbares Gefühl, das ich nie vergessen werde.

Mag sein, dass ihr euch jetzt denkt: „Ja gut, kann ja auch alles nur Zufall gewesen sein!“ Kann sein – ich empfinde aber, dass sich die Lotusgeburt tatsächlich positiv auf unsere Tochter und ebenso auf mich ausgewirkt hat. Auch die Pflege der Plazenta war eine Leichtigkeit. Mehr dazu findet ihr weiter unten.

Wie läuft eine Lotusgeburt ab?

Ist das Baby geboren, wird die Nabelschnur, wie oben bereits erwähnt, nicht sofort vom Baby getrennt. Sie bleibt intakt und es wird darauf gewartet, dass die Plazenta geboren wird. Anschließend wird die Plazenta in eine Schüssel oder Eimer gelegt und es wird auf das vollständige Auspulsieren der Nabelschnur gewartet. Dadurch wird die Transfusion des restlichen Blutes in der Plazenta zum Neugeborenen sichergestellt. Ist die Nabelschnur weiß und vollkommen auspulsiert, kann man die Plazenta mit warmem Wasser sanft abwaschen und zum Abtropfen in ein Sieb legen.

Wie pflegt man die Plazenta?

Nach der Geburt lässt man die Plazenta 24 Stunden vollständig trocknen. Um mehr Feuchtigkeit aufzunehmen, kann ein untergelegtes Handtuch nützlich sein. Die Plazenta kann man anschließend noch einmal abspülen und dann vorsichtig abtupfen. Eine detaillierte Anleitung zur Lotusgeburt, werde ich noch einmal in einem extra Beitrag aufschreiben.

Bestreut man die Plazenta mit getrockneten Rosmarin, vermeidet man jeden Geruch. Man kann die Plazenta, nachdem sie getrocknet ist, in ein sauberes Handtuch wickeln und in einen speziellen Lotusbeutel legen. Ich habe sie zuerst in Mulltücher gewickelt und in eine offene Tonschale gelegt und erst später in einen Lotusbeutel. Von einigen Frauen wird die Plazenta gerne zuvor in Salz gelegt und großzügig bedeckt. Ich habe es genauso gemacht. Dazu empfiehlt sich besonders Himalaya Kristallsalz, welches auch in Drogerien und Biofachmärkten zu finden ist. Einmal täglich wiederholen die Mütter den Vorgang dabei, um die Plazenta zu trocknen und zu erhalten. Dabei wird auch immer das Tuch gewechselt, in welches die Plazenta gewickelt wird.

Viele Mütter bedecken die Plazenta gerne mit einer getrockneten Kräutermischung. So habe ich es auch gemacht und zusätzlich Rosenblüten, Lavendelblüten darüber gestreut. Man kann auch zusätzlich Neem-Blätter über die Plazenta streuen. Sie unterstützen, durch ihre antiseptische Wirkung beim Austrocknen. Ihr findet die Zusätze entweder online oder in ausgewählten Drogerien. Durch das Austrocknen wird verhindert, dass die Plazenta in einen Fäulnisprozess übergeht.

Ich habe, nachdem ich die Plazenta gesalzen und mit Kräutern bedeckt habe auch ein paar Tropfen Lavendelöl drauf getropft. Das hat wunderbar geduftet. Die ersten zwei Tage habe ich die in Moltontücher eingewickelte Plazenta eine Porzellanschale gelegt. Anschließend habe ich sie in mein selbstgenähtes Lotussäckchen gelegt. Ab da kann man das Babylein samt Plazenta dann auch mit sich herumtragen. Das habe ich allerdings nicht gemacht, da ich zumindest so lange mit der kleinen im Wochenbett liegen wollte, bis die Nabelschnur abgefallen ist. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich da doch etwas Angst hatte, die Kleine mitsamt der Plazenta herumzutragen.

Wichtig: Wenn ihr eurer Baby hochheben möchtet, seid immer sehr behutsam, damit die Nabelschnur nicht auf Spannung gerät und möglicherweise zu sehr am Bauchnabel zieht.

Die Plazentatasche bleibt nun solange an der Nabelschnur mit dem Baby verbunden, bis sie sich auf natürlichem Wege vom Baby trennt. Bei Milou ist die Nabelschnur, wie oben erwähnt, nach 5 Tagen abgefallen. Da die Nabelschnur aushärtet, habe ich sie am Bauchnabel in etwas Heilwolle gewickelt. Manche Mütter baden ihr Baby auch in der Zeit, wo es noch an der Plazenta hängt. Die Schnur darf dabei auch nass werden, da sie leicht trocknet. Ich allerdings habe auch hier gewartet, bis die Nabelschnur abgefallen ist und habe die Kleine solange einfach mit einem Lappen im Bett abgewaschen.

Kann eine Plazenta verfaulen?

Es kann sein, dass die Plazenta nach ein paar Tagen einen moschusartigen Geruch entwickelt. Die meisten Eltern empfinden diesen aber nicht so mächtig. Ich habe z.B. gar keinen strengen Geruch wahrgenommen. Was man absolut vermeiden muss ist, die Plazenta in einen Plastikbeutel oder in ein geschlossenes Gefäß zu versiegeln. Darin würde sie beginnen zu verfaulen und einen enormen faulen Geruch annehmen. Es muss sichergestellt sein, dass die Plazenta so aufgehoben wird, dass die Luft um sie herum zirkulieren kann. So kann sie richtig trocknen und nicht verderben.

Was ebenso nicht vergessen werden darf: Bei der Plazenta handelt es sich um ein Blutorgan, auf dem auch Bakterien wachsen können. Auch bei Babys, wo die Nabelschnur durchtrennt wurde, können mitunter Infektionen im zum Absturz geneigten Stumpf entwickeln. Dann können sich Bakterien ungehindert im Blutkreislauf ausbreiten. Das kann eine Sepsis zur Folge haben. Ohne Behandlung kann diese tödlich verlaufen. Wendet euch also bitte sofort an einem Arzt, wenn ihr euch Sorgen um das Wohlbefinden eures Babys macht, oder insbesondere um eine Infektion an der Nabelschnur.

 

Was sagt die Wissenschaft zur Lotusgeburt?

Es existieren keine wissenschaftlichen Studien zur Lotusgeburt, aber es gibt Studien zum späten Abnabeln von Neugeborenen. Diese weisen tatsächlich darauf hin, dass sich späteres Abnabeln positiv auf die Gesundheit des Kindes auswirkt. Das in der Plazenta enthaltene Blut steigert die Menge an roten Blutkörperchen bei Kind und schont den Eisenspeicher. Dadurch soll bei spätabgenabelten Kindern das Volumen des Blutes um etwa ein Drittel höher sein als bei sofort abgenabelten Babys. Bei Frühchen soll die Hirnblutungsrate durch das späte Abnabeln um 50 Prozent niedriger sein.

 

Fazit:

Auch bei der Geburt gibt es, wie bei allen anderen Lebensbereichen, unterschiedliche Konzepte. Eines davon ist die Lotusgeburt. Sie ist nicht für jeden etwas, doch die Vorstellung nach einer sanften, natürlichen Abnabelung des Kindes klingt für immer mehr Mütter bezaubernd und einleuchtend. Daher wird die Lotusgeburt immer gefragter. Für mich war die Geburt unserer Tochter auf jeden Fall die schönste und entspannteste von allen drei Geburten. Auch die Zeit danach. Klar, war jede Geburt auf ihre eigene Art und Weise natürlich etwas Besonderes, aber Milous Geburt und die Zeit danach hatte etwas Magisches. Der behutsame Übergang der Blut-, Nährstoff-, und Sauerstoffversorgung kann für eure Babys sicherlich Vorteile bringen. Falls ihr gerne eine Lotusgeburt erleben wollt, euch aber zu unsicher seid, dann sucht euch professionelle Unterstützung einer Hebamme oder eines Arztes. Bereitet euch alles Nötige vor, was ihr für eure Lotusgeburt braucht. Dazu werde ich dann auch noch einmal einen Beitrag schreiben, aber ihr findet auch im Internet viele Infos zu diesem Thema.

Falls ihr noch irgendwelche Fragen oder Anregungen habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare.

Alles Liebe eure

  Belle

 

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Bevor unser ältester Sohn Malique im September 2011 geboren wurde, kannten wir diesen Begriff noch überhaupt nicht. Auch über das evolutionäre Schlafverhalten von Babys war ich noch keineswegs informiert. Wir lebten damals in einer Zwei-Zimmer Wohnung und ich wollte unbedingt noch vor der Geburt eine größere Wohnung finden. Sie sollte ein extra Kinderzimmer haben, damit ich meinem zukünftigen Schatz einen Traum von Babyzimmer einrichten konnte. Ich hatte die tollsten Ideen, wie es aussehen sollte. Aber wir fanden keine passende Wohnung und der Geburtstermin rückte immer näher, sodass ich mir den Stress eines Umzuges knapp vor oder nach der Geburt ersparen wollte. Und das war unser Glück.

 

Geborgen in meinen Armen

Die Geburt im Krankenhaus war sehr anstrengend und das ganze Gegenteil von dem, wie ich mir die Geburt vorgestellt habe. Umso glücklicher war ich, als ich mein Baby endlich in meinen Armen halten durfte. Und von dem Augenblick an konnte ich ihn einfach nicht mehr loslassen. Dieses kleine Geschöpf, das vor ein paar Minuten noch in meinem Bauch war, so geborgen und beschützt, lag nun in meinen Armen. Ich wollte es weiter beschützen. In das Beistellbettchen, welches mir nach der Geburt von den Krankenschwestern an das Bett geschoben wurde, wollte ich mein Babylein nicht hineinlegen. Es sollte mich spüren – spüren, dass seine Mama immer noch da ist, meinen Herzschlag und meinen Atem hören, mich fühlen. Die Krankenschwestern, die in der Nacht in mein Zimmer kamen, ermahnten mich, dass ich meinen Sohn in das Beistellbett legen und nicht in meinen Armen schlafen lassen sollte. Es sei zu gefährlich. Aber ich holte ihn immer wieder zu mir ins Bett, weil ich fühlte, dass er genau dort hingehört.

Meine Ängste als frischgebackene Mama

Zuhause angekommen ließ ich unseren Kleinen tagsüber immer auf meiner Brust oder neben mir im Bett liegen. Ich merkte, wie wohl sich unser kleiner Schatz fühlte, so nah bei Mama zu kuscheln. Ich spürte wie absolut richtig es sich für mich anfühlte, meinem Babylein so viel Körperkontakt zu geben. Auch war es so für mich viel einfacher und bequemer zu stillen. Nachts aber hatte ich Angst, den Kleinen mit im Elternbett schlafen zu lassen. Ich habe mich von all den Horrorgeschichtenseitens der Ärzte, Fachzeitschriften, Familie und Freunde, zu sehr beeinflussen lassen: Man könnte sein Baby nachts im Schlaf überrollen, das Baby gehört ins eigene Bett. Also legte ich ihn nachts neben mir in sein Bettchen.

Ich konnte aber einfach nicht zur Ruhe kommen und es fiel mir sehr schwer, einzuschlafen. Immer wieder beugte ich mich über sein Bettchen und überprüfte seine Temperatur und seinen Atem. Sicherheitshalber haben wir uns auch das Angel Care mit Bewegungsmelder gekauft, das Alarm gibt, sobald das Baby aufhört, zu atmen. Nichtsdestotrotz wollte ich mich immer zusätzlich vergewissern, ob alles in Ordnung ist.

Dass Malique getrennt von mir lag, erschwerte das Stillen auch ungemein. Wenn ich dann mal eingeschlafen war, wurde ich erst wach, wenn der Kleine schon zu jammern begann. Dann musste ich mich erstmal aufrichten, ihn aus dem Bettchen holen, stillen, aufpassen, dass ich nicht wieder einschlafe und ihn dann wieder ins Bettchen legen, in der Hoffnung, dass er weiterschlief und nicht wieder aufwachte. Das war für mich alles sehr anstrengend.

 

Die kleine Hand am Gitterstäbchen

Malique legte sich im Schlaf immer intuitiv so nah wie möglich in meine Richtung. Seine kleine Hand umklammerte dabei immer eine Stange von den Gitterstäben seines Bettchens, als wollte er sich an meinem Finger festhalten. Der Anblick machte mich jedes Mal so traurig und zerriss mir das Herz. Es fühlte sich so falsch an – mein kleines Baby liegt alleine hinter Gittern, während Andi und ich geborgen im gemeinsamen Bett nebeneinander schlafen.

Eines Morgens erwachte ich aus dem Schlaf und hielt unseren kleinen Schatz in den Armen. Es sah aus, als läge er eingekuschelt wie in einem Vogelnest. Ich hatte ihn nachts zum Stillen aus seinem Bettchen geholt und bin dabei eingeschlafen. Und was ist passiert?

Nichts!

Es schien, als wäre mein Körper in eine Art Starre verfallen, die es nicht zuließ, dass dem Kleinen etwas zustößt.

Seitdem begann ich, mich intensiv mit dem Thema Co-Sleeping zu beschäftigen. Und es wurde mir bewusst, dass es genau das Richtige für uns ist und das Natürlichste auf der Welt. Ich merkte auch, dass unser kleiner Schatz bei uns im Bett viel besser schlief. Bekam er Hunger,  konnte ich ihn einfach im Halbschlaf anlegen und wir beide schliefen seelenruhig weiter. Schlussendlich entfernten wir einfach die ollen Gitterstäbe et voilà – unser erstes Familienbett war entstanden.

Es fühlt sich einfach RICHTIG an

2014 kam dann unser kleiner Maxime auf die Welt. Dieses Mal habe ich mich bewusst für eine Hausgeburt entschieden, obwohl Andi, Freunde und Verwandte meinem Vorhaben sehr kritisch gegenüber standen. Aber ich blieb dabei und es war für mich genau die richtige Entscheidung. Von Anfang an schlief Maxime gemeinsam mit uns im Familienbett. Am Anfang lag er noch links in meinem Arm und der Große rechts, zwischen mir und Andi, weil er seine Schlafposition nachts oft änderte.

Es dauerte aber nicht lange, da kuschelte sich der Kleine nachts neben seinen großen Bruder, geborgen umrahmt von Mama und Papa. Und es fühlte sich einfach RICHTIG und unglaublich gemütlich an. In unserer neuen Wohnung bauten wir uns dann als erstes ein schönes 270 cm großes Familienbett. Bei Interesse, findet ihr die Bauanleitung bei Familienbetten.net.

Maxime begann nach den ersten drei Lebenswochen, plötzlich sehr unruhig zu werden und schrie sehr viel. Ich konnte ihn kaum beruhigen. Auch nachts war es oft sehr anstrengend. Ich stand häufig mit ihm auf, ging mit ihm aus dem Schlafzimmer und versuchte ihn auf meinen Armen tragend und stillend zu beruhigen, damit er die anderen nicht aufweckte. Der Arzt sagte, er sei hochsensibel und solche Kinder seien oft schnell reizüberflutet, weshalb sie ihren Stress durch Schreien kompensieren. Zu der Zeit bekam ich von einer Freundin das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ geschenkt, mit dem Rat, ich solle es doch mal mit einem Schlaftraining ausprobieren. „Um Gottes Willen.“, dachte ich mir nur. Nie käme ich auf die Idee, mein Kind in den Schlaf schreien zu lassen. Das Buch kam am gleichen Tag noch in den Müll.

Mit unserer kleinen Zuckerschnute Milou war unsere Familie dann im Frühjahr 2018 komplett und auch sie kam von Beginn an in den Genuss des gemeinsamen Schlafens im Familienbett.

 

 

Eine tiefe geschwisterliche Verbundenheit

Zwischen den beiden Jungs und ihrem kleinen Schwesterchen ist eine große Herzensnähe entstanden. Wir denken, dass dies auch mit dem Schlafen im gemeinsamen Familienbett zusammenhängt. Wir haben weder den Großen noch den Mittleren nach der Geburt des nächsten Geschwisterchens ausquartiert. Sie behielten beide weiterhin ihren Platz an unserer Seite und lieben es sehr, mit ihren Geschwisterchen zu kuscheln. Es sieht einfach zu süß aus, wie unsere drei Mäuse nachts miteinander kuscheln und sich in den Armen halten.

Früher wurde unser großes Familienbett am Tage von den Jungs kreativ bespielt. Sie turnten, tanzten und tobten darauf herum, bauten Höhlen, Burgen und Piratenschiffe und veranstalteten die tollsten Kissenschlachten.

Jetzt, wo wir im Wohnmobil leben und kein 270 cm breites Bett mehr zur Verfügung haben, haben sich die Schlafverhältnisse etwas geändert. Das Familienbett hat sich sozusagen umgestaltet. Wenn ihr mögt, schreibe ich dazu noch einmal einen extra Beitrag.

 

Sicher und geborgen schlafen

Wir genießen die Schlafenszeit mit unseren Kindern sehr und wollen auch in der Nacht für sie da sein. Sie fühlen sich in unseren Armen sicher und geborgen und finden leicht in den Schlaf.

Wenn sie mal schlecht träumen, ist sofort eine Hand da, die sie streichelt und eine Stimme, die beruhigend flüstert: „Alles ist gut, mein Schatz, Mama/Papa ist bei dir. Ich beschütze dich!“ – Dann kuscheln sich die Kinder an uns heran und schlafen beruhigt weiter.

Auch, wenn die Kleinen mal krank sind, macht sie nichts schneller gesund als Kuscheln, Kuscheln und nochmals Kuscheln. Unsere Nähe, unsere Wärme, unser Körperkontakt – davon tanken unsere Kinder ihre Energie wieder auf.

Wir werden oft gefragt, ob wir als Eltern oder jeder einzelne von uns nicht auch mal alleine schlafen möchte. Tatsächlich hatte niemand von uns bisher das Bedürfnis danach. Obwohl es manchmal ganz schön eng ist, wenn sich die Kinder ganz dicht an uns muckeln und es auch mal vorkommen kann, dass man unerwartet einen Fuß auf der Nase liegen hat, lieben wir unser Familienbett sehr. Ausschlafen ist zwar auch nicht immer drin, wenn die Kinder eher wach sind und unsere Milou anfängt auf meinem Kopf herumzuhüpfen. Das wäre meiner Meinung nach aber nicht anders, wenn wir getrennt schlafen würden. Dann würden die Kinder halt morgens oder mitten in der Nacht zu uns ins Bett schleichen, so wie ich es als Kind gemacht habe.

Solange unsere Kinder in der Nacht unsere Nähe brauchen, dürfen sie immer gerne bei uns sein. Die Kindheit vergeht so schnell und der Zeitpunkt, an dem unsere Kinder das warme Nest verlassen werden, kommt früh genug. Ich bin mir sicher, dass unsere Jungs oder klein Milou sich spätestens, wenn sie ihre ersten festen Beziehungen haben, aus dem Familienbett distanzieren werden.

So, ihr Lieben! Das ist unsere Familienbett-Geschichte!

Und jetzt wünsche ich euch ganz viel schöne gemeinsame Muckelzeit mit euren Liebsten.

Wenn ihr mögt, schreibt uns auch gerne eure Familienbett-Geschichten in die Kommentare.

 

  Belle

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